20. Juni 2019 / 16:54 Uhr

Grün-Weiss Brieselang greift nach dem letzten Strohhalm

Grün-Weiss Brieselang greift nach dem letzten Strohhalm

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Muss in den kommenden Monaten auf Jendrik Sarnow verzichten: Brieselangs Trainer Patrick Schlüter.
Brieselangs Trainer Patrick Schlüter. © Robert Roeske
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Brandenburgliga: Team von Trainer Patrick Schlüter empfängt als Schlusslicht den Tabellendritten MSV Neuruppin.

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Die wichtigen Entscheidungen über den Auf- und Abstieg fallen in der Fußball-Brandenburgliga erst am Sonnabend am letzten Spieltag. Theoretisch können noch drei Mannschaften Landesmeister werden, und aus einem Trio entscheidet sich auch, welche zwei Teams den Weg nach unten in die Landesliga antreten müssen. Nachdem der SV Falkensee-Finkenkrug am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Heimsieg über Union Klosterfelde sogar noch vorzeitig den Klassenerhalt geschafft hat, ist aus osthavelländischer Sicht nur noch die Frage offen, ob die Kicker von Grün-Weiss Brieselang nach ihrem Abstieg aus der Oberliga vor einem Jahr nun in die Landesliga durchgereicht werden.

Vorigen Sonnabend nach der 0:6-Auswärtsniederlage beim Aufstiegskandidaten 1. FC Frankfurt ist die Mannschaft von Trainer Patrick Schlüter auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. Dennoch haben die Brieselanger den Klassenerhalt noch nicht endgültig abgeschrieben. Sie gehen nach dem Prinzip „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ in das abschließende Heimspiel gegen den Tabellendritten MSV Neuruppin mit dem Wissen, dass mit einem Sieg der Abstieg noch vermieden werden kann, wenn die Mitkonkurrenten BSC Blankenfelde-Mahlow (zu Hause gegen den SV Falkensee-Finkenkrug) und FC Eisenhüttenstadt (auswärts beim Werderaner FC) ihre Spiele nicht gewinnen. „Unter Umständen könnte uns sogar ein Unentschieden noch zum Klassenerhalt reichen“, sagte Brieselangs Coach Schlüter und verwies darauf, dass dies der Fall sein würde, wenn Blankenfelde-Mahlow und Eisenhüttenstadt verlieren.

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Die Hoffnungen der Brieselanger liegen auch darauf, dass die Aufstiegschancen ihrer Gäste aus Neuruppin nur noch theoretischer Natur sind. Denn nur, wenn Spitzenreiter Victoria Seelow hoch in Petershagen/Eggersdorf verliert und auch die Frankfurter in Sachsenhausen die Punkte abgeben, kann die MSV-Elf noch Erster werden. „Trotzdem ist unsere Chance auf den Klassenerhalt gering, aber wir wollen sie nutzen“, sagte Grün-Weiss-Coach Schlüter.

Personell wird die Lage gegen Neuruppin aber schlechter sein, als er vorher gedacht hatte. „Von den Spielern, die vorige Woche in Frankfurt ausgefallen sind, kehren nur Krause und Borchers zurück, die beide in die Anfangsaufstellung rücken. Auch Ersatztorwart Besser ist wieder dabei. Aber Hippe, Ramlow, Mrohs, Blumhagen und Schimmack fallen weiter aus. Dazu fehlt noch Ide, der im Urlaub ist“, so Schlüter.

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Wesentlich entspannter kann der SV Falkensee-Finkenkrug am Sonnabend zu seinem letzten Saisonspiel auswärts beim BSC Blankenfelde-Mahlow fahren. Nach einer sehr durchwachsenen Saison hat es Trainer André Bittner am Ende doch noch geschafft, mit seiner Truppe vorzeitig den Ligaverbleib klar zu machen. Für die Falkenseer geht es also am letzten Spieltag nicht mehr um allzu viel. Sie fahren aber auch nicht nach Blankenfelde, um die Punkte kampflos abzugeben, sondern wollen gern einen guten Saisonabschluss haben. Auch mit Blick auf das Freundschaftsspiel am kommenden Mittwochabend gegen den Zweitligisten Holstein Kiel auf dem Sportplatz an der heimischen Leistikowstraße (Anstoß 18 Uhr).

Gastgeber Blankenfelde-Mahlow kämpft dagegen noch um das Überleben in der Brandenburgliga, ebenso wie Eisenhüttenstadt und Brieselang. Zwei Mannschaften von ihnen wird es am Sonnabend erwischen.

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