07. Oktober 2019 / 08:45 Uhr

Grün-Weiss Brieselang: Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Grün-Weiss Brieselang: Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Brieselanger Abwehr wurde im Auswärtsspiel bei Fortuna Glienicke gut von Tom-Melvin Schmidt (r.) organisiert, der kurz vor Schluss auch noch die Ausgleichschance besaß.
Die Brieselanger Abwehr wurde im Auswärtsspiel bei Fortuna Glienicke gut von Tom-Melvin Schmidt (r.) organisiert, der kurz vor Schluss auch noch die Ausgleichschance besaß. © Tanja M. Marotzke/Archivbild
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Landesliga Nord: Schlüter-Elf verliert bei Spitzenreiter Fortuna Glienicke 0:1, gibt aber die Rote Laterne ab.

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Die Vorzeichen waren eigentlich klar beim Duell Erster gegen Letzter in der Landesliga Nord. Die Kicker vom Spitzenreiter Fortuna Glienicke, die an den ersten Spieltagen einen starken und hoch motivierten Eindruck hinterlassen hatten, waren als Gastgeber gegen den am Tabellenende stehenden Brandenburgliga-Absteiger Grün-Weiss Brieselang der klare Favorit. Doch die Gäste machten den Glienickern mit einer sehr disziplinierten Defensivleistung am Sonnabend das Leben über die gesamten 90 Minuten sehr schwer. Ein Sonntagsschuss in der 65. Minute von Fortuna-Torjäger Justin Hippe brachte letztlich die Entscheidung zu Gunsten des Favoriten aus Glienicke bei dessen 1:0 (0:0)-Sieg.

Für die Gäste aus Brieselang war es ärgerlich, keinen Punkt mit nach Hause genommen zu haben. Aber trotz ihrer sechsten Niederlage in Folge gaben die Havelländer die Rote Laterne auf Grund der nun besseren Tordifferenz an den FC 98 Hennigsdorf ab.

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„Unser Plan ist grundsätzlich gut aufgegangen, Glienicke das Spiel zu überlassen. So lag der Ballbesitz zwar bei etwa 70:30 auf Seiten der Gastgeber. Aber unsere Abwehr, von Tom-Melvin Schmidt gut organisiert, hat sicher gestanden und nur wenig Chancen für Glienicke zugelassen“, meinte Brieselangs Trainer Patrick Schlüter.

So waren die Gastgeber zunächst hauptsächlich bei Standardsituationen gefährlich. Richtig gute Tormöglichkeiten besaßen sie aber lange Zeit nicht. Auf der anderen Seite zeigten die Brieselanger bei Kontern immer wieder ihre Gefährlichkeit. Sie hatten in den ersten 45 Minute auch die beste Torchance durch Christian Czeponik, der allein auf den gegnerischen Torwart zulief, aber den Ball knapp rechts am Tor vorbeischoss.

Eike Doht hält Elfmeter von Fortuna-Kapitän Mike Rybert

So lief das Spiel auch zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter. In der 65. Minute zog dann Glienickes Torjäger Justin Hippe aus etwa 22 Metern mit Links ab und traf zum 1:0 in den Angel. Für Brieselangs Torwart Eike Doht gab es da nichts zu halten. Er konnte sich aber nur zwei Minuten später auszeichnen, als er einen Elfmeter von Glienickes Kapitän Mike Rybert hielt. Kevin Helmke hatte zuvor einen Gegenspieler im Strafraum ungestüm umgestoßen. „Wäre der Elfmeter drin gewesen, wäre das die Entscheidung gegen uns gewesen. So blieb es bis zum Schluss weiter spannend“, sagte Schlüter.

Chance auf den Ausgleich vergeben

In der Schlussphase war es dann eine ausgeglichene Begegnung. Glienicke hatte noch zwei kleinere Chancen. Die beste Möglichkeit besaß dann in der 89. Minute der Brieselanger Schmidt, als er nach einem weiten Freistoß von Doht plötzlich frei im Strafraum stand, aber den Ball verzog. „Danach war es schon etwas ärgerlich, dass wir als Verlierer vom Platz gegangenen sind. Denn es war nicht unmöglich, aus Glienicke etwas mitzunehmen. Unsere Mannschaftsleistung hat diesmal gestimmt, darauf können wir aufbauen. Insgesamt gesehen geht der Glienicker Sieg auf Grund ihrer Chancenvorteile auch in Ordnung. Die Mannschaft hat doch etwas mehr investiert als wir“, lautete das Spielresümee von Patrick Schlüter.

Er muss im nächsten Spiel auch noch auf Mittelfeldmann Alexander Greinert verzichten, der sich kurz vor Schluss in der 89. Minute bei einem Zweikampf die Gelb-Rote Karte einhandelte. „Das war natürlich ärgerlich, denn Alex hat seinen Gegenspieler etwas unglücklich getroffen. Aber damit müssen wir nun leben“, so Grün-Weiss-Coach Schlüter.

Die Brieselanger, die aus dem Landespokal bereits ausgeschieden sind, spielen erst in zwei Wochen wieder und empfangen dann auf dem heimischen Fichtesportplatz die Vertretung von Fortuna Babelsberg.

Grün-Weiss Brieselang: Doht, Helmke (ab 78. Geßler), Blumhagen, Schmidt, Bäcker (ab 46. Wünsch), Dölz, Greinert, Czeponik, Krause, Kress (ab 78. Gastene), Ide. Trainer: Patrick Schlüter. Co-Trainer: Marco John, Marcel Kapitzke. Betreuer: Thomas Erbgut.