11. Oktober 2019 / 08:45 Uhr

Hallescher FC mit Trauerflor und Sieg im Testspiel gegen Erzgebirge Aue 

Hallescher FC mit Trauerflor und Sieg im Testspiel gegen Erzgebirge Aue 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach den Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt am Vortag tragen die Spieler vom Fußball-Drittligisten Halle und Fußball-Zweitligisten Aue Trauerflor.
Nach den Angriffen mitten in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt am Vortag tragen die Spieler vom Fußball-Drittligisten Halle und Fußball-Zweitligisten Aue Trauerflor. © dpa
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Nach dem Anschlag in Halle war dieser Sieg einer mit bitterem Beigeschmack. Der HFC trauert um eines der Opfer, welches ein Vereinsmitglied war.

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Aue. Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue musste sich in einem Testspiel dem Drittligisten Hallescher FC mit 2:3 (2:2) geschlagen geben. Philipp Zulechner (13. Minute, 26.) erzielte beide Tore für Aue, Jonas Nietfeld (24., 29.) und Jannes Vollert (70.) trafen gestern für den HFC. Während Aues Trainer Dirk Schuster vor allem Akteure aus der zweiten Reihe zum Einsatz brachte, ließ HFC-Coach Torsten Ziegner überwiegend sein Stammpersonal spielen.

In der Partie, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, traten die HFC-Spieler mit Trauerflor an. Bei einem Anschlag eines mutmaßlichen Rechtsextremisten auf eine Synagoge in Halle waren am Mittwoch zwei Menschen getötet worden. „Der Verein ist auch direkt betroffen, weil ein Mitglied von uns unter den Toten ist. Wir stehen alle noch unter Schock“, sagte HFC-Präsident Jens Rauschenbach vor dem Spiel.

Geschehenes verarbeiten

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen um eine 40 Jahre alte Frau aus Halle sowie einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg. „Unter den Todesopfern befand sich nach ersten Erkenntnissen ein aktives Mitglied der HFC-Fanszene aus Merseburg“, hatte der Verein schon vor den Aussagen von Rauschenbach bereits auf seiner Homepage geschrieben. Auch im Landespokalspiel am Sonnabend bei der SG Rot-Weiß Talheim wollen die Hallenser aus diesem Grund erneut in Trauerflor spielen.

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„Das ist auch ein Anschlag auf das gesamte Leben in der Stadt“, sagte Rauschenbach. Er war nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt der Taten im Stadion des HFC zu Vertragsverhandlungen gewesen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der schrecklichen Geschehnisse hatten die HFC-Verantwortlichen die Mannschaft zusammengerufen. „Das muss man erstmal verarbeiten“, sagte Rauschenbach. „Es ist bitter, es wird uns zusammenschweißen.“

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