12. Mai 2020 / 21:35 Uhr

Gut für Lok Leipzig: Die meisten Regionalligisten wollen Quotientenregelung

Gut für Lok Leipzig: Die meisten Regionalligisten wollen Quotientenregelung

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Die Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzig bejubeln einen Heimsieg gegen Energie Cottbus in der Regionalliga Nordost.
Die Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzig bejubeln einen Heimsieg gegen Energie Cottbus in der Regionalliga Nordost. © imago images
Anzeige

Die meisten Fußballclubs der Regionalliga Nordost wollen die Saison beenden und die Tabelle mit Hilfe der Quotientenregelung werten. Das ergab eine Videokonferenz am Dienstag. Ein solches Prozedere würde Lok Leipzig zum neuen „nordostdeutschen Meister“ machen.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Geht es nach der Mehrheit der Vereine der Regionalliga Nordost, soll der 1. FC Lok Leipzig zum Staffelmeister gekürt werden. Das ist die Erkenntnis aus einer Videokonferenz aller Vereine der Ost-Staffel mit den Vertretern des Nordostdeutschen Fußballverbandes, bei der sich die meisten Clubs dafür ausgesprochen haben, die Saison nicht zu Ende spielen und mit Hilfe der Quotientenregelung zu werten.

Doch das Gebot der Stunde heißt: Warten. Bevor nicht geregelt ist, wie der Deutsche Fußballbund mit der dritten Liga verfährt,sind den vierten Ligen die Hände gebunden. Der DFB will weiterspielen lassen, viele Vereine wollen den Abbruch. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Lok-Hinsieg gegen Energie Cottbus

Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. Zur Galerie
Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. © Picture Point

Viel Zeit bleibt nicht mehr, soll die Regionalliga-Spielzeit bis zum 30. Juni ausgespielt werden. Neun Spieltage in weniger als acht Wochen erscheinen für die halbprofessionellen Clubs der vierten Liga unrealistisch. NOFV-Präsident Erwin Bugar ließ bereits durchblicken, dass die Saison auslaufen könne. Und so verdichten sich die Anzeichen für einen Leipziger Staffelsieg. Aufgestiegen wäre der Traditionsverein jedoch noch nicht.

Weitere Meldungen zur Regionalliga Nordost

Einerseits, weil den Probstheidaern die Lizenz bisher verweigert wurde. Und andererseits, weil noch Relegationsspiele ausstehen. Auf den Ostsieger wartet ein Vertreter der Regionalliga West. Es ist wenig überraschend, dass dieser ebenfalls noch nicht geklärt ist. Stand jetzt wäre der Tabellenzweite SC Verl Relegationsgegner, da Spitzenreiter Rödinghausen nicht aufsteigen möchte. Doch auch das wackelt noch. Die Verfolger Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen haben beim Westdeutschen Fußballverband vorgeschlagen, untereinander den Gegner für ein darauffolgendes Entscheidungsspiel gegen Verl zu bestreiten.

Ein Szenario, welches an das vom NOFV vorgeschlagene Final Four mit Lok, VSG Altglienicke, Energie Cottbus und Hertha II erinnert. Diese Möglichkeit wurde gestern jedoch verworfen, zeitlich sei ein solches Event nicht mehr umsetzbar.