02. Dezember 2019 / 07:51 Uhr

GSVE Delitzsch verliert tolles Ostderby in Gotha mit 1:3

GSVE Delitzsch verliert tolles Ostderby in Gotha mit 1:3

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Strenger Blick: Trainer Frank Pietzonka gibt seinen Jungs die Richtung vor.
Strenger Blick: Trainer Frank Pietzonka gibt seinen Jungs die Richtung vor. © Alexander Prautzsch
Anzeige

Das Team von Trainer Frank Pietzonka bot gegen die Blue Volleys eine starke Leistung, verliert aber in den entscheidenden Momenten die Nerven. Durch die Niederlage rutschen die Delitzscher auf Rang sieben der Tabelle ab. 

Anzeige
Anzeige

Gotha/Delitzsch. GSVE-Außenangreifer Benedikt Bauer feierte am Samstag seinen 24. Geburtstag. Auf dem Wunschzettel des 1,98-Meter-Mannes, der seit 2014 im Verein ist, als Nachwuchstrainer arbeitet und leidenschaftlich gern in seinem Bully durch die Weltgeschichte düst, stand natürlich auch ein Sieg im Ostderby bei den Blue Volleys Gotha. Angefeuert von fast 60 mitgereisten Fans lieferten sich der GSVE Delitzsch und die leicht favorisierten Thüringer am Samstagabend in der 2. Volleyball-Bundesliga einen harten Fight bei toller Derby-Atmosphäre.

Bauers Wunsch erfüllte sich allerdings nicht, die Gymnasialen unterlagen trotz eines klasse Auftritts mit 1:3 (19:25, 25:21, 24:26, 18:25). „Das war ein super Spiel von beiden Mannschaften, das war richtig krasse Derbystimmung“, sagte Teamkollege Robert Karl, der wieder einmal zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet wurde. Am Ende machten nur ein paar Bälle, die nicht wie gewünscht im Feld aufschlugen, den Unterschied. Und vielleicht auch die eine oder andere strittige Schiedsrichterentscheidung, von der sich die Mannschaft von Coach Frank Pietzonka aus der Ruhe bringen ließ.

Delitzsch vergibt frühe Führung

Im ersten Satz führten die GSVE-Männer mit 6:2, doch im Anschluss bekamen die Gastgeber mehr Zugriff aufs Spiel, glichen auf 13:13 aus, gingen schließlich in Front und ließen sich die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen. „Gotha macht einen hohen Druck, den nicht viele Mannschaften in der Liga machen, gerade im Aufschlagspiel“, erklärt Robert Karl.

Im zweiten Satz schlugen die Riesen vom Lober zurück. Die Führung wechselte zunächst immer wieder hin und her, am Ende zogen die Sachsen – von den eigenen Schlachtenbummlern frenetisch angefeuert – davon. „Da haben wir Gotha emotional überrannt“, so Karl.

Knackpunkt im dritten Satz

Der berühmte Knackpunkt kam am Ende des dritten Satzes. Beim Stand von 24:24 kassiert der GSVE bei eigenem Aufschlag eine rote Karte, wodurch Gotha ein Zusatzpunkt zugesprochen wurde. Das nächste eigene Aufschlagspiel nutzten die Thüringer dann prompt für den entscheidenden Punkt zum 26:24. Danach war bei den Delitzschern die Luft ein wenig raus. Satz vier ging mit 18:25 verloren – was die insgesamt starke Vorstellung allerdings nicht schmälerte.

Die GSVE-Recken rutschten durch die Pleite auf den siebten Platz, was wegen den deutlich mehr absolvierten Spielen als die Konkurrenz aktuell wenig Aussagekraft hat. Zudem verpassten sie den ersten Sieg gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte. Am kommenden Samstag (20 Uhr) schlägt der SV Schwaig in der Artur-Becker-Sporthalle auf. Vielleicht kann sich Bededikt Bauer dann ja über ein verspätetes Geburtstagsgeschenk freuen...

GSVE: Winkler, Venselow, Pietzonka, Bauer, Ahne, Mersch, Pardini-Glaser (K), Maaß, Karl, Fritsche, Lohrisch, Kreißl.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Der Amateurfußball braucht dringend Hilfe! #GABFAF setzt sich bei Verbänden, Politikern und Sponsoren für die Amateurklubs ein. Für vernünftige Duschen, Umkleiden, Plätze, Flutlicht. Für mehr Respekt. Trage Dich hier kostenlos ein, wenn Du dieses Anliegen unterstützt. Du bekommst unseren exklusiven Newsletter und hast jeden Monat die Chance auf 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN