19. März 2021 / 11:01 Uhr

GSVE Delitzsch schlägt ohne Druck beim TSV Mühldorf auf

GSVE Delitzsch schlägt ohne Druck beim TSV Mühldorf auf

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
GSVE-Akteur Benedikt Bauer muss am Wochenende in der alten Heimat ran.
GSVE-Akteur Benedikt Bauer muss am Wochenende in der alten Heimat ran. © Alexander Prautzsch
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Zahl der Absteiger beschlossen: Der GSVE Delitzsch hat nach der Entscheidung durch die VBL den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga quasi in der Tasche. Das Team von Coach Frank Pietzonka kann deshalb beim nächsten Gegner TSV Mühldorf relativ befreit in die Partie gehen.

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Delitzsch. Die ganz große Feier beim GSVE Delitzsch fiel aus nach dem 3:0 beim TV Bliesen am späten Sonnabend, dabei hatte man durch den klaren Erfolg beim Tabellenvorletzten den Klassenerhalt praktisch eingetütet. Allerdings mussten die Gymnasialen auch noch am nächsten Tag antreten (wo sie wiederum 0:3 bei Mainz-Gonsenheim unterlagen) – und die Entscheidung, die zum Verbleib in der Zweiten Liga geführt hatte, wurde auch erst am Montag offiziell bekannt.

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Denn da verkündete die Volleyball Bundesliga (VBL), dass es wegen der Corona-Pandemie in dieser Saison in den beiden Staffeln des Unterhauses keine regulären Absteiger geben wird. Nur in der Südliga – in der die Delitzscher unterwegs sind – muss ein Team runter, um nach und nach wieder auf Sollstärke zu kommen. Schließlich ist die Staffel aktuell auf 15 Teams aufgebläht, da es schon im Vorjahr keine Absteiger gab – aber zwei Aufsteiger.

Letztlich bedeutet das für die Loberstädter, dass so schon Platz 13 für den Klassenerhalt reicht und sie durch den Dreier in Bliesen nun zwölf Zähler Vorsprung vor den Saarländern auf Rang 14 haben. Rein rechnerisch wäre es zwar möglich, das bei noch acht ausstehenden Partien aufzuholen, praktisch ist es aber sehr unwahrscheinlich, da Bliesen bisher in 21 Matches nur drei Siege schaffte und die letzten neun (!) Partien am Stück verlor. Dazu stehen Kriftel und Mainz in der Tabelle auch noch hinter den Loberstädtern.

Seltsame Saison ordentlich beenden

Zum nächsten Spiel beim TSV Mühldorf am Sonnabend (19 Uhr) können die Pietzonka-Jungs also relativ entspannt reisen "Wir wollen aber noch jeden Punkt holen, den wir ergattern können", stellt Benedikt Bauer klar. Der Außenangreifer, der auch als Teammanager fungiert, war online anwesend bei der VBL-Sitzung, auf der die Zahl der Absteiger beschlossen wurde. Er sei dabei zwiegespalten gewesen, berichtet der gebürtige Bayer, da es einerseits wichtig sei, dass die Ligenstärke wieder auf Normalmaß reduziert werde, um die Belastung für die Halbprofis wie in Delitzsch zu reduzieren. Andererseits sei es auch bitter für die eine Mannschaft, die dann runter muss – in diesem Fall wohl Bliesen. "Das ist dann immerhin der einzige Absteiger im deutschen Volleyball in diesem Jahr", betont Bauer. Denn die unteren Ligen wurden schon längst abgebrochen und werden nicht gewertet.

Für den 25-Jährigen geht es am Wochenende auch mal wieder in die alte Heimat, ein Besuch bei den Eltern ist aber nicht drin. "Wir versuchen weiterhin, unsere Kontakte so gut es geht zu reduzieren", erklärt Bauer. So gelte es, diese seltsame Saison noch ordentlich zu beenden – und dann hoffentlich in der nächsten Spielzeit mit einem verjüngten Team wieder anzugreifen, inklusive Familienbesuche bei Auswärtspartien in Bayern.