21. Juli 2021 / 23:14 Uhr

GW Siebenbäumen schlägt den Ratzeburger SV und steht im Kreispokalfinale

GW Siebenbäumen schlägt den Ratzeburger SV und steht im Kreispokalfinale

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Maurice Fiedler zieht mit GW Siebenbäumen ins Pokalfinale ein.
Maurice Fiedler zieht mit GW Siebenbäumen ins Pokalfinale ein. © Agentur 54°
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Siebenbäumen zieht dank eines 6:2-Erfolges ins Pokalfinale ein. RSV sammelte während der Partie Spenden für verstorbenen Tim Braun vom SV Hamberge.

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Vor knapp 300 Zuschauern am Ratzeburger Riemannsportplatz setzte sich der Landesligist am Ende deutlich durch. Der RSV sammelte während des Spiels Spenden für die Hinterbliebenen des kürzlich verstorbenen 27-jährigen Sportkameraden des SV Hamberge und werden diese Spende in Kürze übergeben.

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Grün-Weiß Siebenbäumen setzte sich vergangenen Samstag in Breitenfelde nach Verlängerung mit 2:0 durch, während Kreisligist RSV ebenfalls nach Verlängerung beim Ligakonkurrenten TSV Gudow gewann (2:1). Die Löwen bezahlten den Sieg teuer, denn sowohl Stammkeeper Jannik Rehmeier, als auch Siegtorschütze und Führungsspieler Nick Jenzen sahen den roten Karton und waren für das Halbfinale gesperrt. Beiden Teams fehlten darüber hinaus wichtige Stützen. GWS musste auf Kapitän Timo Dankert verzichten. Auch Julian Brückner und Ugur Dagli durften nur zusehen. Beim RSV fehlten zusätzlich zu den Gesperrten die Stammkräfte Niklas Boyn, Christian Hoffmann und Marcus Daunus urlaubsbedingt, sowie Neuzugang Lennart Jacobsen (beruflich), Innenverteidiger Alexander Rudolph und Torjäger Sven Knuth.

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Die erste Chance der Partie gehörte gleich den Gastgebern. Nach einem Stockfehler in der Abwehr war RSV-Stürmer Fynn Daunus frei durch, scheiterte jedoch an GWS-Keeper Moritz Nagorny, der den auf der Bank weilenden Stammkeeper Yilmaz Caglar vertrat. Besser machten es die Gäste, die nach einer Viertelstunde durch Levent Meydaner zur Führung kamen (14.). Die Gastgeber blieben weiterhin übers Umschaltspiel gefährlich, ließen jedoch gute Möglichkeiten zum Ausgleich durch den agilen Lewis Vieth liegen. Bei einem gefährlichen Kopfball von Simon Taube stieß dieser mit seinem Gegner zusammen, blieb blutend liegen, musste behandelt werden und kehrte etwa fünf Minuten später mit einem Turban aufs Feld zurück.

Siebenbäumen erstickt jede RSV-Hoffnung im Keim

Quasi mit dem Pausenpfiff stellte GWS per Kopfball von Lasse Schönwald auf 0:2 und die Weichen auf Pokalfinale (45.+2). GWS brachte zum zweiten Durchgang Jonni Jahnke für Ex-RSVer Andreas Paulsen und brauchte nur vier Minuten für die komfortable 3:0-Führung. Als Torschütze trug sich mit Jonah Vogt ein weiterer Ex-Ratzeburger in die Torschützenliste ein. Der RSV gab sich jedoch nicht auf und wurde belohnt, als Jannik Edler frei vor Nagorny auftauchte und zum 1:3-Anschlusstreffer einnetzte (56.). Die gerade aufkeimenden Hoffnungen des Ratzeburger Publikums wurden jedoch schon im Gegenzug erstickt. Ein sehenswerter Schlenzer von Neuzugang Benedict Schroeder aus 25 Metern ließ RSV-Schlussmann Linas Asmussen keine Chance (57.) und wiederum 60 Sekunden später gelang Maurice Fiedler beim 1:5 ein nahezu identischer Treffer wie jener von Schroeder (58.).

Taube trifft trotz Platzwunde zum 2:5

Beim RSV kamen nun Matz Schmidt, Daniel Meier (je 62.), Jonah Lubenow (67.) und Lamin Suwareh (74.) in die Partie, GWS brachte Yao Ouattara (69.) und Jan Prüßmann (77.). Trotz im ersten Durchgang noch klaffender Platzwunde wuchtete sich RSV-Verteidiger Simon Taube in der 78. Minute noch einmal hoch und verkürzte auf 2:5. Kurz vor Schluss verwehrte Schiedsrichter Rasmus Dittmer dem RSV einen vermeintlichen Strafstoß, als Lewis Vieth unsanft gestoppt wurde. Im Gegenzug sorgte ein Fehlpass von Philipp Gosch zum einlaufenden Jonah Vogt für den 2:6-Endstand.

GWS-Trainer Plähn konnte erneut Lehren aus dem Spiel ziehen

„Am Ende war es ein souveräner Einzug ins Finale gegen einen mutig und frech aufspielenden Gegner. Der RSV hat uns wieder mal neue Erkenntnisse gebracht und Defizite aufgedeckt. Wir freuen uns über den Finaleinzug und wollen am Wochenende natürlich gewinnen“, resümierte GWS-Coach Manuel Plähn nach der Partie.

RSV trotz Niederlage zufrieden

Jan Weluda vom Ratzeburger SV sagte: „Es war ein verdienter Sieg für Siebenbäumen, bei dem man in vielen Situationen den Klassenunterschied gemerkt hat. Aber meine Mannschaft hat nie aufgesteckt und hat alles reingeworfen. Zeitweise haben wir gute Aktionen gezeigt. Leidenschaft und Willen haben gepasst, sodass wir positiv aus diesem Spiel herausgehen.

Finale gegen SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg

GWS tritt nun bereits am kommenden Samstag im Endspiel bei der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg an, das sein Finalticket durch einen 3:1-Auswärtssieg bei der SG Mustin-Schlagsdorf löste.

RSV: Asmussen – L. Behnk (62. Schmidt), S. Behnk, Taube – Gosch, Edler, Fust (67. Lubenow), Zander – Vieth, Daunus (74. Suwareh), Koenig (62. Meier).

GWS: Nagorny – Paulsen (46. Jahnke), Schönwald (69. Ouattara), Musbau (77. Prüßmann), Mildner – Schroeder, Vogt, Fiedler – Kurt, Todt, Meydaner.e