10. September 2019 / 12:54 Uhr

GSVE Delitzsch mit missglückter Generalprobe

GSVE Delitzsch mit missglückter Generalprobe

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Der GSVE mit einigen Problemen beim Ur-Krostitzer-Cup
Der GSVE mit einigen Problemen beim Ur-Krostitzer-Cup © Emil Timm
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Dem Volleyball-Zweitligist wurde beim 11. Ur-Krostitzer-Cup seine Grenzen aufgezeigt. Trainer Pietzonka hat bis zum Saisonstart noch einige Baustellen vor sich.

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Delitzsch. Generalprobe mal so richtig versemmelt: Der GSVE hat kurz vor Saisonanpfiff noch ein paar ganz ordentliche Baustellen. Einziger Trost dabei: Dem Rest vom Fest beim 11. Ur-Krostitzer-Cup vergangenes Wochenende ging es ähnlich. Nur Gotha zeigte so etwas wie eine ansprechende Frühform. Sowohl Dresden als auch Leipzig und Delitzsch dagegen müssen noch an der Körperspannung arbeiten.

Dabei war es doch eigentlich gar nicht so schwer, was Trainer Frank Pietzonka beim hauseigenen Vorbereitungsturnier in der Beckerhalle von den Seinen zu fordern ersuchte: „Findet Euch, freut Euch und versucht einfach nur zu spielen“, sagte der Coach der Delitzscher.

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Emotionaler Sieg für den GSVE Delitzsch: Die Nordsächsischen Volleyballer setzen sich im Drittligaderby gegen den L.E. Volleys durch. Zur Galerie
Emotionaler Sieg für den GSVE Delitzsch: Die Nordsächsischen Volleyballer setzen sich im Drittligaderby gegen den L.E. Volleys durch. © Thomas Jentzsch
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Pietzonka prophezeit knüppelharte Saison

Geliefert wurde das nur phasenweise – im Block, im Aufschlag und der Annahme. „Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen, vor allem im Block sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen“, erklärte Pohlmann. „Es wird eine knüppelharte Saison“, prophezeite anschließend Pietzonka, „wer denkt, wir purzeln einfach nach oben, der ist schief gewickelt.“ Der GSVE ist Aufsteiger. Genauso wie Leipzig. Dieser Realität müssen sich beide Teams stellen.

Was lässt sich denn nun ablesen aus diesem großen Testballon vom vergangenen Wochenende?

Gotha kreist ruhig im Zweitliga-Orbit, bleibt auch in engen Situationen stabil(er). Drei Siege sprechen für sich. Völlig gleich, ob die Sätze lediglich mit zwei Punkten Unterschied ausgingen.

Der GSVE dagegen besiegt Leipzig 3:1, verliert aber wiederum 2:3 gegen Dresden, während Leipzig Gotha fünf Sätze abtrotzt und Dresden 3:1 besiegt.

Mangelnde Konstanz

„Es zeigt den Ist-Stand und wo wir noch was zu tun haben“, brachte es L.E.-Trainer Christoph Rascher auf den Punkt, der gleich auf drei Stammspieler verzichten musste. Spielerrotation stand bei allen Akteuren des Cups auf dem Zettel. Klar, dass darunter die Abstimmung litt. Trotzdem brachte sie Dinge zu Tage, die sich in einer Woche nicht abstellen lassen. Größtes Manko – sowohl bei Delitzsch als auch bei L.E.: mangelnde Konstanz über lange Strecken. Mit Fehlerserien ziehen sich beide selbst nach unten. Beim VC Dresden ward das Ganze zudem versehen mit dem Vogel-Strauss-Syndrom (Kopf in den Sand).

Zurück zum GSVE: Während an der Maschine noch ganz schön geschraubt werden muss, so hinterlassen einzelne Bauteile einen guten Eindruck. Lukas Kreißl etwa: quadratisch, praktisch, gut! Der gebürtige Gardelegener punktete solide. Philipp Maaß ließ im Spiel auch keinen Zweifel daran, was er in dieser Saison will. Mehr Ehrgeiz auf dem Feld geht nicht. Julius Fritsche als neuer Libero zeigte, was flinke Füße sind.

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Einzelaktionen werden sie nicht retten

Nur: Einzelaktionen allein werden Delitzsch in dieser Saison nicht retten. Da muss mehr Konstanz im Aufschlag her: „Da gehen wir hirnlos rein“, sagte Pietzonka in einer Auszeit gegen Leipzig: „Im ersten Satz machen wir neun Fehler, im zweiten acht ...“ Was wiederum positiv stimmt beim GSVE: Die Summe zerspringt nicht in ihre Einzelteile, wenn es schief läuft. Als Team können die Jungs über die ein oder andere Unzulänglichkeit hinwegtäuschen.

Erste Gelegenheit, genau das zu zeigen, haben die Recken am Sonnabend,

20 Uhr, in ihrer Beckerschachtel. Beim Comeback. Gegen Mimmenhausen. Hoffentlich vor mehr als 20 Zuschauern wie am vergangenen Wochenende.

Emil Timm

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