19. November 2020 / 21:00 Uhr

Guardiola, Klopp, Streich: Das sind die zehn dienstältesten Trainer in Europas Top-Ligen

Guardiola, Klopp, Streich: Das sind die zehn dienstältesten Trainer in Europas Top-Ligen

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pep Guardiola (Manchester City), Jürgen Klopp (FC Liverpool) und Christian Streich (SC Freiburg) sind allesamt schon lange als Trainer für ihre Klubs tätig.
Pep Guardiola (Manchester City), Jürgen Klopp (FC Liverpool) und Christian Streich (SC Freiburg) sind allesamt schon lange als Trainer für ihre Klubs tätig. © imago images/PA Images (Montage)
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Nach einigen Wochen der Ungewissheit ist nun klar, dass Pep Guardiola über Sommer 2021 hinaus als Trainer bei Manchester City tätig sein wird. Nach der Vertragsverlängerung des Star-Trainers blickt der SPORTBUZZER auf die zehn dienstältesten Coaches in den fünf europäischen Top-Ligen.

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Star-Coach Pep Guardiola bleibt auch über den kommenden Sommer hinaus bei Manchester City. Nach wochenlangen Spekulationen gab der Premier-League-Klub am Donnerstag bekannt, dass Guardiola seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2023 verlängert hat. In den vergangenen Wochen hatte der 49-Jährige mehrfach bekräftigt, in Manchester bleiben zu wollen. Anlässlich der Vertragsverlängerung von Guardiola blickt der SPORTBUZZER auf die dienstältesten Trainer in den europäischen Top-5-Ligen.

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10. - Pep Guardiola (Manchester City)

Im Sommer 2016 verließ der Katalane den FC Bayern in Richtung Manchester. Zuvor hatte er drei Jahre lang auf der Münchner Trainerbank gesessen. Bei den Citizens ist er seither durchaus erfolgreich. 2018 und 2019 holte er die Meisterschaft in der Premier League, 2019 zudem auch noch den englischen Pokal. Hinzu kommen seit seiner Ankunft bei ManCity auch jedes Jahr die Titel im Ligapokal. Einzig der Triumph in der Champions League gelang ihm, so wie bei den Bayern, noch nicht - bislang war stets im Viertelfinale Endstation. Nach dem Ausscheiden beim Finalturnier in Lissabon im Juni dieses Jahres gab es heftige Kritik, doch in dieser Saison nimmt Guardiola den nächsten Anlauf auf den Henkelpott, den er sich letztmalig 2011 als Trainer des FC Barcelona gesichert hat.

9. - Gian Piero Gasperini (Atalanta Bergamo)

Gasperini wechselte im Juni 2016 innerhalb der italienischen Serie A von CFC Genua zu Atalanta Bergamo. Den aktuellen Klub von Nationalspieler Robin Gosens formte der 62 Jahre alte Italiener zu einer absoluten Top-Adresse in Italien: Platz vier in seiner Debüt-Saison, Platz sieben in der Spielzeit 2017/18 - und zweimal den dritten Platz in den beiden vergangenen Spielzeiten, verbunden mit den ersten Champions-League-Teilnahmen von Atalanta. In der Vorsaison scheiterte der Verein aus der Lombardei erst in der Nachspielzeit des Viertelfinals an Paris Saint-Germain. Gasperinis aktuelles Arbeitspapier läuft noch bis Sommer 2022 inklusive Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr.

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8. - Chris Wilder (Sheffield United)

Im Juni 2016 heuerte Wilder bei Sheffield United an. Der englische Klub spielte seinerzeit in der drittklassigen League One. In seinem ersten Amtsjahr stieg der Engländer direkt in die zweithöchste Spielklasse auf. Nach zwei Spielzeiten in der League Championship gelang Sheffield unter dem heute 53-Jährigen als Tabellenzweiter direkt der Aufstieg in die Premier League. Dort landete das Team in der vergangenen Saison auf dem neunten Platz. Wilder hat bei den "Blades" noch einen Vertrag bis Sommer 2024.

7. - Álvaro Cervera (FC Cádiz)

Der in Äquatorialguinea geborene Spanier übernahm im April 2016 die Geschicke des damaligen spanischen Drittligisten. Im Endspurt der Saison 2015/16 schaffte Cervera mit dem FC Cádiz in den Playoffs den Aufstieg in die zweite Liga. Nach vier Jahren in La Liga B feierte der Klub aus Andalusien dann die Rückkehr ins Oberhaus - nach 14 Jahren. Der 55-jährige Cervera besitzt in Cádiz noch einen Vertrag bis Sommer 2024.

6. - Jürgen Klopp (FC Liverpool)

Der gefeierte deutsche Star-Trainer startete sein Erfolgsprojekt bei den Reds im Oktober 2015. Drei Monate zuvor hatte Klopp nach sieben Jahren und zwei Meisterschaften (2011, 2012) sowie einem DFB-Pokal-Sieg (2012) bei Borussia Dortmund aufgehört. In Liverpool schaffte er direkt in seinem ersten Jahr den Finaleinzug in der Europa League, scheiterte dort allerdings mit 1:3 am FC Sevilla. Insgesamt musste Klopp, ehemals Profi von Mainz 05, in Endspielen den kürzeren ziehen, ehe ihm dann in der Saison 2019/20 gegen Tottenham Hotspur der von ganz Liverpool so sehr ersehnte Champions-League-Triumph gelang. Anschließend holte er auch den UEFA Supercup sowie den FIFA Weltpokal. Im Dezember 2019 gab Liverpool die Verlängerung mit Klopp bis Sommer 2023 bekannt. Mit der Meisterschaft 2020 krönte der Ex-BVB-Coach dann vorläufig seine Ära beim englischen Top-Klub.

