21. September 2021 / 17:58 Uhr

Großes Wiedersehen beim Traditionscup des FC Grimma

Großes Wiedersehen beim Traditionscup des FC Grimma

Tom Rietzschel / lvz
Leipziger Volkszeitung
Grimmaer Traditionscup: FC Grimma gegen Lok Leipzig
Beim Cup traten die Traditionsmannschaften vom FC Grimma und Lok Leipzig gegeneinander an. © Hanni
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Der Fußball bringt für drei tolle Tage alle wieder zusammen: Beim Traditionscup des FC Grimma treffen sich altgediente Muldestädter Haudegen. Auch die E- und F-Jugend zeigen dabei ihr Können. Abgerundet wurde das Ganze mit dem 3:0-Sieg gegen den FC Einheit Rudolstadt.

Grimma. Zukunft beginnt mit Tradition – unter diesem Motto haben zahlreiche Besucher am vergangenen Wochenende drei tolle Tage im Grimmaer Husaren-Sportpark erlebt. Nach monatelangen Vorbereitungen richtete der FC Grimma den Traditionscup aus, wo für jedermann etwas geboten wurde. In mühsamer Kleinarbeit und mit der Hilfe von vielen Sponsoren organisierte der FC Grimma ein abwechslungsreiches Programm, bei dem die Tradition des Grimmaer Fußballs ganz im Vordergrund stand. Letztlich konnte man diese Veranstaltung als absolut gelungen bezeichnen, so dass einer Wiederholung in den kommenden Jahren nichts im Wege stehen sollte.

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Spiel gegen Sponsorenauswahl am Freitag

Nach der feierlichen Eröffnung am Festzelt, welche der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger und NOFV-Präsident Hermann Winkler (Mitglied beim FC Grimma) in Zusammenarbeit mit den FC-Vorständen Daniel Kurzbach und Stefan Küster vollzogen, war der erste Programmpunkt des Freitagabends ein Spiel der Herren-Mannschaft des FC Grimma und einer Auswahl der beteiligten Sponsoren.

Unter der Moderation von Carsten Graf und Volker Claus sahen die Zuschauer einen munteren Kick auf verkürztem Großfeld, bei dem der Spaß absolut im Vordergrund stand. Letztlich gewannen die Oberliga-Kicker der Muldestädter diese Partie knapp mit 5:4, wobei die Sponsorenauswahl – bei der unter anderem mit Oliver Kurzbach, Tobias Golinski, Kay Wimberger oder André Stascheit einige Akteure mit Grimmaer Fußball-Vergangenheit mitwirkten – in der letzten Aktion mit einem vergebenen Elfmeter die Chance auf das Unentschieden ausließ.

Am Samstag „Jeder gegen Jeden“

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen altgedienter Grimmaer Fußballer. Fünf Mannschaften ehemaliger Spieler von Motor, dem SV 1919 und dem FC Grimma kämpften in Turnierform im Modus „Jeder gegen Jeden“ auf Kleinfeld um den Glaspokal, welcher von Ur-Krostitzer zur Verfügung gestellt wurde. Dabei stand auch hier der Spaß absolut im Vordergrund, schon weil sich viele der Akteure schon lange kannten und sehr viele Spieler die Anfänge ihrer fußballerischen Karriere zusammen verbracht hatten. Nach einem sehr kurzweiligen Turnier setzten sich letztlich „Die wilden 80er“ durch, welche alle vier Begegnungen siegreich gestalten konnten und daher absolut verdient die begehrte Trophäe gewannen.

Dabei kam der Erfolg sicherlich nicht von ungefähr, stellten „Die wilden 80er“ doch die jüngste Mannschaft des Turniers und hatten mit Stephan Knoof, Sebastian Vogel, Marcel Schülert, Danilo Kuhrt, Axel Wohllebe oder Marcel Vogel einige Akteure im Team, welche früher sogar in der ersten Herrenmannschaft zum Einsatz kamen.

Weiterhin sorgte der Turniersieger für ein weiteres Novum bei dieser sehr munteren Veranstaltung. Mit Nicole Erfurth hatten „Die wilden 80er“die einzige Frau des Turniers im Kader, welche in allen Begegnungen mit ihren technischen Fähigkeiten zu überzeugen wusste und daher zu den auffälligsten Akteuren der Veranstaltung zählte.


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Dem Turniersieger folgten „Die unentdeckten Talente aus Grimma“ (unter anderem mit Tino Kleinert, Stefan Dietel, Silko Stein, Alexander Wiede), dem „FC Weinberg Turm“ (Maik Seidel, Volker Sturm, Raik Kunadt), die „BSG Motor Grimma I“ (Sven Zeuschner, Olaf Kluge, Matthias Zschau) und die „BSG Motor Grimma AK 74/75“ (Tobias Reisinger, Falk Danneberg, René Schmidt) auf den Plätzen.

Traditionsmannschaften von Grimma und Lok

Nächstes Highlight: Auf dem Rasenplatz des Husaren-Sportparks standen sich die Traditionsmannschaften der BSG Motor Grimma und des 1. FC Lokomotive Leipzig gegenüber. Zwar ließ das Wetter weiterhin stark zu wünschen übrig, doch hinderte dies alle Spieler keineswegs daran, den Fans zu beweisen, dass sie auch im fortgeschrittenen Alter von ihrer fußballerischen Klasse nichts verlernt haben.

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Die Traditionsmannschaften vom FC Grimma und Lok Leipzig trennen sich beim Cup mit einem 4:4-Unentschieden. Zur Galerie
Die Traditionsmannschaften vom FC Grimma und Lok Leipzig trennen sich beim Cup mit einem 4:4-Unentschieden. ©

Unter der Leitung von Schiedsrichter Harald Sather entwickelte sich eine kurzweilige Begegnung, in der es teilweise hoch und runter ging. So führte der Europapokal-Finalist des Jahres 1987, der unter anderem mit Frank Baum, Torsten Kracht, sowie den ehemaligen Grimmaern René Schmidt, René Heusel und Matthias Zimmerling antrat, bis kurz vor Schluss mit 4:2 – ehe Steffen Ziffert mit zwei Treffern seine von Rainer Lisiewicz gecoachten Grimmaer Mannschaft letztlich noch ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden sicherte.

Abgerundet wurde der Samstagabend vom Sportlerball im Festzelt, welches bis zum Schluss sehr gut gefüllt war. Zunächst wurde ein 40-minütiger Film mit Bildmaterial des Grimmaer Fußballs präsentiert, indem sich viele Gäste an ihre Vergangenheit erinnerten und sich selbst persönlich wiederfanden. Hierbei gilt ein großer Dank an Matthias Seifert, der in mühsamer Kleinarbeit diesen Film zusammenstellte. Danksagungen in Form von Ehrungen erhielten im Anschluss auch Hannelore Lessig, Roland Fleischer und Dr. Wolfgang Jahn. Die jahrelange und jetzt erneut reaktivierte Masseuse der Männermannschaft wurde für ihre unschätzbaren Verdienste ausgezeichnet, wobei Steffen Ziffert mit seinem Sohn Toni die entsprechende Ehrenrede hielten.

Sonntag im Sinne der Familie

Der abschließende Sonntag war zunächst ganz für die Familie ausgelegt. Für die Kinder bestand auf dem Gelände des Husaren-Sportparks die Möglichkeit, sich vielfältig zu betätigen. Neben einer von „Dino Miet“ zur Verfügung gestellten Hüpfburg sowie einem Fußball-Dart und -Billard bestand ebenfalls die Möglichkeit, ein vor dem Festzelt vom Autohaus Muldental präsentiertes Fahrzeug zu bemalen.

Weiterhin stand das Festzelt schon zu früher Stunde zum Frühschoppen zur Verfügung. Gleichzeitig waren auf dem Kleinfeld-Kunstrasen die Meisterschaftsspiele der F-Junioren (5:3 gegen die Spielgemeinschaft Frohburg/Neukirchen/Frankenhain), sowie der E-Junioren (3:4 gegen TuS Pegau) zu bewundern.

Positiv abgerundet wurde der letzte Tag des Traditionscups zweifelsohne vom 3:0-Heimsieg der Oberliga-Mannschaft gegen den FC Einheit Rudolstadt. Das Resümee des Grimmaer Vorstandsvorsitzenden Daniel Kurzbach fiel sehr positiv aus: „Wir blicken auf ein tolles Wochenende mit vielen Ikonen des Grimmaer Fußballs zurück. Demzufolge freuen wir uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. In der Hoffnung, die Tradition weiter zum Wachsen bringen zu können.“