27. Januar 2019 / 20:24 Uhr

Hallencup: Sparta Prag vermasselt Turbine den Titel-Hattrick

Hallencup: Sparta Prag vermasselt Turbine den Titel-Hattrick

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Rahel Kiwic (M.) setzt sich im Finale gegen eine Sparte-Spielerin durch.
Rahel Kiwic (M.) setzt sich im Finale gegen eine Sparte-Spielerin durch. © Christoph Brandhorst
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7. Internationaler AOK-Turbine-Hallencup: Potsdamer Fußballerinnen scheitern beim eigenen Turnier erst im Finale. Der Sieger kommt aus der tschechischen Hauptstadt.

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Am Ende erlebten die rund 2000 Zuschauer in der Potsdamer MBS-Arena am Sonntag ein würdiges Finale: Gastgeber Turbine Potsdam und der tschechische Meister Sparta Prag standen sich im Endspiel des 7. Internationalen Turbine-Hallencups gegenüber. Beide begegneten sich zum insgesamt dritten Mal im Turnierverlauf – doch im entscheidenden Moment zeigten die Gäste den Turbinen beim 4:1 ihre Grenzen auf und verhinderten den Titel-Hattrick.

„Es ist vielleicht mal ganz gut, dass hier auch mal ein anderes Team gewinnt und wir nicht zum Seriensieger werden – das erhöht auch den Reiz fürs nächste Jahr“, konnte Potsdams Trainer Matthias Rudolph nach der Finalpleite trotzdem ein positives Fazit ziehen. Er hatte zu Turnierbeginn mit der Nominierung der erst 17-jährigen Österreicherin Marie-Therese Höbinger überrascht, aber auch zahlreiche Leistungsträgerinnen wie Svenja Huth, Lisa Schmitz oder Lena Petermann auf der Tribüne gelassen. „Wir haben ein paar richtig gute Spiele gemacht, in denen man sehen konnte, was die jungen Spielerinnen so drauf haben“, befand Rudolph. „Aber wir haben sicherlich auch ein paar schwache Momente gehabt in diesem Turnier.“

Turbine-Hallencup: Tag 2 in Bildern.

Finaltag beim 7. Turbine-Hallencup in Potsdam: Die Gastgeberinnen ziehen nur durch die bessere Tordifferenz ins Halbfinale ein. Dort erledigen sie ihre Aufgabe gegen Czarni Sosnowiec souverän. So kommt es zur Neuauflage des Vorrundenduells gegen Sparta Prag. Am Ende jubeln die Tschechinnen. Zur Galerie
Finaltag beim 7. Turbine-Hallencup in Potsdam: Die Gastgeberinnen ziehen nur durch die bessere Tordifferenz ins Halbfinale ein. Dort erledigen sie ihre Aufgabe gegen Czarni Sosnowiec souverän. So kommt es zur Neuauflage des Vorrundenduells gegen Sparta Prag. Am Ende jubeln die Tschechinnen. ©
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Licht und Schatten wechselten sich ab. So mogelten sich die Gastgeberinnen nur dank der besseren Tordifferenz gegenüber St. Pölten und trotz zweier Niederlagen ins Halbfinale, das die Frauen aus Prag souverän als Gruppensieger erreichten.

„Grundsätzlich steht ja hier der Spaß im Vordergrund, die Mädels haben alles gegeben“, stellte Felicitas Rauch zufrieden fest. Dass sie Spaß hatten, zeigten Rauch und Co. im Halbfinale gegen den polnischen Frauen-Rekordmeister Czarni Sosnowiec. Anna Gasper und Viktoria Schwalm hatten schon nach zwei Minuten den erneuten Finaleinzug eingeleitet. Erneut Gasper, Rahel Kiwic und Felicitas Rauch schraubten das Ergebnis noch auf 5:0.

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Vorher hatte Prag erst im Neunmeterschießen (4:2) gegen die Ungarinnen vom MTK Hungaria aus Budapest das Endspielticket gelöst. „Sparta hat das sehr gut gemacht, sie haben fußballerisch manchmal nicht ganz so schön gespielt, aber am Ende geht der Sieg in Ordnung“, sagte Felicitas Rauch. Viktoria Schwalm hatte zwar noch zum 1:1 ausgeglichen und Luca Graf traf nur die Querlatte, als sie die Führung auf dem Fuß hatte, doch Sparta war zu abgezockt. „Sie waren einfach konstanter“, meinte Matthias Rudolph. Übrigens: Schon am kommenden Wochenende stehen sich beide Mannschaften wieder gegenüber, denn die Turbinen reisen für Testspiele gegen die Hauptstadtclubs Slavia und Sparta nach Prag.

