01. November 2019 / 10:51 Uhr

Jauch, Harting, Pechstein: So tippen Promis das Berliner Derby zwischen Union und Hertha BSC

Jauch, Harting, Pechstein: So tippen Promis das Berliner Derby zwischen Union und Hertha BSC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
So stehen Prominente zum Derby zwischen Union und Hertha.
So stehen Prominente zum Derby zwischen Union und Hertha. © Andreas Gebert, Andreas Gora, Marcus Höhn, Kay Nietfeld, Daniel Reinhardt, Hendrik Schmidt, Sören Stache/SPORTBUZZER-Grafik
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Vor dem ersten Derby in der Bundesliga zwischen Union Berlin und Hertha BSC haben Prominente verraten, wem sie die Daumen drücken.

Das erste Berliner Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC in der Bundesliga elektrisiert auch die Prominenten in und um die Hauptstadt. Am Samstag (18.30/im SPORTBUZZER-Liveticker) empfängt der Aufsteiger aus Köpenick den Klub aus dem Westen Berlins. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur beschreibt Fernsehmoderator Günther Jauch, wie er vor mehr als 50 Jahren sein erstes Hertha-Spiel sah. Diskus-Olympiasieger Robert Harting berichtet, was er an Union schätzt. Und Sänger Max Raabe findet auf die Frage, wem er die Daumen drückt, eine dritte Antwort.

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Günther Jauch (63), Fernsehmoderator: „Ich freue mich sehr auf das Spiel und bin, weil ich ja in West-Berlin aufgewachsen bin, fußballmäßig durch Hertha sozialisiert worden. Mein erstes Spiel war von Hertha 1968 gegen den SV Alsenborn, 90 000 Zuschauer, und ich saß im Oberring. Da kostete die Karte 1 Mark. Seitdem bin ich Hertha Fan. Es ist klar, dass Hertha absoluter Favorit ist, und ich drücke ihnen auch die Daumen. Dennoch finde ich es im Sport immer super, wenn dem Underdog eine Überraschung gelingt. Da sie im Stadion von Union spielen, wird es Hertha schwer haben, ich tippe auf ein 2:2.“

Robert Harting (35), Diskuswurf-Olympiasieger: „Auf meiner Mütze steht: Berlin sieht rot! Und die Mütze werde ich am Samstag beim Derby natürlich aufsetzen. Ich bin seit 2009 Union-Sympathisant. Richtig verliebt habe ich mich als Zuschauer im Olympiastadion, da saß ich 2011 genau an der Mittellinie – und Union hat das Derby gegen Hertha mit 2:1 gewonnen. Ich habe viele Unioner als Freunde. An dem Verein schätze ich diese klare Haltung, zu der man steht, dass man sich über die ganzen Jahre nicht verbiegt. Das ist Union-Kultur - die war, ist und bleibt. Da habe ich Ehrfurcht und Respekt.“

In Bildern: So liefen die bisherigen Derbys zwischen Hertha BSC und Union Berlin.

Wir haben für euch die bisherigen Derbys zwischen Hertha BSC und Union Berlin zusammengefasst. Die Duelle der jeweiligen Vorgängervereine bis zur Gründung des 1. FC Union im Jahr 1966 werden jedoch außer Acht gelassen. Zur Galerie
Wir haben für euch die bisherigen Derbys zwischen Hertha BSC und Union Berlin zusammengefasst. Die Duelle der jeweiligen Vorgängervereine bis zur Gründung des 1. FC Union im Jahr 1966 werden jedoch außer Acht gelassen. ©

Claudia Pechstein (47), fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin: „Ich lebe jetzt schon seit einigen Jahren in Köpenick. Da ist es klar, dass ich Union die Daumen drücke.“

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Max Raabe (56), Sänger und Entertainer: „Hertha oder Union? Dortmund!“

Klaus Lederer (45/Linke), Senator für Kultur und Europa: „Meine Daumen sind fest für Union gedrückt. Das hat bei mir wenig mit Kenntnis von Profi-Fußball und nichts mit Ost-West zu tun, es sind die coolere Stimmung, das tollere Stadion und die herzlichere (Fan-)Kultur ausschlaggebend.“

Kaweh Niroomand (66), Manager Volleyball-Bundesligist Berlin Volleys: „Ich werde neutral bleiben. Ich drücke beiden Mannschaften die Daumen für ein großes Fußballfest. Das wird ein riesiges Sportereignis, die ganze Stadt wird darüber reden. Es ist auch eine große Sache für die Fans. Hertha hat den Anspruch, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, aber Union ist Aufsteiger und hat ein Heimspiel, was auch einen gewissen Vorteil mit sich bringt.“

Mehr zu beiden Vereinen

Marco Baldi (57), Geschäftsführer Basketball-Bundesligist Alba Berlin: „Ich gehe lieber zum Basketball-Spiel unserer Frauen. Ich verstehe die Aufregung. Und ich freue mich total, dass Union oben ist. Ich freue mich auch auf das Derby, aber für die Sportstadt Berlin hat dieses Derby keine größere Bedeutung.“

Bob Hanning (51), Geschäftsführer Handball-Bundesligist Füchse Berlin: „Erst einmal bin ich froh, dass es überhaupt ein Lokalderby in der ersten Liga gibt. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ich durch die Freundschaft zu (Hertha-Finanzgeschäftsführer) Ingo Schiller von Kind auf Hertha-Fan bin. Ich drücke Union immer die Daumen, nur eben nicht in den Spielen gegen Hertha.“

André Rankel (34), Kapitän Eisbären Berlin, wuchs in West-Berlin auf, wechselte 2003 von den Preussen/Capitals zu den Eisbären:
„Mir fällt dazu ein, dass sie jetzt zum ersten Mal in der ersten Liga gegeneinander spielen. Bis jetzt war das in der Mannschaft noch kein Thema, vielleicht wird es ja noch eins. Ich wäre eher für Union, weil ein guter Freund von mir da spielt [Neven Subotic]. Deswegen hoffe ich, dass die gewinnen, aber es gibt sonst keine Präferenzen.“

In Bildern: Seitenwechsel: Diese Spieler spielten für Hertha BSC und Union Berlin.

Das erste Hauptstadt-Derby in der Bundesliga zwischen Union Berlin und Hertha BSC steht an. Wir schauen, welche Spieler schon für jeweils beide Vereine gespielt haben. Zur Galerie
Das erste Hauptstadt-Derby in der Bundesliga zwischen Union Berlin und Hertha BSC steht an. Wir schauen, welche Spieler schon für jeweils beide Vereine gespielt haben. ©

Hermann Parzinger (60), Präsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Als geborener Münchner bin ich natürlich Fan des FC Bayern und sehe einem Berliner Derby sehr entspannt entgegen. Ich muss allerdings sagen, dass mich die Leidenschaft des FC Union enorm beeindruckt. Erst der Aufstieg in die erste Liga, dann der Sieg gegen den BVB (was den Bayern-Fan besonders freut), derzeit kein schlechter Tabellenplatz für einen Erstaufsteiger, das kann sich sehen lassen. Die Hertha dürfte favorisiert sein, ohne dass das viel heißen muss. Insofern drücke ich diesmal Union die Daumen.“

Wolf Hogekamp (58), Slam Master und Gründungsvater der deutschen Poetry-Slam-Szene: „Ich drücke Union die Daumen, weil sie die Underdogs sind. Auch die Fans sind cool. Bin ab und zu im Stadion bei Union und fühle mich besonders wohl, weil Nazis da keine Chance haben. Grundsätzlich gilt: es ist megasuper, dass wir ein erstklassiges Stadtduell haben.“

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