05. Januar 2020 / 18:50 Uhr

Drittligist Hallescher FC siegt souverän beim Ur-Krostitzer-Masters 2020 in Markranstädt

Drittligist Hallescher FC siegt souverän beim Ur-Krostitzer-Masters 2020 in Markranstädt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
0501 Galle na Saale
Der Drittligist aus Halle gibt sich keine Blöße und gewinnt den Ur-Krostitzer-Masters 2020. © Alexander Prautzsch
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Fans und Spieler des 1. FC Lok Leipzig hatten sich sicherlich mehr erhofft, wollten den Titel bei den 19. Ur-Krostitzer Masters im Sportcenter in Markanstädt verteidigen. Die harte Konkurrenz zog den Blau-Gelben einen Strich durch die Rechnung. Den Titel schnappten sich am Ende die Drittligisten vom Halleschen FC.

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Schon in der Gruppenphase hatte sich der Lokalmatador und Titelverteidiger schwer getan. Da nützte schließlich auch die lautstarke Unterstützung eines Großteils der 1400 Fans auf den Rängen in Markranstädt nichts. Der 1. FC Lok Leipzig stand am Sonntagnachmittag beim 20. Ur-Krostitzer-Hallenmasters mit leeren Händen da. Die Ausgangssituation der Blau-Gelben für die KO-Runde war mäßig. Als dritter ihrer Vorrundengruppe bekam es die Wolf-Elf mit Regionalliga-Konkurrent Rot-Weiß Erfurt zu tun. Die restlichen Viertelfinalpaarungen versprachen weniger Brisanz.

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Die Ur-Krostitzer-Masters 2020: Die Vorrunde in Bildern. Zur Galerie
Die Ur-Krostitzer-Masters 2020: Die Vorrunde in Bildern. © Alexander Prautzsch
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Erwartungsgemäß setzten sich der HFC, Markranstädt und Meuselwitz in ihren Viertelfinalspielen durch und bauten Spannung für das erste Highlight der Ausscheidungsspiele auf. Lok bekam gegen Erfurt Unterstützung von den Fans aus Wörlitz - trotz der grün-weißen Vereinsfarben. Quasi quid pro quo, denn die Chöre aus Probstheida hatten den Underdog im Spiel gegen Meuselwitz ebenso besungen. Gegen die Rot-Weißen wurde es aber nicht nur laut, sondern auch körperlich. Die Regionalligisten gönnten sich nichts. Rudelbildung, Zeitstrafen, Freistöße und am Ende ein verdientes 2:0 für die Leipziger Titelverteidiger, der in der letzten Minute der Partie nur noch gegen zwei Erfurter Feldspieler den Sieg über die Zeit bringen musste.

Die unnötige Härte wurde im ersten Halbfinale des späten Nachmittags fortgesetzt, bei dem wohl jeder einen klaren Sieg für die Hallenser gegen Markranstädt erwartet hatte. Doch durch eklige Bandenschubser und ausgelassene Großchancen blieb es lange spannend, der Drittligist schoss sich schließlich mit zwei Toren ins Finale. „Es wird zu ernst“, stellte Wolf im Hinblick auf die Gesundheit aller Beteiligten besorgt fest.

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Die Ur-Krostitzer-Masters 2020: Die Finalspiele in Bildern. Zur Galerie
Die Ur-Krostitzer-Masters 2020: Die Finalspiele in Bildern. © Alexander Prautzsch

"Wichtiger, das Ding am Ende zu holen"

Zu wenig Ernsthaftigkeit war in Loks Semifinale jedoch nicht zu erkennen, trotzdem mussten sie sich auch im zweiten Duell gegen Heiko Webers Meuselwitzer torlos geschlagen geben. Nach der 0:2-Pleite folgte direkt das Neunmeterschießen um die Bronzemedaille, was der Titelverteidiger gegen die Heimmannschaft ebenfalls verlor. Im darauffolgende Finale war die blau-gelbe Tribüne schon etwas leerer.

Die abgereisten Probstheidaer verpassten, wie der Favorit aus Halle sich im Endspiel keine Blöße gab, trotz zwischenzeitlichem Gleichstand Regionalligist Meuselwitz 5:1 besiegt und sich ungeschlagen und mehr als souverän zum Sieger der 19. Ur-Krostitzer Hallenmasters krönt. Die meisten Treffer des Turniers erzielte der erst 20-jährige Julian Guttau: "Torschützenkönig ist ein geiler Beigeschmack, aber es war wichtiger, seriös zu spielen und das Ding am Ende zu holen", sagte der siebenmalige Torschütze und Stammspieler des HFC, der einen Tag vor Beginn der Vorbereitung die Veranstaltung genoss. „Hallenturniere machen immer Spaß. Die Härte gehört im Endeffekt dazu, auf dem Platz ist man mal anderer Meinung - das kann man nicht verhindern. Aber es war alles in Ordnung."

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Die Ergebnisse

Spielplan Vorrunde

Die Matches der Gruppe A

Hallescher FC – SV Grün-Weiß Wörlitz 6:1
FC Rot-Weiß Erfurt – SV Leipzig Nordwest 1:0
Hallescher FC – SV Leipzig Nordwest 7:0
FC Rot-Weiß Erfurt – SV Grün-Weiß Wörlitz 4:0
Hallescher FC – FC Rot-Weiß Erfurt 2:0
SV Grün-Weiß Wörlitz – SV Leipzig Nordwest 1:1

Hallescher FC 9 Punkte 15:1 Tore
FC Rot-Weiß Erfurt 6 Punkte 5:2 Tore
SV Leipzig Nordwest 1 Punkt 2:11 Tore
SV Grün-Weiß Wörlitz 1 Punkt 1:9 Tore

Die Matches der Gruppe B

Lok Leipzig – SSV Markranstädt 3:1
ZFC Meuselwitz – SV Leipzig-Thekla 4:1
Lok Leipzig – SV Leipzig-Thekla 4:0
ZFC Meuselwitz– SSV Markranstädt 1:2
Lok Leipzig – ZFC Meuselwitz 0:4
SSV Markranstädt – SV Leipzig-Thekla 4:0

ZFC Meuselwitz 6 Punkte 9:3 Tore
SSV Markranstädt 6 Punkte 7:4 Tore
Lok Leipzig 6 Punkte 7:5 Tore
SV Leipzig-Thekla 0 Punkte 1:12 Tore

Finalrunde

Viertelfinale

Hallescher FC – SV Thekla 7:1
SSV Markranstädt – SV Nordwest 3:1
ZFC Meuselwitz – Grün-Weiß Wörlitz 5:1
Rot-Weiß Erfurt – Lok Leipzig 0:2

Halbfinale

Hallescher FC – SSV Markranstädt 2:0
ZFC Meuselwitz – Lok Leipzig 2:0

Neun-Meter-Schießen um Platz 3

SSV Markranstädt – Lok Leipzig 2:1

Finale des Ur-Krostitzer-Masters

Hallescher FC – ZFC Meuselwitz 5:1

Bester Spieler: Bentley-Baxter Bahn (HFC)
Bester Torhüter: Ruben Aulig (ZFC)
Bester Torschütze: Julian Guttau (HFC) 7 Treffer

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