03. Juni 2017 / 16:14 Uhr

Grün-Weiße Jubelexplosion: BSG Chemie steigt in die Regionalliga auf

Grün-Weiße Jubelexplosion: BSG Chemie steigt in die Regionalliga auf

Antje Henselin-Rudolph
Die BSG Chemie Leipzig empfing zum letzten Spieltag den SV SCHOTT Jena (18) (Christian Modla)
BSG Chemie Leipzig steigt als Oberliga-Meister in die Regionalliga Nordost auf. © Christian Modla
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Die Leutzscher machen vor toller Kulisse im Alfred-Kunze-Sportpark den Durchmarsch von der Landesliga in die Regionalliga endgültig klar.

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Leipzig-Leutzsch. SIE HABEN ES GESCHAFFT!!! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt vor 4.999 begeisterten Zuschauern mit 3:1 (2:1) gegen Schott Jena und ist in die Regionalliga aufgestiegen. Im pickepackevollen Alfred-Kunze-Sportpark ließen die grün-weißen ihre Anhänger lange zittern. Erst kurz vor Schluss machte Manuel Wajer alles klar. „Chemie, Chemie, nur noch Chemie“, hallte es durch das rund. 90 Minuten lang hatten die Anhänger auf dem Norddamm ihre Mannschaft besungen. Mit dem Schlusspfiff stürmten sie auf’s Feld.

Aufstiegsfeier BSG Chemie Leipzig

Chemie mit perfektem Start - Bunge trifft zur frühen Führung

Die Chemiker kamen gut ins Spiel. Kurz nach dem Anpfiff erzeugte Tim Bunge mit seinem Treffer zum 1:0 die erste kollektive Jubelexplosion des grün-weißen Anhangs. Die Demuth-Elf war gut im Spiel. Trotz der schwülen und unangenehmen Hitze agierten sie leicht und locker. Der verdiente Lohn in der 14. Minute: Das 2:0 durch Tommy Kind. Es schien ein ruhiger Sommernachmittag zu werden, zumal die Gäste bis dato nichts Wesentliches beigetragen hatten zum Spiel und die Hausherren weitere Chancen liegen ließen.

DURCHKLICKEN: BSG Chemie schafft den Aufstieg

Die BSG Chemie Leipzig empfing zum letzten Spieltag den SV SCHOTT Jena (10) (Christian Modla) Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig empfing zum letzten Spieltag den SV SCHOTT Jena (10) (Christian Modla) ©
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Schrecksekunde dann in der 24. Minute: Schott bewegt sich erstmals in Richtung Leipziger Tor. Ein Schuss, der Ball setzt mehrfach auf und kullert schließlich ins lange Eck. 2:1 durch Robert Häring. Nun waren die Hausherren in ungewollter Bedrängnis und taten sich schwerer. Die Leichtigkeit des Beginns war ein Stück weit dahin. Kind hätte kurz vor dem Pausenpfiff die Möglichkeit gehabt, für Beruhigung zu sorgen. Doch sein Schuss landete nur am Pfosten.

Nach reichlich Wasser und (mit Sicherheit) treffenden Worten kamen die Chemiker recht geordnet und ruhig zurück auf den Platz. Zur gleichen Zeit leuchtete in Merseburg, wo Konkurrent Halberstadt ran musste, ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Keine Notwendigkeit also für übertriebene Hektik. Kein Hurra-Fußball nach vorne. Kapitän Stefan Karau und die Seinen bemühten sich sichtlich um einen geordneten und vor allem unaufgeregten Spielaufbau. Ein Fernschuss von Lars Schmidt, weit über den Kasten, war da schon das offensive Highlight dieser Phase.

Halberstadt erzielt im Fernduell die Führung gegen Merseburg

Coach Demuth, der an der Seitenlinie langsam aber sicher die Contenance verlor, reagierte in der 56. Minute. Für den chemischen Spieler der Saison, Alexander Bury, kam Andy Müller. Eine Sofort-Wirkung ließ sich allerdings nicht erkennen. Alarmierende Nachrichten kamen unterdessen aus Merseburg: Dort führte Germania inzwischen 1:0. Für die Leutzscher hieß das: Nur ein Sieg zählt. Für die Fans auf den Rängen begann das Zittern.

Ein wuchtiger Kopfball nach Freistoß von Daniel Heinze hätte in der 72. Minute Erlösung bringen können. Doch das Leder segelte über den Kasten. Auch der nächste Heinze-Freistoß, diesmal von links, brachte nichts Zählbares. Die ganz klaren Gelegenheiten fehlten ohnehin. Bis zur 78. Minute. Heinze, sonst in solchen Momenten fast schon traumwandlerisch sicher, scheiterte frei vor Gheorgiu. Das hätte es sein müssen. „BSG, BSG, BSG“ schallte es im Wechselgesang durch den Kunzesportpark. Nur kein Patzer mehr, kein Wackler, keine Unaufmerksamkeit.

Manuel Wajer erlöst die Chemiker

Und dann, war es da! Das Tor, das langersehnte 3:1. Manuel Wajer krönte sich zum Held des Nachmittags. Vier Minuten vor Ultimo war Chemie endlich angekommen, in der Regionalliga. Noch ein Wechsel: Benjamin Schmidt ersetzte Tommy Kind. Im Hintergrund wurden Sekt und Bier herangetragen. Der Rest war Jubel. Das 2:0 von Halberstadt hatte keine Bedeutung mehr. Die Germania muss in die Relegation. Die BSG-Kicker können die geplante Partytour nach Mallorca antreten.

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