09. März 2021 / 17:51 Uhr

Haie im Doppelpack: Manager optimiert Reiseplanung für Nord-Finale der Grizzlys

Haie im Doppelpack: Manager optimiert Reiseplanung für Nord-Finale der Grizzlys

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Kölner Haie
Reiseplanung verfeinert: Manager Charly Fliegauf orderte wieder einen Hotel-Aufenthalt, damit die Grizzlys auch im Nord-Finale bei den Kölner Haien ausgeschlafen sind. © Boris Baschin
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Endspurt in der Nord-Runde im Eishockey-Oberhaus. Für die Grizzlys Wolfsburg ist er schon ein Vorgeschmack auf das, was dann kommt. In den drei Spielen steckt alles drin: wichtig, eng aufeinanderfolgend, nicht einfach. Und deshalb bauen die Niedersachsen auch wieder vor...

Noch drei Spiele, dann sind die regionalen Runden in der DEL beendet, dann messen sich Süd- und Nord-Vertreter in 14 Partien nur noch mit den Teams der anderen Gruppe. Für die Grizzlys Wolfsburg ist es ein Vorgeschmack auf das, was kommt. Es warten drei Partien in sechs Tagen. Im ähnlichen Rhythmus (14 Partien in 28 Tagen) geht es dann ab dem 22. März in der Verzahnungsrunde weiter. Und: Die kommenden Spiele haben es in sich. Sie werden nicht einfach und sie sind wichtig.

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Am Freitag kommt Köln, am Montag geht es nach Iserlohn, am Mittwoch dann zu den Kölner Haien. Diese Partie ist das Nachholspiel vom 29. Januar, das die Wolfsburger wegen Corona verlegten. Zwischenzeitlich war dieser Termin frei geworden, weil das Heimspiel gegen die DEG in die nicht notwendige Länderspielpause vorgezogen worden war. Der DEG-Termin wurde für das Nachholspiel frei, beschert den Grizzlys damit aber zwei Auswärtsspiele in drei Tagen. Um optimale Voraussetzungen zu haben, bleiben die Niedersachsen von Montag bis Mittwoch gleich wieder im Westen. So wie sie es schon vor einigen Wochen beim West-Doppelpack Krefeld/Düsseldorf gemacht hatten. "Die Spiele sind wichtig, so gehen wir der Reiserei aus dem Wege", meint Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf. Er sagt über Köln und Iserlohn: "Das sind zwei Mannschaften, die wir auf Distanz halten können und wollen."

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Iserlohn liegt als Fünfter nur vier Punkte hinter den Grizzlys zurück, die Haie liegen zwar acht Punkte hinter den Grizzlys, aber mit einem ausgetragenen Spiel weniger sind sie durchaus noch im Rennen. Zumal dieses Rennen ja nach der Nord-Runde nicht vorbei ist. Die Tabellen werden weiter getrennt bleiben, nur direkte Duelle gibt es dann nicht mehr.

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Nach den Partien gegen den Süden ziehen die vier besten Teams jeder Staffel in die Play-Offs ein. Wolfsburg will die Distanz. Fliegauf: "Wir wollen uns nicht in einen Battle hineinziehen lassen." Sprich: Den Fünften und Sechsten würde man aus eigener Kraft gern weiter zurückdrängen. Vor diesem Hintergrund, so Fliegauf, sind die kommenden drei Spiele "brutal wichtig".

Cortina geht es besser

Coach Pat Cortina bleibt seiner Linie treu: "Für uns heißt es, ein Spiel nach dem anderen zu nehmen. Auf unsere Leistung zu schauen." In Bremerhaven hatte es nach neun Siegen in Folge eine Niederlage gegeben. "Da haben wir einen Riesenschritt verpasst", ärgerte sich Fliegauf. Denn spielerisch und von den Chancen her waren die Grizzlys das bessere Team gewesen, verbauten sich ein besseres Ergebnis durch grobe Patzer. Jetzt konnten sie nach drei Partien in sechs Tagen aber noch einmal Luft holen und die Partie analysieren.

Cortina: "Die kommenden Siele sind wichtig, aber wichtig ist es auch, auf unserem Weg zu bleiben." Denn: "Nach den drei Partien haben wir die Play-Offs noch nicht erreicht, nichts gewonnen. Danach geht es weiter. Jedes Spiel ist wichtig. Und gewinnen wollen wir jedes Spiel."

Nach seinem kleinen Unfall in Bremerhaven geht es dem Coach schon wieder besser. Er war nach Spielende umgeknickt, sein zwischenzeitlich bandagierter Fuß passte aber am Dienstag schon wieder ein einen Schlittschuh. Heißt: Der Coach kann die Übungseinheiten auf dem Eis leiten.

Wurm darf trainieren

Zu diesen Übungseinheiten dürfte sich dann auch Verteidiger Armin Wurm als letzter Rekonvaleszent der Wolfsburger gesellen. Bei ihm hatte sich nach seiner Corona-Infektion noch eine Mandelentzündung entwickelt, nach der antibiotischen Behandlung fühlte er sich nicht gut, ließ das geplante Trainings-Comeback ausfallen. Es gab eine neuerliche Blutuntersuchung: "Alles okay, Armin kann trainieren", meldete Fliegauf am Dienstag.