09. Februar 2021 / 11:59 Uhr

Großes Interview mit Torben Brandt: VfL Bückeburg verlängert mit seinen Trainern

Großes Interview mit Torben Brandt: VfL Bückeburg verlängert mit seinen Trainern

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Torben Brandt (stehend) schaut genau hin und möchte den Landesligisten VfL Bückeburg weiterentwickeln.
Torben Brandt (stehend) schaut genau hin und möchte den Landesligisten VfL Bückeburg weiterentwickeln. © Uwe Kläfker
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Es bleibt alles so, wie es ist: Der VfL Bückeburg geht mit seinen beiden Herrentrainern auch in die nächste Saison. der Landesliga-Coach Torben Brandt sprach im Interview unter anderem über seine Verlängerung und die Herausforderungen der Zukunft.

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Torben Brandt muss kurz überlegen, wie lange er bereits Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Bückeburg ist. In Zeiten von Corona sowie Saisonunterbrechungen und -abbrüchen kann man schon mal ins Grübeln kommen.

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Nicht lange überlegt hat der Coach allerdings in Sachen Vertragsverlängerung. Ab Sommer will der 44-Jährige die Fußballer weiterentwickeln, dann bereits im vierten Jahr. Diese Zeitung hat sich mit dem Physiotherapeuten über die Ausgangslage beim Tabellenfünften der Landesliga Staffel Süd unterhalten.

Herr Brandt, Ihre Vertragsverlängerung ist keine große Überraschung, oder?

Es ist ja immer die Frage, in welcher Konstellation man weitermacht. Jetzt wollen wir die Planung für die neue Serie vorantreiben. Mein Ziel war immer, langfristig etwas zu machen und aufzubauen. Wir sind auf einem guten, alternativlosen Weg. Ich hoffe, dass uns unsere gestandenen Spieler erhalten bleiben und dass es uns gelingt, noch den einen oder anderen externen Spieler hinzuzugewinnen.

Der Weg ist weiter der eigene Nachwuchs?

Wer hätte vor einiger Zeit daran gedacht, dass mal wieder so viele starke Jungs aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Herrenmannschaft spielen? Ich hoffe, dass wir den Kader zusammenhalten und darauf aufbauen können, indem wir – wie in jedem Jahr – die jungen und interessanten Spieler hinzubekommen.

Aber gegen Verstärkungen von außerhalb würden Sie sich nicht sperren?

Vielleicht werden wir durch die gute Arbeit für den einen oder anderen externen Spieler interessant. Das ist unser Anspruch. Ich schaue mich dazu auch bei mir in der Heimat um (Kreis Minden-Lübbecke, Anm. d Red.). Aber da ist mir jüngst ein Paket weggeschnappt worden, die ich noch aus meiner Zeit in Dützen kannte.

Dabei ist die Vorrunde der aktuellen Serie noch nicht vorbei. Haben Sie eine Idee, wie es weitergeht?

Ich weiß nicht, wann und was stattfinden wird. Jetzt kommt ja auch noch das Klima hinzu. Es kann ja gar nicht mehr klappen mit dieser Saison. Das Zeitfenster wird immer kleiner, auch eine Vorbereitung muss noch eingeplant werden.

Jetzt liegt Schnee, dann muss man abwarten, wie es überhaupt mit Corona weitergeht. Ich denke, dass auch das allgemeine Leben bis Ostern noch sehr eingeschränkt sein wird. Der Amateurfußball kommt sowieso immer zuletzt dran. Und was nutzt es, wenn man dann vielleicht in Fünfer-Gruppen trainieren darf? Für mich ist eigentlich nur möglich, die Saison zu annullieren. Wenn man das jetzt nicht rechtfertigen kann, wann dann?

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Aber diesmal ohne Aufsteiger?

Na klar, der VfR Evesen darf nicht aufsteigen (lacht). Spaß beiseite, mit Aufsteigern ohne Absteiger wie in der vergangenen Serie würde es ja noch unübersichtlicher. Vielleicht könnte man jetzt wirklich mal eine Reform machen und früher in die Saison zu starten, um das gute Wetter mitzunehmen.

Nichts Genaues weiß man nicht. Wie erschwert das die Planungen?

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Für uns Trainer ist es derzeit besonders schwer. Wie soll man es angehen? Im Prinzip dürfte ja auch kein Spieler wechseln. Es ist die Frage, wie das bezüglich Freigaben geregelt werden soll.

