10. November 2020 / 13:24 Uhr

Ilkay Gündogan wohl DFB-Kapitän - Emotionale Corona-Aussagen zu "weinendem Großvater"

Ilkay Gündogan wohl DFB-Kapitän - Emotionale Corona-Aussagen zu "weinendem Großvater"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan wird die DFB-Elf gegen Tschechien wohl als Kapitän aufs Feld führen.
Ilkay Gündogan wird die DFB-Elf gegen Tschechien wohl als Kapitän aufs Feld führen. © imago images/Christian Schroedter
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Ilkay Gündogan wird die deutsche Nationalmannschaft im Testspiel gegen Tschechien wohl als Kapitän aufs Feld führen. Für den ManCity-Profi wird es ein Comeback - er war zuletzt an Corona erkrankt. Beim Rückblick auf die Infektion wird er emotional.

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In Abwesenheit der geschonten Manuel Neuer und Toni Kroos wird wohl Ilkay Gündogan die deutsche Nationalmannschaft im Testspiel am Mittwochabend in Leipzig gegen Tschechien (20.45 Uhr, RTL) auf das Feld führe. "Wenn ich spiele, gehe ich davon aus, dass ich Kapitän bin", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City am Dienstag: "Aber ich weiß es noch nicht zu 100 Prozent." Mit 39 Länderspielen ist der 30-Jährige der erfahrenste Profi in dem Joachim Löw zur Verfügung stehenden Kader. Der Bundestrainer hielt sich allerdings noch bedeckt, ob Gündogan gegen Tschechien beginnen wird und verwies auf dessen Einsatz am vergangenen Wochenende beim 1:1 zwischen City und dem FC Liverpool.

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"Bei Ilkay muss ich noch sehen. Er war am Sonntag noch bei einem sehr intensiven Spiel auf dem Platz", sagte Löw und kündigte ein Gespräch mit Gündogan im Rahm des Abschlusstrainings am Dienstagabend an. Dabei betonte der 60-Jährige, dass man die Einsatzzeiten des Regisseurs angesichts des folgenden Programms dosieren müsse.

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Gündogan trug die DFB-Binde bisher einmal, aber noch nie von Beginn an. Am 20. März war er beim 1:1 gegen Serbien in den zweiten 45 Minuten Kapitän der deutschen Elf. Mit Blick auf das Spiel gegen Tschechien sagte der frühere Dortmunder: "Ich werde versuchen, mit Leistung voranzugehen. Und wenn ich etwas ansprechen muss, dann werde ich das machen." Für Gündogan ist der anstehende Länderspiel-Dreierpack, der sich mit den Nations-League-Partien gegen die Ukraine und in Spanien fortsetzt, ein Nationalmannschafts-Comeback. Bei den Begegnungen im vergangenen Monat hatte er wegen einer Corona-Infektion gefehlt. Die Erkrankung kommentierte er am Dienstag mit emotionalen Aussagen.

Gündogan über Corona-Erkrankung: "Niemand weiß, wie er damit umgehen soll"

"Es macht nur körperlich, sondern auch psychisch etwas mit einem", sagte der Premier-League-Profi: "Niemand weiß, wie er damit umgehen soll." Gündogan gab dabei auch private Einblicke und berichtete von einem Telefonat mit seinem Großvater in der Türkei. Als Gündogan dabei von seinem positiven Test berichtete, habe dieser "die ganze Zeit geweint." Eine Situation, die den Spieler "unheimlich berührt" hat. "Ich werde das niemals vergessen", sagte Gündogan und betonte, dass er sich daraufhin aus "Liebe und Fürsorge" aufgefordert gefühlt habe, bestmöglich mit der Situation umzugehen.


Inzwischen ist Gündogan aber wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. "Ich habe die Krankheit gut überstanden. Die ersten drei, vier Tage waren schlimm, da da die Symptome am stärksten waren", sagte Gündogan, der zudem gestand, dass die "ersten zwei Wochen nach dem Einstieg ins Training schwierig" gewesen seien. Jetzt sei er aber wieder voll belastbar.