07. November 2021 / 13:59 Uhr

GSVE Delitzsch macht kurzen Prozess: Derby-Sieg gegen L.E. Volleys

GSVE Delitzsch macht kurzen Prozess: Derby-Sieg gegen L.E. Volleys

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
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Der GSVE Delitzsch setzt sich im Lokalderby deutlich gegen die L.E. Volleys durch. © Alexander Prautzsch
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Wenn einfach alles klappt: Die Zweitliga-Männer des GSVE Delitzsch haben am Samstagabend die L.E. Volleys aus der Artur- Becker-Halle geschmettert. Die Truppe von Trainer Benedikt Bauer gewann das hart umkämpfte Derby 3:1 (19:25; 25:23; 25:17; 25:19). 300 Fans brachten dabei erstmalig wieder das Hallendach zum Abheben.

Delitzsch/Leipzig. Ein Duell unter Regionalrivalen, volle Hütte und ohrenbetäubende Fan-Gesänge: Das ist Volleyball pur. Jenen Sport in Reinkultur haben der GSVE Delitzsch und die L.E Volleys am Samstagabend beim Zweitliga-Derby geboten. Dabei entschieden die Loberstädter den Klassiker klar für sich und gewannen 3:1 (19:25; 25:23; 25:17; 25:19).

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Emotionales Spiel

Dass die Partie der eines Derbys mehr als würdig sein würde sollte, versprach schon vor dem Anpfiff die grandiose Stimmung auf den Rängen im Becker-Bau. 300 Zuschauer kehrten unter Corona-Bedingungen auf die Tribüne zurück und machten ordentlich Spektakel. Der erste Satz ging an die Gäste von Trainer Christoph Rascher, die trotz einiger Aufschlagfehler vor allem mit einem starken Mittelblock punkteten. Der Delitzscher Coach Benedikt Bauer befand, dass seine Jungs zu nervös waren.

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Die Delitzscher Volleyballer setzen sich gegen die L.E. Volleys mit 3:1 durch. Zur Galerie
Die Delitzscher Volleyballer setzen sich gegen die L.E. Volleys mit 3:1 durch. ©

Die Devise der Hausherren war nun klar: „Attacke“. Gesagt, getan. Sie zogen mit unglaublicher Unterstützung des Publikums 11:5 davon. Doch der zweite Satz blieb eine enge Kiste. Dabei punkteten die Hausherren über ihre jungen Außen und krallten sich die langen und entscheidenden Ballwechsel. „Da ist entscheidend in so einem emotionalen Spiel“, so Coach Bauer. Das Rascher-Team kämpfte sich 20:22 ran. Doch Ex-Volleys Falk Köthen, machte den Sack zu für den GSVE zu. Der Knoten war geplatzt, die Fans brachten die Becker-Bude zum Beben.

Neun Satzbälle erkämpften sich die Delitzscher im dritten Durchgang, gleich den zweiten nutzten sie. Auch im letzten Satz stellten sie die Weichen schon beim 15:9 auf Sieg. Die Rascher-Männer haderten mit Aufschlag und Annahme, kreierten zu einfache und vermeide Fehler und verschenkten wichtige Punkte. Aufgeben war freilich keine Option. So hielt es auch das Leipziger Fanlager neben der Platte. 20 Mitgereiste waren voll da. Oliver Lüddemann feuerte lauthals seinen Bruder an. „Der erste Satz war so schön, aber so ist halt der Sport. Doch wahre Fans bleiben immer treu“, so der 21-Jährige, der dem Bruderherz, Volleys-Diagonalspieler Florian Lüddemann, zumindest zum "Spieler des Tages" auf der Gästeseite gratulieren durfte. Beim Sieger erhielt Kapitän Felipe Pandini Glaser diese MVP-Ehre.

Für Rascher ist die Niederlage gerechtfertigt: „Wir verlieren mit unserem Aufschlag komplett den Faden, bekommen die Vorgaben nicht mehr umgesetzt. Jeder erste Ball, den wir spielen, war für uns immer Krampf. So kommen wir nicht mehr ins Spiel hinein.“ Bauer war stolz auf die Leistung seiner GSVE-Jungs: „Wir haben phantastisch gespielt. Das war eine Bombenleistung. Alles was wir trainiert haben, hat geklappt.“ Sein Team verbesserte sich auf Platz sieben und liegt jetzt zwei Punkte vor den Messestädtern.