21. August 2020 / 13:38 Uhr

Guilavogui soll Wolfsburg-Kapitän bleiben, VfL-Mannschaftsrat wird noch gewählt

Guilavogui soll Wolfsburg-Kapitän bleiben, VfL-Mannschaftsrat wird noch gewählt

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Josuha Guilavogui wird wohl auch in der kommenden Spielzeit Kapitän des VfL Wolfsburg bleiben.
Josuha Guilavogui wird wohl auch in der kommenden Spielzeit Kapitän des VfL Wolfsburg bleiben. © Getty Images
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Die Saisonvorbereitung beim VfL Wolfsburg läuft auf Hochtouren, und es sieht stark danach aus, dass der Fußball-Bundesligist erneut mit Josuha Guilavogui als Kapitän in die neue Saison geht. Der Mannschaftsrat dagegen wird wohl erst im Oktober gewählt.

Er hatte zuletzt keinen leichten Stand, musste in der Endphase der vergangenen Saison nach einer Knieverletzuzng erst einmal auf der Bank Platz nehmen - an seinem Standing in der Mannschaft hat das aber nichts geändert: Josuha Guilavogui wird wohl auch in der kommenden Spielzeit Kapitän des VfL Wolfsburg bleiben, Trainer Oliver Glasner spricht dem Franzosen das Vertrauen aus. Der Mannschaftsrat, zu dem unter anderem Robin Knoche (jetzt Union Berlin) gezählt hatte, wird jedoch erst im Oktober gewählt.

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Seit 2014 spielt Guilavogui beim VfL, als Kapitän geht der defensive Mittelfeldspieler seit Sommer 2018 voran. Aber nicht nur auf dem Platz, auch privat übernimmt der 29-Jährige Verantwortung. 2019 hatte er in Conakry (Guinea), der Heimat seiner Eltern, zusammen mit seiner Familie ein Waisenhaus für Kinder errichtet. Für Guilavogui - den Wolfsburger Profi mit dem großen Herzen - ging damit ein Traum in Erfüllung.

Casteels' Vorgänger: Die Kapitäne des VfL Wolfsburg seit dem Bundesliga-Aufstieg 1997:

Josuha Guilavogui (ab 2018) Zur Galerie
Josuha Guilavogui (ab 2018) ©

Sportlich hingegen erlebte der Fanliebling nach der langen Corona-Pause eine schwere Zeit. Zunächst hatte er mit Knieproblemen zu kämpfen, dann war er außen vor, spielte gegen den SC Freiburg gar nicht, in Bremen und Mönchengladbach wurde er lediglich eingewechselt. Sowohl im 4-2-3-1 als auch im 4-4-2 hatte Glasner Maximilian Arnold und Xaver Schlager im Mittelfeld den Vorzug gegeben. Dem Kapitän blieb nur die Zuschauerrolle, Unzufriedenheit machte sich bei der Frohnatur breit. Im Saisonfinale gegen den FC Bayern durfte er dann aber mal wieder von Beginn an ran - und Startelfeinsätze könnte es für ihn auch künftig wieder öfter geben.

Denn im 4-4-2 mit Raute ist Guilavogui vor der Abwehr gesetzt, dort lief er auch in den Testspielen gegen Eintracht Braunschweig (0:1) und Phönix Lübeck (2:0) auf - mit Kapitänsbinde. Und die wird er wohl auch in der neuen Saison tragen. "Ich habe keinen Grund, da groß etwas zu ändern. So wie es jetzt aussieht, ist davon auszugehen, dass er Kapitän bleibt", sagte Trainer Glasner am Freitagmittag. Stellvertreter könnten Koen Casteels und Wout Weghorst bleiben.

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Unklarer hingegen ist noch die Besetzung des Mannschaftsrats, der wurde noch nicht gewählt. "Bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster offen. Ich weiß aus fast 30 Jahren Fußball-Erfahrung, dass bis dahin immer noch etwas in beide Richtungen passieren kann. Daher macht das noch wenig Sinn, jetzt zu wählen und dann alle zwei Wochen neu zu wählen", begründet Glasner, der den Rat wie schon bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr nicht selbst bestimmen möchte. Zuletzt hatte sich das Team neben Guilavogui noch für Casteels, Weghorst, Admir Mehmedi und Knoche entschieden.

Aber welchen Stellenwert hat so ein Mannschaftsrat heutzutage überhaupt noch? Für Glasner einen großen. "Ich war selbst 15 Jahre lang im Mannschaftsrat. Ich denke, dass es wichtig ist, vor allem in der Kommunikation mit der Sportlichen Leitung", so der Österreicher, der überwiegend für den SV Ried gespielt hatte. "Die Spieler und das gesamte Trainerteam sind ständig im Austausch. Daher besprechen wir das meiste ziemlich schnell, aber es gibt auch übergeordnete Themen, bei denen man wissen muss, wer sich an wen zu wenden hat.."

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