04. Februar 2021 / 09:06 Uhr

Hält die Serie? Dynamo Dresden verlor zuletzt 2007 gegen Magdeburg

Hält die Serie? Dynamo Dresden verlor zuletzt 2007 gegen Magdeburg

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdens Ransford-Yeboah Königsdörffer (l.) gegen Brian Koglin (rechts) vom 1. FC Magdeburg am 10.Oktober in dem Rudolf-Harbig-Stadion.
In der Hinrundenpartie lässt sich Dynamos Ransford Königsdörffer (l.) nicht vom Magdeburger Brian Koglin beirren. Letztlich behalten die Schwarz-Gelben am 10. Oktober 2020 mit 1:0 die Oberhand. © Dennis Hetzschold
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Seit Dynamo Dresdens Hinrundensieg kommt der FC Magdeburg nicht mehr vom Fleck. Der letzte Sieg der Magdeburger gegen die Dresdner ist inzwischen 13 Jahre her. Derweil hat die SGD Simon Gollnack, der im Hinspiel im Kader stand, am Mittwoch verliehen.

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Dresden. Dynamos Ransford Königsdörffer war noch im Vorschulalter, als der 1. FC Magdeburg zuletzt ein Spiel gegen die Schwarz-Gelben gewann: 1:0 hieß es damals im August 2007 in der Regionalliga Nord, die in jener Saison letztmals die Liga direkt unterhalb der 2. Bundesliga war. In der Rückrundenpartie im Februar vor 13 Jahren triumphierte die Sportgemeinschaft mit dem gleichen Ergebnis durch einen Treffer von Patrick Würll. Seither gab es ligenübergreifend drei Unentschieden und zwei knappe Siege für die Dresdner, darunter das 1:0 vom 4. Spieltag der aktuellen Saison, als Yannick Stark einnetzte.

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Damals war die Mannschaft aus Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Tabellenletzter der 3. Liga mit nur einem Punkt. Mittlerweile sind es zwar deren 21, in der Abstiegszone rangieren die Bördestädter jedoch noch immer. Die beiden Auswärtssiege gegen die Tabellennachbarn aus Duisburg (2:0) und Unterhaching (2:1) ließen im Januar zwar Hoffnung aufkeimen, erwiesen sich aber dennoch als Strohfeuer. Denn das Derby beim Halleschen FC (0:1) ging ebenso verloren wie das Heimspiel am Mittwoch der vergangenen Woche gegen Aufstiegsaspirant 1860 München (0:3).

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Heimsieg! Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Derby gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0. Zur Galerie
Heimsieg! Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Derby gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0. ©

„Die erste Halbzeit hat nichts mit Abstiegskampf zu tun. Bei Aggressivität und Körpersprache war uns Sechzig klar vorneweg. Und du kannst auch nicht zwei solche Standard-Gegentore kriegen. Das hat was mit Verantwortung zu tun. Das ist der klare Unterschied – von der individuellen Klasse und von den Standards waren sie klar besser“, musste FCM-Trainer Thomas Hoßmang den „Löwen“ nach der Partie gegenüber MagentaSport attestieren. Der frühere Dresdner Spieler hat seinen Kredit bei den Magdeburger Fans aufgebraucht. Am Sonnabend (14 Uhr) kommt es nun ausgerechnet zum Wiedersehen mit seinem Ex-Verein Dynamo Dresden, dem Tabellenführer.

Übrigens sind nicht nur die Dynamos nach dem witterungsbedingten Spielausfall vom Freitag gegen Bayern München II etwas aus dem Rhythmus geraten. Auch die am vergangenen Sonnabend geplante Begegnung der Magdeburger bei Viktoria Köln wurde erst kurz vor Anpfiff aus dem gleichen Grund abgesagt. Für den Abstiegskampf verstärkt haben sich die Magdeburger im Januar mit Nico Granatowski (VfL Osnabrück) und Saliou Sané (Würzburger Kickers), zwei Talente liehen sie zum VfB Halberstadt aus.


Spielerfahrungen sammeln

Dynamo Dresden zog am Mittwoch mit einer ähnlichen Maßnahme nach und verlieh Offensivtalent Simon Gollnack bis zum Ende dieser Saison an den FK Ústí nad Labem. Wie der Verein mitteilte, soll der 19-jährige Stürmer in der zweiten tschechischen Liga möglichst viel Wettkampfpraxis sammeln. „Simon könnte noch für die U19 spielen, aber da dort seit Wochen der Spielbetrieb aufgrund der aktuellen Situation ruht, haben wir nach einer sinnvollen Möglichkeit gesucht, um ihm für seine weitere Entwicklung jetzt so viel Spielpraxis wie möglich zu ermöglichen“, erklärte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker.

Der gebürtige Weißwasseraner Gollnack war 2014 vom NFV Gelb-Weiss Görlitz zur SGD gewechselt, wo er vor einem Jahr einen bis 2022 gültigen Lizenzspieler-Vertrag unterschrieb. Im Gegensatz zu seinem einstigen A-Jugend-Sturmpartner Ransford Königsdörffer konnte er sich im Dresdner Profi-Team aber nicht durchsetzen. Nur am 10. Oktober 2020 gegen Magdeburg schaffte er es mal in einen Spieltagskader, ohne aber zum Einsatz zu kommen.

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Bei den Aussigern, mit denen Dynamo seit Jahren in den Bereichen Trainer- und Spielerausbildung eng kooperiert, trifft Simon Gollnack nun auf Vasil Kušej. Der Tscheche ist ebenfalls bis Sommer 2021 an den nordböhmischen Klub ausgeliehen.