5. - José Luis Mendilibar (SD Eibar)

Seit der Saison 2015/16 sitzt Mendilibar auf der Trainerbank von SD Eibar. Mit dem Klub aus dem 27.000-Einwohner-Städtchen im Baskenland schaffte der heute 59-Jährige stets souverän den Klassenerhalt. Es ist bereits seine zweite Amtszeit bei Eibar: In der Saison 2004/05 war Mendilibar bereits eine Spielzeit lang beim damaligen Zweitligisten tätig. In seiner Trainer-Laufbahn coachte der Spanier, der noch bis Sommer 2021 bei seinem aktuellen Verein unter Vertrag steht, insgesamt sieben unterschiedliche Mannschaften in Spanien, darunter auch drei Monate lange (Juni bis Oktober 2005) den baskischen Traditionsverein Athletic Bilbao.

4. - Sean Dyche (FC Burnley)

Dyche ist eine Institution beim aktuellen Premier-League-Klub FC Burnley. Im Oktober 2012 übernahm er den damaligen Zweitligisten, nachdem der FC Watford sich einige Monate zuvor von ihm getrennt hatte. Dort war Dyche (Vertrag bis 2022) zuvor auch Co-Trainer, ehe er seine erste Erfahrung als Chef-Coach in Watford sammelte. Mit Burnley spielte er von 2012 bis 2014 in der zweitklassigen Championship und danach eine Saison lang in der Premier League. Nach dem direkten Abstieg 2015 gelang ihm mit seiner Mannschaft ein Jahr später der Wiederaufstieg. Seit 2016 hält sich Burnley nun in Englands höchster Spielklasse.

3. - Christian Streich (SC Freiburg)

In Deutschland gibt es keinen anderen Verein, der so sehr für Kontinuität auf der Trainerbank steht wie der SC Freiburg. Kein Wunder also, dass Streich schon seit dem 29. Dezember 2011 bei den Breisgauern fest im Sattel sitzt. Seinerzeit löste er den heutigen DFB-Assistenztrainer Marcus Sorg ab. Streich gilt als großer Jugendförderer, nimmt auch regelmäßig Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Sportlich ist er mit den Freiburgern auch durchaus erfolgreich, spielte mit seinem Team 2013/14 in der Gruppenphase der Europa League sowie 2017/18 in der Qualifikation zum europäischen Wettbewerb, schied dort aber in der 3. Runde aus. Der sympathische Südbade stieg mit dem SC zwar 2015 einmal ab, durfte seinen Job allerdings behalten - und schaffte 2016 den direkten Wiederaufstieg in die Beletage. Das Arbeitspapier des 55-Jährigen läuft kommenden Sommer aus.

2. - Diego Simeone (Atlético Madrid)

Was wäre Atlético ohne Simeone? Der impulsive Argentinier spielte zunächst von Sommer 1994 bis Sommer 1996 und erneut von Sommer 2003 bis Januar 2005 für den Klub aus der spanischen Hauptstadt. Dorthin kehrte der heute 50-Jährige dann am 23. Dezember 2011 als Trainer zurück. Zuvor hatte er bei mehreren argentinischen Vereinen, darunter River Plate Buenos Aires, sowie Catania Calcio in Italien gearbeitet. Simeone ist ein Exzentriker, ein Provokateur, dessen Ausraster hinlänglich bekannt sind. Die Erfolge mit den "Colchoneros" geben ihm allerdings recht: 2012 und 2018 gewann Atlético unter seinem Kult-Coach die Europa League, 2013 wurde er spanischer Pokalsieger und 2014 - trotz der immensen Konkurrenz von Stadtrivale Real und dem FC Barcelona - holten die Madrilenen unter Simeone die Meisterschaft in La Liga. Der Kontrakt von "El Cholo" (den Spitznamen hat er von seinem ebenso genannten, aber nicht mit ihm verwandten Landsmann Carmelo Simeone, der in den 70er-Jahren als Trainer aktiv war) läuft noch bis Sommer 2022.

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1. - Stéphane Moulin (SCO Angers)

Der 53 Jahre alte Franzose hält in den europäischen Top-Ligen den Rekord als dienstältester Trainer. Seit Juli 2011 ist Moulin als Trainer bei Angers tätig. Der damalige Zweitligist holte ihn aus der zweiten Mannschaft zu den Profis, wo er seither Jahr für Jahr das Vertrauen erhält. 2015 gelang dem Klub unter ihm dann der Aufstieg in die Ligue 1, seither gelang stets der Klassenerhalt. Sollte Moulin seinen bis Sommer 2022 laufenden Vertrag erfüllen, wäre er dann elf Jahre lang im Amt gewesen - doch eine weitere Verlängerung seines Kontrakts scheint ebenso möglich.