05. Dezember 2022 / 14:25 Uhr

Gvardiol, Kamada und Co.: Wie die Bundesliga-Profis von Kroatien und Japan ihren Marktwert steigern

Gvardiol, Kamada und Co.: Wie die Bundesliga-Profis von Kroatien und Japan ihren Marktwert steigern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kroatiens Borna Sosa (links) und Josko Gvardiol treffen auf die Japaner Ritsu Doan und Daichi Kamada (rechts).
Kroatiens Borna Sosa (links) und Josko Gvardiol treffen auf die Japaner Ritsu Doan und Daichi Kamada (rechts). © IMAGO/Shutterstock/AFLOSPORT/MB Media Solutions (Montage)
Anzeige

Im Achtelfinal-Duell zwischen Kroatien und Japan könnten 13 Profis aus der Bundesliga zum Einsatz kommen. Spieler wie Josko Gvardiol von RB Leipzig oder Ritsu Doan vom SC Freiburg sorgten bereits für Schlagzeilen – und lassen ihre Marktwerte in die Höhe schießen.

Beim großen Bundesliga-Treffen zwischen Kroatien und Japan bei der WM in Katar am Montag (16 Uhr/ZDF und Magenta TV) stehen insgesamt 13 Deutschland-Legionäre im Aufgebot der beiden Teams. Einige davon sorgten bei dem Turnier bereits für positive Schlagzeilen. Die Bundesliga-Manager dürfen sich schon jetzt über den gestiegenen Marktwert ihrer Spieler freuen. Wie etwa im Fall von Josko Gvardiol vom DFB-Pokalsieger RB Leipzig

Anzeige

"Er ist der beste Verteidiger der Welt", schwärmte Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic nach dem 0:0 gegen Belgien: "Er ist erst 20. Wenn er jetzt noch nicht die Nummer 1 sein sollte, dann wird er es werden." Auf bis zu 100 Millionen Euro wird der Marktwert des Verteidigers bereits taxiert, zahlreiche Top-Klubs wie der FC Chelsea, Manchester City und Juventus Turin sollen an dem bis 2027 an Leipzig gebundenen Gvardiol interessiert sein.

Ähnlich verhält es sich bei Borna Sosa, der dem VfB Stuttgart bei einem Transfer die leeren Kassen füllen könnte. Schon im Sommer soll Serie-A-Klub Atalanta Bergamo bis zu 20 Millionen Euro für den Linksverteidiger, den Ex-VfB-Sportdirektor Sven Mislintat mit David Beckham verglichen hatte, geboten haben. Auch der FC Barcelona wurde als neuer Klub gehandelt. "Ich habe es nicht eilig, mich zu verändern. Natürlich will jeder Spieler seine Karriere weiterentwickeln. Ich bin mir sicher, dass es nach der WM auch bei mir so sein wird", sagte Sosa der L'Equipe. Bei den drei weiteren Bundesliga-Akteuren im kroatischen Kader sind hingegen nicht so schnell Veränderungen zu erwarten.

Jakic und Kramaric in der Bundesliga gesetzt

Josip Stanisic ist nach seinem Sprung aus der Jugend des FC Bayern zu den Profis alles andere als unzufrieden mit seiner Rolle bei den Münchnern. Zwar ist der 22-Jährige in erster Linie der Backup von Benjamin Pavard, doch FCB-Trainer Julian Nagelsmann setzte den Rechtsverteidiger schon in zwölf Spielen ein. Stammspieler in ihren Klubs sind hingegen Defensivspieler Kristijan Jakic bei Eintracht Frankfurt und auch Andrej Kramaric bei der TSG Hoffenheim. "Es passt hier einfach, und dafür bin ich sehr dankbar. Und sollte ich doch irgendwann einmal weggehen, werde ich sehr gerne hierher zurückkehren. Aber was die Zukunft wirklich bringen wird, das bleibt abzuwarten", sagte der Angreifer zuletzt im Interview mit dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

Anzeige

Auch auf japanischer Seite rücken nach den überraschenden Siegen gegen die Schwergewichte Deutschland und Spanien die Spieler auf der Weltbühne ins Rampenlicht. War der Frankfurter Daichi Kamada als Europa-League-Sieger bereits ein internationaler Star, haben weitere Teamkollegen auf sich aufmerksam gemacht. Wie der Freiburger Ritsu Doan, der gegen beide Top-Gegner als Joker traf. Sogar Ao Tanaka vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ist plötzlich ein Held, er erzielte das für den Gruppensieg entscheidende 2:1 gegen Spanien.

Schalke-Abwehrspieler Yoshida überzeugt als Kapitän

Überraschend ist auch, wie Maya Yoshida von Schalke 04 bei der WM performt. Gegen die Offensiv-Abteilungen von Deutschland und Spanien hatte der 34 Jahre alte Kapitän der Japaner nur wenig Probleme und überzeugte in Katar im Vergleich zu seinem ersten halben Jahr in Gelsenkirchen. Rechnen konnte man bei der WM auch nicht unbedingt mit dem Ex-Schalker Ko Itakura. Der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach war lange verletzt, stand bei der WM aber dreimal in der Startelf - gegen Kroatien fehlt er gelbgesperrt. Neben Kamada, Doan, Tanaka, Yoshida und Itakura stehen bei Japan auch noch Hiroki Iro und Wataru Endo (beide VfB Stuttgart) sowie Takuma Asano (VfL Bochum) im Aufgebot.

Von den Asiaten träumt besonders Endo auch ganz offen von einer Zukunft in der Premier League. "Das Ziel England habe ich noch immer im Kopf. Vor allem möchte ich einmal in der Champions League spielen, das sage ich ganz offen", sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler dem Kicker. Erstmal wollen die Deutschland-Legionäre aber die WM-Bühne weiter nutzen.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis