08. Dezember 2020 / 22:23 Uhr

Lucien Favre nach BVB-Gruppensieg erleichtert: "Hat sehr viel Energie gekostet"

Lucien Favre nach BVB-Gruppensieg erleichtert: "Hat sehr viel Energie gekostet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Lucien Favre hat sich nach dem Gruppensieg zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gezeigt.
BVB-Trainer Lucien Favre hat sich nach dem Gruppensieg zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gezeigt. © imago images/RHR-Foto (Archiv)
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Borussia Dortmund hat in der Champions League mit einem 2:1-Sieg bei Zenit St. Petersburg seine Vorrunden-Gruppe F gewonnen. Eine spielerische Glanzleistung lieferte der BVB allerdings nicht ab. Trainer Lucien Favre lobte im Anschluss den Gegner und zeigte sich erleichtert.

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Das Ende der Ergebniskrise quittierte Lucien Favre mit einem Dauerlächeln. Sichtlich erleichtert ging der Trainer von Borussia Dortmund nach dem Schlusspfiff von Profi zu Profi und bedankte sich für das Happy End im finalen Kraftakt der Vorrunde. Nach zuletzt drei Pflichtspielen ohne Sieg bescherte das knappe 2:1 (0:1) bei Zenit St. Petersburg den Gruppensieg in der Champions League und erhöhte die Chance auf einen vermeintlichen leichteren Gegner bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am kommenden Montag. Nach der Partie zeigte sich Favre auch bei DAZN erleichtert: "Hier zu gewinnen, nur das zählt", sagte der BVB-Coach. "Wir haben gekämpft bis zum Schluss und vor allem nach dem 2:1 gut verteidigt."

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Nach zuletzt drei dürftigen Auftritten gegen Köln (1:2), Lazio Rom (1:1) und Frankfurt (1:1) wirkte die Borussia beim Start in die Partie gehemmt. Auch die von Trainer Lucien Favre vorgenommene Rotation mit sechs Änderungen in der Startelf konnte das Spiel des Teams zunächst kaum beleben. Von Rückkehrern wie Marco Reus und Thorgan Hazard gingen anfangs nur wenig Impulse aus. Vor rund 16.000 Zuschauern in St. Petersburg trafen Lukasz Piszczek (68. Minute) und Axel Witsel (78.) nach dem Führungstreffer von Sebastian Driussi (16. Minute) schließlich zum Erfolg. "Es war ein dreckiger Sieg, aber endlich mal wieder ein Sieg“, merkte Reus bei DAZN an und sprach von einer "hart umkämpften Partie".

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Reus habe schon zuvor gewusst, "dass wir Zenit nicht spielerisch auseinander nehmen werden". Gegen Zenit sei es nur wichtig gewesen, den "Sieg einzufahren - auch wenn es nicht glorreich war", so der BVB-Kapitän weiter. Ähnlich äußerte sich Favre. "Es war ein schweres Spiel. Aber das war vorhersehbar. Alle Teams haben sich hier schwergetan. Das hat sehr viel Energie gekostet", sagte der Schweizer. "Zenit ist nicht zu unterschätzen, denn sie haben kompletter gespielt, als im Hinspiel."

Angesichts der anhaltenden Flaute im Angriff, da Torjäger Erling Haaland nach seinem Muskelfaserriss weiter ausfällt, reagierte BVB-Coach Favre und bescherte dem Dortmunder Jungstar Youssoufa Moukoko einen weiteren Rekord. Gut zwei Wochen nach seinem Debüt als jüngster Bundesligaprofi sorgte er im Alter von 16 Jahren und 18 Tagen für eine ähnliche Bestmarke in der Champions League. Zuvor hatte das Offensiv-Trio Reus, Brandt und Hazard nur wenige Glanzpunkte setzen können: "Wenn Erling nicht da ist, müssen wir uns die Aufgaben aufteilen. Da ist die Abstimmung jetzt noch nicht so, wie wir uns das vorstellen", erklärte Reus.