27. Oktober 2019 / 22:29 Uhr

"Haben deutliche Kraftdefizite": TuSpo Schliekum rutscht in die Abstiegsränge

"Haben deutliche Kraftdefizite": TuSpo Schliekum rutscht in die Abstiegsränge

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schliekums Bienvenange Mbuluku am Boden, Neuhofs Deniz Czauderna zieht davon.
Sinnbildlich: Schliekums Bienvenange Mbuluku (am Boden) kann kann seinem Gegenspieler nur hinterherschauen
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Die Heimpremiere von Ayhan Piril als Trainer der TuSpo Schliekum ging schief: Seine Mannschaft unterlag BW Neuhof und rutschte auf einen Abstiegsplatz. Der vor einer Woche neu installierte Coach machte Schwächen im konditionellen Bereich aus - und weiß, dass sich etwas drehen muss.

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Auch der neue Trainer kann die Talfahrt der TuSpo Schliekum vorerst nicht stoppen. Die Mannschaft des vor einer Woche neu installierten Ayhan Piril rutschte durch die 1:3 (1:0)-Heimniederlage gegen den SV BW Neuhof erstmals in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

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Eine Situation, die den neuen Coach nicht unvorbereitet trifft. „Uns war vorher klar, wie knifflig die Lage ist mit Spielen gegen Sarstedt, Neuhof und Newroz vor der Brust“, sagte Piril. Nichtsdestotrotz hätte er am Sonntag gerne etwas mitgenommen – zumal seine Mannschaft bis zur 81. Minute vorne lag. „Wir hätten gewinnen können“, haderte er. „Am Ende hat man gesehen, dass wir deutliche Kraftdefizite haben.“

Bilder vom Bezirksligaspiel TuSpo Schliekum - SV BW Neuhof

Schliekums Armagan-Ugur Izgi schlägt den Ball nach vorne. Zur Galerie
Schliekums Armagan-Ugur Izgi schlägt den Ball nach vorne. ©

TuSpo geht in den Schlussminuten die Puste aus

Seleman Nuri brachte die Schliekumer nach einer knappen Viertelstunde in Front, ein langer Freistoß flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (16. Minute). Auch in der Folge spielten die Gastgeber durchaus gefällig, wurden allerdings zu selten zwingend. „Wir hatten einige gute Angriffe, die wir nicht vernünftig zu Ende gespielt haben. Beim letzten Pass fehlte uns oft die Konzentration“, bemängelte Piril.

So blieb es beim knappen Vorsprung – ehe der TuSpo in der Schlussphase merklich die Puste ausging. Vor dem Ausgleich durch Benedikt Linne (81.) verteidigte die Defensive eine Freistoßflanke dilettantisch, vor dem 1:2 profitierte Neuhofs Dominik-Ben Grelka ebenfalls von einer groben Unachtsamkeit aufseiten der Schliekumer. „Man hat gesehen, dass wir immer mehr Fehler gemacht haben. Das bricht uns jedes Mal das Genick“, ärgerte sich Piril.

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Piril blickt schon auf die direkten Duelle

Mensur Isufi setzte mit dem 1:3 den Schlusspunkt (90.). Untergangsstimmung wollte Piril jedoch keineswegs aufkommen lassen. „Natürlich sind die Warnsignale deutlich. Wir müssen langsam da unten rauskommen“, sagte er und fügte an: „Aber wir haben gesehen, dass wir mithalten können. Die Devise lautet: Ruhe bewahren.“

Zumal der Rückstand auf das rettende Ufer nur zwei Punkte beträgt. Einfacher werden die Aufgaben aber nicht unbedingt. Schon am Donnerstag wartet mit dem SV Newroz Hildesheim der nächste dicke Brocken, ehe am Sonntag das Kellerduell mit dem VfR Germania Ochtersum ansteht. „In den direkten Duellen müssen wir liefern“, forderte Piril, der schnell einen Haken hinter die bittere Heimpleite setzen will. „Vergangenheit ist Vergangenheit, Zukunft ist das, was wir beeinflussen können“, sagte er.