17. März 2019 / 18:53 Uhr

GWD Minden vermasselt Torge Greve das Debüt

GWD Minden vermasselt Torge Greve das Debüt

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
GWD Minden will auch eine Woche nach dem deutlichen Sieg gegen den VfL Gummersbach wieder jubeln. 
GWD Minden kann nach dem Sieg gegen den VfL Gummersbach wieder jubeln. © uk/Archiv
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GWD Minden hat durch einen 25:20 (14:8)-Erfolg beim VfL Gummersbach den Turnaround eingeleitet. Durch souveräne erste 50 Spielminuten und eine geschlossene Mannschaftsleistung durften sich die Gäste sogar eine schwache Schlussphase erlauben, in der nur noch zwei Tore gelangen.

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Beide Mannschaften wollten dieses wichtige Spiel aus unterschiedlichen Gesichtspunkten gewinnen. Während die Weserstädter seit Weihnachten gegen einen Abwärtstrend ankämpfen, benötigen die Gummersbacher jeden Punkt gegen den erstmaligen Abstieg aus dem Handball-Oberhaus. Das Spiel hatte für beide Teams besondere Vorzeichen“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens. Der VfL zog vor fünf Tagen den letzten Joker, lockte Trainer Torge Greve vom Zweitligisten VfL Schwartau-Lübeck ins Bergische Land. Geholfen hat es freilich noch nichts.

GWD erwartete die Gastgeber mit wechselnden Abwehrformationen, nahm wie im Hinspiel Mittelmann Pouya Norouzi aus dem Spiel und stellte auch den Rückraum des VfL zu. Zudem parierte Espen Christensen 47 Prozent der Gummersbacher Versuche. „Das Zusammenspiel der Torhüter mit der Abwehr hat gut funktioniert“, freute sich der GWD-Coach.

Das Spiel war hart umkämpft und auch von Verletzungen geprägt. Während Christoffer Rambo VfL-Keeper Carsten Lichtlein mit einem Kopftreffer bis zur Pause aus dem Spiel nahm, musste auf Mindener Seite Marian Michalczik nach einem Zusammenprall passen und wurde ab der elften Spielminute geschont. Kevin Gulliksen sorgte durch einen Konter für eine beruhigende 8:4-Führung (17.). Das sorgte sorgte beim Gegner für noch mehr Hektik und Nervösität. „Wir haben den Ball nicht ins Tor bekommen, dadurch haben wir die nötige Sicherheit nicht bekommen“, sagte Greve, der zahlreiche technische Fehler seines Teams mitansehen musste. GWD Minden zog bis zur Pause auf 14:8 davon. „Wir waren einfach zu ängstlich“, räumte VfL-Rückraumspieler Florian Baumgärtner ein.

Daran änderte sich auch nach der Pause wenig. Trainer Greve versuchte seiner Mannschaft durch den siebten Feldspieler mehr Sicherheit zu geben, GWD traf dreimal ins leere Gummersbacher Tor und lag beim 19:9 bereits 20 Minuten vor dem Abpfiff mit zehn Toren in Führung. Anton Mansson erhöhte auf 24:13 (48.), ehe der Dino der Bundesliga durch einen 8:2-Lauf Ergebnis-Korrektur betrieb, die Selbstvertrauen für den Kampf gegen den Abstieg geben soll. „Darüber war ich nicht so glücklich. Dennoch bin ich heute sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Carstens. GWD erwartet am Sonntag den SC Magdeburg und wird sich erneut steigern müssen, wenn der Aufwärtstrend weitergehen soll.

GWD: Korte 4, Rambo 4, Gulliksen 3, Doder 3, Savvas 3, Gullerud 2, Staar 2, Zvizej 1/1 Siebenmeter, Michalczik 1, Pusica 1, Mansson 1.

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