04. April 2021 / 22:54 Uhr

Nach Transfer-Gerüchten: Klinsmann rät Haaland zu "mindestens einem weiteren Jahr" beim BVB

Nach Transfer-Gerüchten: Klinsmann rät Haaland zu "mindestens einem weiteren Jahr" beim BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann rät Erling Haaland zu einem Verbleib beim BVB.
Jürgen Klinsmann rät Erling Haaland zu einem Verbleib beim BVB. © IMAGO/Sven Simon/Jan Huebner (Montage)
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Rat von einer deutschen Stürmer-Legende: Jürgen Klinsmann wünscht sich von BVB-Superstar Erling Haaland, dass dieser noch "mindestens" ein Jahr Teil von Borussia Dortmund bleibt – selbst, wenn sich der Klub nicht für die Champions League qualifizieren sollte.

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Jetzt spricht Jürgen Klinsmann: In seiner Rolle als Experte des US-amerikanischen TV-Senders ESPN hat der ehemalige Weltklasse-Stürmer nach den Transfer-Gerüchten um BVB-Stürmer Erling Haaland einen Wunsch geäußert: "Ich hoffe wirklich, dass er mindestens ein weiteres Jahr bei Borussia Dortmund bleibt und dort weiter reift", sagte der ehemalige Bundestrainer über den 20-Jährigen. Gleiches hoffe Klinsmann auch für den Verein, der "ein großer Klub" sei. Der "Entwicklung" des BVB könne es nur helfen, wenn ein solcher Jung-Star dem Verein erhalten bleibe.

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Die Klinsmann-Aussagen kommen nicht von Ungefähr: Vor wenigen Tagen waren der Vater des BVB-Stürmers, Alf-Inge Haaland, und Berater Mino Raiola vor der Bundesliga-Partie der Borussia gegen Eintracht Frankfurt (1:2)  zu mehreren europäischen Topklubs (unter anderem Real Madrid und dem FC Barcelona) gereist, um mögliche Transfer-Perspektiven für BVB-Supertalent Haaland auszuloten. Dabei sorgen sie für mächtig Unruhe und Diskussionen über die Zukunft des Shootingstars, der in dieser Saison mit 33 Toren in 32 Pflichtspieleinsätzen der mit Abstand beste Torschütze des Vereins ist.

Laut Klinsmann wäre es besser, wenn sich Haaland zunächst noch mehr entwickle. "Bei Borussia Dortmund gibt es so viele Youngster, die da nur besser werden können: Sancho, Giovanni Reyna. Es gibt so viele Spieler dort, die eine rosige Zukunft vor sich haben", schwärmte der zuletzt als Trainer von Hertha BSC krachend gescheiterte 1990er-Weltmeister. "Das Herzstück dieses jungen Teams ist offensichtlich Haaland." Dem norwegischen Nationalspieler würde es laut Klinsmann "nicht weh tun", wenigstens noch in der kommenden Saison beim BVB "zu bleiben und sich dort zu beweisen, bevor er dann geht – falls er wirklich gehen will". Oder vielleicht gehen muss, weil Dortmund die finanziellen Mittel nach einer gescheiterten Qualifikation für die Champions League (aktuell sieben Punkte Rückstand auf den letzten Quali-Platz) fehlen? Klinsmann gibt zu: "Ich kenne die finanzielle Situation in Dortmund nicht."

Haaland-Ablöse ist wohl für kein Team zu stemmen

Die Vertragslage Haalands ist jedoch klar: Ein Transfer in diesem Jahr wäre wohl für kein Team zu stemmen. Der Vertrag des Norwegers bei der Borussia läuft noch bis Ende Juni 2024. Ein Verbleib über die nächste Saison hinaus, dann greift laut Medienberichten eine Kaufoption in Höhe von 100 Millionen Euro, gilt jedoch als ausgeschlossen. Der BVB sei nach der aktuellen Saison nur bei einer Ablösesumme zwischen 150 und 180 Millionen Euro gesprächsbereit.

Doch wohin könnte Haaland wechseln? Viele Vereine haben aufgrund der Corona-Pandemie zu wenig Budget übrig, um sich einen Spieler vom Kaliber Haaland leisten zu können, gab Pep Guardiola, Trainer des von Investoren unterstützten Premier-League-Klubs Manchester City, am Freitag zu. Obwohl ManCity nach dem angekündigten Abschied von Top-Stürmer Sergio Agüero ein Torjäger verloren geht, denkt der ehemalige Bayern-Trainer nicht über einen gleichwertigen Ersatz á la Haaland nach. Ein Transfer dieser Kategorie sei aus finanziellen Gründen "unmöglich", sagte Guardiola in der Pressekonferenz vor dem Spiel in der englischen Premier League am Samstag in Leicester (2:0). "Zu den Preisen, wie sie aktuell gezahlt werden, werden wir keinen Stürmer kaufen." Dies könne sich ManCity "nicht leisten".