In Bildern: Das Turbine-Legendenspiel.

Fatmire Lira Alushi, Nadine Keßler, Anja Mittag, Conny Pohlers, Josephine Henning, Jennifer Zietz und natürlich Trainer-Legende Bernd Schröder - die Liste der Turbine-Größen, die am Sonnabend in der MBS-Arena zu einem Legendenspiel zusammenkamen ist lang. Team Blau und Team Rot traten gegeneinander an. Am Ende setzte sich das rote Turbine-Team um Ex-Kapitänin Jennifer Zietz mit 6:3 durch. Aber der Spaß und die Freude am Wiedersehen stand bei allen im Vordergrund. Klickt euch durch die besten Schnappschüsse! Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi, Nadine Keßler, Anja Mittag, Conny Pohlers, Josephine Henning, Jennifer Zietz und natürlich Trainer-Legende Bernd Schröder - die Liste der Turbine-Größen, die am Sonnabend in der MBS-Arena zu einem "Legendenspiel" zusammenkamen ist lang. Team Blau und Team Rot traten gegeneinander an. Am Ende setzte sich das rote Turbine-Team um Ex-Kapitänin Jennifer Zietz mit 6:3 durch. Aber der Spaß und die Freude am Wiedersehen stand bei allen im Vordergrund. Klickt euch durch die besten Schnappschüsse! © Christoph Brandhorst
LESENSWERT

Turnierstatistik

Vorrundengruppe A

Turbine Potsdam – SKN St. Pölten 2:2

Sparta Prag – Celtic Glasgow 4:0

Celtic Glasgow – Turbine Potsdam 0:5

SKN St. Pölten – Sparta Prag 0:5

Turbine Potsdam – Sparta Prag 5:0

SKN St. Pölten – Celtic Glasgow 2:1

SKN St. Pölten – Turbine Potsdam 2:1

Celtic Glasgow – Sparta Prag 1:7

Turbine Potsdam – Celtic Glasgow 2:0

Sparta Prag – SKN St. Pölten 3:0

Sparta Prag – Turbine Potsdam 3:1

Celtic Glasgow – SKN St. Pölten 1:7

  1. Sparta Prag 6 22:7 15
  2. Turbine Potsdam 6 16:7 10
  3. SKN St. Pölten 6 13:13 10
  4. Celtic Glasgow 6 2:27 0

Vorrundengruppe B

Gintra Universitetas – MTK Hungaria 1:1

Roter Stern Belgrad – Czarni Sosnowiec 0:1

Czarni Sosnowiec – Gintra Universitetas 3:1

MTK Hungaria – Roter Stern Belgrad 1:1

Gintra Universitetas – Roter Stern Belgrad 1:1

MTK Hungaria – Czarni Sosnowiec 3:2

MTK Hungaria – Gintra Universitetas 0:0

Czarni Sosnowiec – Roter Stern Belgrad 5:0

Gintra Universitetas – Czarni Sosnowiec 0:2

Roter Stern Belgrad – MTK Hungaria 2:5

Roter Stern Belgrad – Gintra Universitetas 2:1

Czarni Sosnowiec – MTK Hungaria 2:1

  1. KKS Czarni Sosnowiec 6 15:5 12
  2. MTK Hungaria 6 11:8 9
  3. Roter Stern Belgrad 6 6:14 5
  4. Gintra Universitetas 6 4:9 3

Zwischenrunde

SKN St. Pölten – Gintra Universitetas 2:1

Celtic Glasgow – Roter Stern Belgrad 8:7 n.N.

Halbfinale

Sparta Prag – MTK Hungaria 4:2 n.N.

Turbine Potsdam – Czarni Sosnowiec 5:0

Spiel um Platz 7

Gintra Universitetas – Roter Stern Belgrad 7:0

Spiel um Platz 5

SKN St. Pölten – Celtic Glasgow 2:1

Spiel um Platz 3

MTK Hungaria – Czarni Sosnowiec 1:5

Finale

Sparta Prag – Turbine Potsdam 4:1

Beste Torschützin:

Patricia Hmirova (KKS Czarni Sosnowiec, 8 Tore)

Beste Spielerin:

Lucie Martínková (Sparta Prag)

Beste Torhüterin:

Hilde Gunn Olsen (St. Pölten)

Turbine-Kader: Vanessa Fischer (Tor), Inga Schuldt (Tor), Luca Maria Graf, Viktoria Schwalm, Rieke Dieckmann, Anna Gasper, Melissa Kössler, Marie-Therese Höbinger, Rahel Kiwic, Lara Prasnikar (nur erster Tag), Felicitas Rauch (nur zweiter Tag)

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