14. Mai 2018 / 18:35 Uhr

Gündogan erklärt sein Treffen mit Erdogan: "Wollte keinen Wahlkampf machen"

Gündogan erklärt sein Treffen mit Erdogan: "Wollte keinen Wahlkampf machen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gündogan und Erdogan
Auch Ilkay Gündogan überreicht Recep Tayyip Erdogan ein Trikot von Manchester City. © Uncredited
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Ein gemeinsames Treffen von Ilkay Gündogan und Mesut Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schlug am Montag hohe Wellen. Am Abend erklärte Gündogan das Treffen in einer Mitteilung.

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Ein Treffen von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sorgte am Montag für mächtig Wirbel. Einen Tag vor der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders hatten sich Özil, Gündogan und Cenk Tosun vom FC Everton mit Erdogan getroffen und dem auf einem dreitägigen Besuch in Großbritannien weilenden Präsidenten signierte Trikots ihrer Vereine FC Arsenal und Manchester City überreicht.

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DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Özil und Gündogan für deren Zusammentreffen mit dem türkischen Präsidenten scharf kritisiert. Bei Twitter schrieb Grindel, der Fußball und der DFB stünden "für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen." Hintergrund: Erdogan hat für den 24. Juni vorgezogene Neuwahlen angesetzt.

Mehr zum Treffen mit Erdogan

Jetzt äußerte sich Gündogan zu dem Treffen. "Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen. Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst", sagte er.

Die Mitteilung im Wortlaut

Zusammen mit Mesut, Cenk und weiteren Sportlern haben wir gestern Abend eine Veranstaltung einer türkischen Stiftung in London besucht. Wir finden es gut, dass es eine Stiftung gibt, die türkische Studenten im Ausland fördert und Ihnen damit eine internationale Karriere ermöglicht.

Wir haben den türkischen Staatspräsidenten am Rande der Veranstaltung getroffen. Aus Rücksicht vor den derzeit schwierigen Beziehungen unserer beiden Länder haben wir darüber nicht über unsere sozialen Kanäle gepostet. Aber sollten wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln – auch als deutsche Staatsbürger - für die Geste der Höflichkeit entschieden.

Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen. Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst.

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