Dennoch sind Sie noch guter Dinge?

Ja, denn ich glaube, dass wir uns fußballerisch gesteigert und weiterentwickelt haben. Wir haben wieder drei blutjunge Spieler eingebaut, die uns sogar gepusht haben. Und wenn Julian Steierberg gleich fit gewesen wäre, hätte es sogar noch besser laufen können. Wir hätten sogar drei oder vier Punkte mehr haben müssen und würden jetzt vielleicht auch über Quotienten zur Aufstiegsrunde nachdenken. Und das trotz Ausfällen wie Tobias Versick. Wir müssen immer auch den Anspruch haben, um die oberen Ränge mitzuspielen. Sollte die Saison dennoch fortgeführt werden, sind wir in der Lage, auch unter die ersten drei Teams der Südstaffel zu rutschen.

Damit wäre das Thema Abstieg erledigt.

Ja, das wäre ein guter Impuls und war auch vor der Saison unser Ziel.

Wie sieht es mit der Unterstützung im Verein aus? Es wird ja noch der Vorsitzende der Fußballsparte der gesucht.

Das macht Falko Rohrbach weiter interimsmäßig. Natürlich benötigt man neben Leuten, die das große Ganze, wie das Finanzielle, im Blick haben, auch Fachleute im sportlichen Bereich. Ich hoffe, dass zeitnah auch erfahrene Spieler wie Bubi Bremer ihren Input und ihre Erfahrung mit reinbringen. Ich bin der Meinung, dass wir uns als Verein auch ein Stück weit verändern müssen. Mit Falko, Nico Felix und auch Steffen Potthast ist gute Unterstützung da. Aber ich hoffe, dass sich die jetzt weggebrochene Generation motivieren lässt, eine Funktion zu übernehmen und für den Verein tätig zu sein. Es wäre wichtig, diese sportliche Erfahrung zu nutzen. In welchem Ausmaß auch immer. Es ist wichtig, Leute vom Fach zu haben, denn es geht ja um die Fußball-Sparte.

Um Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen?

Ich denke, dass das Thema ist. Fußball ist unheimlich personenbezogen, und man darf sich als Verein nicht zu abhängig machen. Es muss beispielsweise völlig egal sein, wer Trainer ist. Es sollte eine Philosophie geben, der sich Trainer und Spieler unterzuordnen haben. Aber das Verhältnis zu Falko ist top, und man muss jetzt halt abwarten, was so passiert. Wichtig ist, dass die Grundpositionen besetzt sind und man darauf aufbauen kann.

Frank Malisius hat fußballerische Kompetenz und beratende Funktion. Ist er noch mit an Bord?

Ich hoffe, dass er uns weiter unterstützt, weil er einfach ein Pfund sportlichen Sachverstand mitbringt. Und wenn er nur zweimal im halben Jahr auf dem Sportplatz ist und seine Meinung abgibt. Dass wir viele junge Spieler halten konnten, hatte auch viel mit Frank und guten Gesprächen zu tun. Ich gehe mal ganz klar davon aus, dass er uns weiter zur Verfügung steht.

Auch Steffen Potthast bleibt

Neben Torben Brandt (siehe Interview) hat sich der VfL Bückeburg auch mit Steffen Potthast, Coach der Reserve in der Bezirksliga, über eine Zusammenarbeit in der neuen Serie geeinigt. Nachdem sich alle Verantwortlichen bei einer Online-Konferenz über die sportlichen Ziele ausgetauscht hatten, herrschte bei allen Einigkeit darüber, dass das Duo im Amt bleibt. „Die Mannschaft ist intakt und hat einen guten Teamgeist“, lobt Potthast. „Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.“ Zumindest dann, wenn Corona wieder eine weniger große Rolle spielt.

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Steffen Potthast bleibt Trainer der Reserve des VfL Bückeburg. © Daniel Kultau

Steffen Potthast, der in seine dritte Saison als Trainer der VfL-Reserve geht, will mit seinem Team vor allem fußballerisch eine Schippe draufpacken. „Wir haben nicht das erreicht, was wir können. Aber es freut mich, dass der Vorstand trotz unseres nicht glücklichen Tabellenplatzes sieht, dass wir vernünftig arbeiten.“ Ein weiterer Reiz sei für ihn, den aktuell laufenden Prozess des Generationenwechsels mitgestalten zu können. Dazu gehöre auch, aus der zweiten Mannschaft mittelfristig wieder eine echte U23 zu machen. dak