13. Januar 2021 / 15:29 Uhr

GW Siebenbäumen widerspricht Gerüchten um finanzielle Probleme

GW Siebenbäumen widerspricht Gerüchten um finanzielle Probleme

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Vorsitzender Marco Kalcher (l.) und Ehrenvorsitzender und Sponsor Carsten Wegener, der den Verein auch in der kommenden Spielzeit unterstützen wird.
Vorsitzender Marco Kalcher (l.) und Ehrenvorsitzender und Sponsor Carsten Wegener, der den Verein auch in der kommenden Spielzeit unterstützen wird. © Volker A. Giering
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Hauptsponsor Wegener bleibt an Bord. Auch wenn jeder Cent umgedreht werden muss, ist Vorsitzender Marco Kalcher optimistisch. Kaderplanung laufen bereits.

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Vor der Saison wurden bei Landesligist Grün-Weiß Siebenbäumen ehrgeizige Ziele formuliert. „Wir wollen in die Oberliga“, hatten sich die Lauenburger Verantwortlichen auf die Fahne geschrieben. Es wurde ein konkurrenzfähiger Kader zusammengestellt. Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte über angeblich finanzielle Probleme.

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Hauptsponsor gibt Zusage

„Ich kann mir vorstellen, woher diese Gerüchte kommen“, sagt Vorsitzender Marco Kalcher spontan auf Nachfrage. „Wir fangen mit den Gesprächen mit den Spielern für die kommende Saison 2021/22 an und haben im Vorwege durchblicken lassen, dass wir unter gewissen Umständen nicht das gleiche Budget wie zuletzt zur Verfügung haben.“ Dass die Lichter auf dem Dorf ausgehen, dementiert der 43-Jährige vehement – ganz im Gegenteil. Kalcher kann vermelden, dass Hauptsponsor Carsten Wegener an Bord bleibt. „Er wird sein Engagement über die Saison hinaus fortsetzen“, betont Kalcher und merkt an: „Carsten ist keiner, der mal hü und einmal hott sagt.“

Mer von Grün-Weiß Siebenbäumen

Wegener hält sich im Hintergrund

Wegener stammt aus Siebenbäumen und hat den Verein bis vor einem Jahr als 1. Vorsitzender angeführt. Dieses Amt übte er insgesamt acht Jahre aus. Zuvor war er vier Jahre als 2. Vorsitzender aktiv. Wegener, der eine Massivbau-Firma betreibt, war in 2020 aus zeitlichen und beruflichen Gründen zurückgetreten und wurde schließlich aufgrund der langjährigen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Wer Wegner kennt, weiß ihn als angenehmen Zeitgenossen zu schätzen. Im Gegensatz zu anderen Gönnern hält er sich im Hintergrund, redet nicht in das Tagesgeschäft herein oder will gar die Mannschaft selbst aufstellen. Wegner geht es um das Ganze – um seinen Heimatverein.

Kalcher sieht generelle Probleme bei andauernden Lockdown

„Bei uns geht es normal weiter! Wir sind nicht pleite und haben keine Schulden“, erklärt Kalcher weiter. „Abzuwarten bleibt allerdings, was die Corona-Pandemie generell mit unseren anderen Sponsoren macht. Nicht wenige müssen gucken, wie sie ihr Geschäft nach dem Lockdown wieder in Gang bekommen oder wie es weitergeht, wenn der Lockdown eventuell über den 31. Januar hinaus verlängert werden sollte. Ich glaube, dass andere Klubs vor ähnlichen Herausforderungen stehen beziehungsweise Probleme bekommen werden. Ich gehe davon aus, dass künftig jeder Euro zweimal umgedreht werden muss.“

Kaderplanungen laufen bereits

Fest steht, dass das Coronavirus den Fußball bedroht und sich die Lauenburger in guter Gesellschaft befinden. Die Corona-Krise könnte für manch einen Verein aus dem Amateurfussball sogar das Aus bedeuten. Die genannten Vorgespräche mit den Spielern führt derweil Trainer Manuel Plähn. Der 33-Jährige soll weiter an den Klub gebunden werden. „Wir sind mit der Arbeit des Trainerteams zufrieden und würden gern in dieser Konstellation weiterarbeiten“, sagt Kalcher und will im Idealfall an den Aufstiegsambitionen festhalten.