18. Oktober 2020 / 19:44 Uhr

Guski-Viererpack: BSC Preußen 07 gewinnt Derby deutlich

Guski-Viererpack: BSC Preußen 07 gewinnt Derby deutlich

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
Der BSC Preußen konnte einen 5:0-Derbysieg bei Phönix Wildau feiern.
Der BSC Preußen konnte einen 5:0-Derbysieg bei Phönix Wildau feiern. © Privat
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Landesliga Süd: Der BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow setzt sich bei der SG Phönix Wildau mit 5:0 durch.

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In der Fußball-Landesligabegegnung des siebenten Spieltages gewann der BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow bei der SG Phönix Wildau 95 am Sonnabendnachmittag klar mit 5:0 (1:0). Überragender Akteur der Partie war BSC-Offensivmann Norman Guski, der vier Treffer erzielte – drei davon nach dem Seitenwechsel innerhalb von nur 14 Minuten. Die Preußen sind nun Vierter der Tabelle der Staffel Süd, Wildau belegt den siebenten Platz.

„Meine Mannschaft hat bewiesen, wie gut sie Fußball spielen kann, wenn sie konzentriert zu Werke geht“, sagte BSC-Trainer Mirko Schult. „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Wir haben sofort Druck gemacht und schnell nach vorne gespielt. Leider haben wir in der ersten Hälfte verpasst, mehr Tore zu schießen.“ In der ersten Halbzeit war auch Wildau mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Letztlich sorgte der BSC aber für einen Kantersieg. „Wir haben gezeigt wo wir hinwollen“, betonte Schult. „Jetzt müssen wir dranbleiben.“

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Schon mit Beginn der Partie sah man den Drang der Gäste, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Bereits nach drei Minuten prüfte der Blankenfelder Marvin Westenberger den Wildauer Torwart Niklas Schermer mit einem guten Abschluss aus 15 Metern. Deutlich sah man die individuelle Klasse der BSC-Kicker und deren gutwa Spielverständnis. Doch auch die Wildauer hielten ordentlich dagegen, ließen sich kaum nach hinten reindrängen und starteten ihrerseits auch Gegenangriffe.

Tobias Wieczorek verpasste dabei das Tor nach zwölf Minuten bei seinem Schuss aus gut 18 Metern nur knapp. Doch in der 22. Spielminute die Führung für die Gäste: Norman Guski wurde nach schöner Kombination im Wildauer Strafraum freigespielt und schloss zum 1:0 ab. Gleich nach dem Wiederanpfiff fiel fast der Ausgleich. Wieczorek setzte sich auf der linken Seite durch und bei seiner Hereingabe auf Maurice Duhme mussten schon Verteidiger und Torwart gemeinsam zur Ecke klären. Danach schafften es die Wildauer, den Druck aus dem Spiel der Gäste zu nehmen, bis zur Halbzeit war es eine fast ausgeglichene Partie. Nur noch Erick Nillson Romano hatte in der 41. Minute eine gute Kopfballgelegenheit.

Aus der Pause kamen die Preußen nun noch druckvoller und belohnten sich auch mit ihrem zweiten Treffer. Erneut Guski wurde mit einem guten Steilpass ins Zentrum in Szene gesetzt, bei seinem Alleingang aufs Wildauer Tor ließ er Schermer keine Chance (52.). Die Wildauer Abwehr hatte sich danach noch nicht richtig wiedergefunden, da klingelte es erneut. Ramiz Lukassek setzte sich an der rechten Grundlinie durch und bei seiner Eingabe stand wieder Guski goldrichtig und verwandelte zum dritten Treffer (54.). Wildau gab aber noch nicht auf. Ronny Brendel ging in der 55. Spielminute aufs Gästetor und wurde vom gegnerischen Abwehrspieler mit den Händen am Abschluss gehindert, ein möglicher Strafstoßpfiff blieb aber aus. Und auch der eingewechselte Marcel Babinowsky verpasste bei einer scharf getretenen flachen Freistoßeingabe das Tor nur knapp (62.).

BSC Preußen empfängt nun Spitzenreiter Germania Schöneiche

Doch dann waren die Gäste wieder am Zug. In der 66. Spielminute traf Guski zum vierten Mal, als er ein Zuspiel von der linken Grundlinie verwertete. Und auch noch Lucas Jokisch konnte sich in die Torschützenliste eintragen, als er ein Zuspiel von Westenberger von der rechten Grundlinie aus dem Gewühl zum fünften Treffer für die Gäste vollendete (69.). Die Niederlage fiel aus Wildauer Sicht zu hoch aus, die Leistung war nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Aber die Preußen nutzten ihre Klasse eindrucksvoll aus.

Und auch die folgende Szene war durchaus typisch für das Spiel: Als der Wildauer Brendel in der 75. Minute alleine aufs Tor ging, lenkte Torwart Maximilian Möller das Leder noch gerade mit den Fingerspitzen an den linken Pfosten. Ein Treffer für die Hausherren an diesem Tag wollte nicht fallen. Die Preußen waren somit überlegen und hatten verdient gewonnen. Am kommenden Wochenende empfängt Blankenfelde-Mahlow nun Spitzenreiter Germania Schöneiche. „Wir freuen uns“, sagte Mirko Schult, „und wollen dort weitermachen, wo wir aufgehört haben.“