24. April 2021 / 17:42 Uhr

Haaland bestraft Fehler: VfL Wolfsburg geht gegen Borussia Dortmund leer aus

Haaland bestraft Fehler: VfL Wolfsburg geht gegen Borussia Dortmund leer aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paulo Otavio frustriert: Wolfsburg verliert gegen Dortmund.
Paulo Otavio frustriert: Wolfsburg verliert gegen Dortmund. © Swen Pförtner/dpa
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Der VfL Wolfsburg hat es verpasst, einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Ticket zu machen: Gegen Borussia Dortmund verloren die Niedersachsen mit 0:2 (0:1), BVB-Goalgetter Erling Haaland erzielte beide Gäste-Treffer.

Borussia Dortmund hat einen fast schon verloren geglaubten Platz in der Champions League wieder dicht vor Augen. Durch zwei Treffer seines Torjägers Erling Haaland gewann der Tabellenfünfte der Fußball-Bundesliga am Samstag sein vermeintliches Endspiel beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0). Noch vor drei Wochen hatte der BVB nach seiner 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt elf Punkte Rückstand auf die Wolfsburger. Vier eigene Siege und drei Wolfsburger Niederlagen später ist dieser Abstand auf nur zwei Zähler zusammengeschmolzen.

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Genau wie zuletzt schon die Frankfurter und der FC Bayern München profitierten diesmal auch die Dortmunder davon, dass die eigentlich so starke Abwehr des Tabellendritten in der entscheidenden Phase des Champions-League-Rennens auf ungewohnte und folgenschwere Weise patzt. Denn in der 12. Minute nahm Haaland einen missglückten Rückpass von Wolfsburgs Ridle Baku auf und nutzte dieses Geschenk zu einer frühen Dortmunder Führung. Seinem zweiten Tor in der 68. Minute ging ein Fehlpass von John Anthony Brooks voraus, den Mahmoud Dahoud erst abfing und dann auf den Norweger umleitete. Seinen Vorsprung musste der BVB sogar mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl verteidigen, da Jude Bellingham in der 59. Minute Gelb-Rot sah.

Einzelkritik: VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund

<b>Koen Casteels</b>: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren ohne Chance. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, bei den Gegentoren ohne Chance. Note: 3 ©

Die Wolfsburger machten wie schon beim 3:4 in Frankfurt und beim 2:3 gegen den FC Bayern kein schlechtes Spiel. Sie drängten die Borussia sogar fast dauerhaft in die eigene Hälfte zurück, was eine Torschussstatistik von 9:2 allein für den Zeitraum der ersten 45 Minuten eindrucksvoll unterstreicht. Doch die zuletzt beim 3:1 in Stuttgart zurückgewonnene Effektivität ging den Niedersachsen diesmal wieder ab. Die besten Chancen vergaben Paulo Otavio noch beim Stand von 0:0 (8.) und Yannick Gerhardt (38.), als er nach einem schönen Spielzug über Baku nur das Außennetz traf.

Für die Dortmunder ging es in diesem Schlüsselspiel um deutlich mehr. Ihnen hätte schon ein Unentschieden kaum geholfen. Und sie brauchen die Einnahmen aus der Champions League bei ihrem teuren Kader und den gravierenden Einnahmeverlusten der Corona-Krise sicherlich dringender als der Volkswagen-Club aus Wolfsburg. Beim BVB geht es zudem immer auch darum, seinen hochbegabten jungen Spielern wie Haaland, Jadon Sancho oder Bellingham eine sportliche Perspektive zu bieten.

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Gemessen daran setzte die Mannschaft nach der frühen Führung zunächst nicht entschlossen genug nach. Wie Sancho in der 39. Minute mit einer guten Schussposition und Marco Reus nur vier Minuten später mit einer dicken Konterchance umging (43.), grenzte an Fahrlässigkeit.

Den Ausfall ihres gelbgesperrten Abwehrchefs Mats Hummels machte der in die Innenverteidigung versetzte Emre Can dagegen gut wett. Wolfsburg war zwar insbesondere nach Bellinghams Platzverweis zeitweise drückend überlegen, hatte aber nur selten einmal eine Großchance wie Wout Weghorst bei seinem Schuss in der 46. Minute. Die meisten Angriffswellen hielten Can und Co. vom eigenen Tor weg.

In der zweiten Hälfte hatten die Dortmunder trotz Unterzahl deutlich mehr und deutlich bessere Chancen. Einen Kopfball von Manuel Akanji klärte Maximilian Arnold auf der Torlinie (53.). Auch der überragende Haaland hätte noch zwei weitere Tore machen können (50./80.).

dpa

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