11. Februar 2019 / 12:48 Uhr

Politischer Häftling aus Bahrain: Ex-Nationalspieler Al-Araibi aus Haft in Thailand frei

Politischer Häftling aus Bahrain: Ex-Nationalspieler Al-Araibi aus Haft in Thailand frei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach zweieinhalb Monaten wurde der Fußballer Hakim Al-Araibi aus der Haft in Thailand entlassen.
Nach zweieinhalb Monaten wurde der Fußballer Hakim Al-Araibi aus der Haft in Thailand entlassen. © imago/ZUMA Press
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Der ehemalige Bahrain-Nationalspieler Hakim Al-Araibi ist aus der Haft in Thailand entlassen worden. Er war vor mehr als zweieinhalb Monaten auf Bitten seinen Heimatlandes Bahrains inhaftiert worden. 

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Der Fußballer Hakim Al-Araibi aus Bahrain ist nach zweieinhalb Monaten Haft in Thailand wieder frei. Der 25-Jährige durfte sein Gefängnis in Bangkok am Montag verlassen. Zuvor hatte ein Gericht in der thailändischen Hauptstadt auf Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden, dass das Auslieferungsverfahren gegen ihn eingestellt wird. Damit muss der ehemalige bahrainische Fußballnationalspieler auch keine Abschiebung in seine alte Heimat mehr fürchten.

Fußballer in Australien als politischer Flüchtling anerkannt

Nach Medienberichten will Al-Araibi nun so schnell wie möglich nach Australien zurück, wo er inzwischen als politischer Flüchtling anerkannt ist. Al-Araibi spielt dort seit mehreren Jahren für Pascoe Vale aus Melbourne. In Thailand hatte er eigentlich zusammen mit seiner Frau die Flitterwochen nachholen wollen. Auf Bitten Bahrains wurde er dann Ende November jedoch gleich bei der Ankunft auf Bangkoks Flughafen festgenommen.

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Al-Araibi war zur angeblichen Tatzeit bei einem Fußballspiel

Das autoritär regierte Königreich im Persischen Golf wirft ihm vor, sich während des „Arabischen Frühlings“ 2011 an Ausschreitungen beteiligt zu haben. In Abwesenheit wurde er deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt. Al-Araibi bestreitet von Anfang an alle Vorwürfe. Während der vermeintlichen Tatzeit stand er bei einem Fußballspiel, das live im Fernsehen übertragen wurde, auf dem Platz.

So viele Abstellungsgebühren kassieren die deutschen Mannschaften von der FIFA:

Platz 25: TSV 1860 München (35.000 Euro) für Milos Degenek (Australien). Zur Galerie
Platz 25: TSV 1860 München (35.000 Euro) für Milos Degenek (Australien). ©
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Weltweite Aufmerksamkeit für den Fall

Der Fall hat auch international Schlagzeilen gemacht. Der Weltverband FIFA und das Internationale Olympische Komitee forderten seine Freilassung. Auch mehrere ehemalige und heutige Fußball-Profis wie Gary Lineker oder Italiens Nationalmannschafts-Kapitän Giorgio Chiellini setzten sich für ihn ein.

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