04. Mai 2020 / 15:02 Uhr

Grün-Weiß ganz vorn: VfB Lübeck hängt THW Kiel ab

Grün-Weiß ganz vorn: VfB Lübeck hängt THW Kiel ab

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
VfB-Fan David Rieser vor dem Stadion in Unterhaching. Hierhin führte den Münchner sein AOK-Solidaritätslauf für die Grün-Weißen. 
VfB-Fan David Rieser vor dem Stadion in Unterhaching. Hierhin führte den Münchner sein AOK-Solidaritätslauf für die Grün-Weißen.  © VfB/HFR
Anzeige

Sechs Vereine bei der AOK-Aktion dabei: Fußballer von der Lohmühle landen im Ranking vor Heroren des Handball-Meisters. David Rieser lief in München für seinen Verein.

Anzeige

"Gemeinsam alleine laufen“ hieß die Aktion der AOK-Krankenkasse, in der jeder Interessierte –  egal, ob Mitglied, Fan oder Sponsor – seine Solidarität auf sportliche Weise mit seinem Klub demonstrieren konnte – sechs Vereine mit einiger Strahlkraft waren beteiligt. Und ganz vorn landete im Ranking der VfB Lübeck, deutlich vor den Handball-Heroen vom THW Kiel.

Anzeige

5771 Euro fließen auf das VfB-Konto

350 Grün-Weiße hatten sich online in die Teilnehmerlisten eingetragen, konnten sich ihre coronaregelgerecht solo zu absolvierende Distanz aussuchen (von 500 m bis 10 km). 12,50 Euro der Meldegebühr ging an den Verein, zusätzliche Spenden waren willkommen. „Die Resonanz war überwältigend“, bilanziert VfB-Vorstand Florian Möller, der wie sein Finanzvorstandskollege Andreas Popien selbst über die 5-km-Distanz unterwegs war. „Dass dadurch 5771 Euro auf unser Konto kommen, ist natürlich sehr schön – aber noch viel besser ist das Ausmaß der Solidarität unter uns Grün-Weißen, das hier gezeigt wurde.“ 1037 Personen beteiligten sich insgesamt auf die sechs Vereine verteilt an der Aktion, ein Drittel davon rannte und schwitzte für den VfB (für den THW waren es 120).

Mehr zum VfB Lübeck

Sven Mende holt Silber, Anna Matuszewski stark

Auch etliche Profis des VfB machten sich auf die Strecke. Auf der Langdistanz (km) holte zum Beispiel Sven Mende in respektablen 42:06 Minuten „Silber“ (Sieger war Romian-Angel Rasek in 39:44 min), die fünftbeste Zeit sicherte sich Tommy Grupe (43:02), dessen Sohnemann Matti bei den Bambinis mitlief. Stark auch die 45:06 von Anna Matuszewski, die allen VfB-Fans bekannt ist als die Frau, die bei Auswechslungen am Spielfeldrand die digitalen Nummern hochhält.



Die Bilder vom Testspiel VfB Lübeck - Hamburger SV (23.1.2020)

Die Mannschaften des 

VfB Lübeck und des Hamburger SV laufen ein. Zur Galerie
Die Mannschaften des  VfB Lübeck und des Hamburger SV laufen ein. ©

David Rieser lief in München für die Grün-Weißen

Die meisten VfBer – nämlich 115 – wählten die 5-km-Strecke, auf der Jonas Wagner (17:37 min) nicht zu schlagen war, auf der Stürmer Nicolas Hebisch als respektabler Fünfter notiert ist (21:15), auch zahlreiche Lübecker Schiedsrichter um Boris Hoffmann (33:00) zu finden sind – und auch so mancher Fan seine Solidarität bezeugte. Wie zum Beispiel David Rieser, der in München lebt, eigentlich aus Paderborn stammt aber „genetisch bedingt“ grün-weißes Blut in den Adern hat, weil seine Familie aus Lübeck und Umgebung stammt. Früh lernte er die Lohmühle kennen, seit sechs Jahren ist er Mitglied im Unterstützerclub, sieht so viele VfB-Spiele wie möglich im Stream. Rieser lebt seit 1998 in München-Waldperlach auf halbem Weg zwischen Sportpark Unterhaching und dem legendären Grünwalder Stadion. Und er drückt die Daumen für den Aufstieg des VfB in die 3. Liga, den er dann bei drei bis vier „Heimspielen“ in München live sehen könnte.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!