17. Oktober 2021 / 12:14 Uhr

Ex-Profi Hamann und Schalke-Sportdirektor Schröder raten Adeyemi zu BVB-Wechsel: "Liegt ihm mehr"

Ex-Profi Hamann und Schalke-Sportdirektor Schröder raten Adeyemi zu BVB-Wechsel: "Liegt ihm mehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Profi Dietmar Hamann (links) und Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder (rechts) sprechen über die Situation von Karim Adeyemi.
Ex-Profi Dietmar Hamann (links) und Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder (rechts) sprechen über die Situation von Karim Adeyemi. © IMAGO/Sven Simon/Getty (Montage)
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Deutschlands neues Sturmtalent Karim Adeyemi wird zum begehrten Transferobjekt. Bayern, Dortmund, Leipzig, Liverpool werden als Interessenten für den 19-Jährigen von Red Bull Salzburg gehandelt. Ex-Profi Dietmar Hamann und Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder sehen den Nationalspieler am ehesten beim BVB.

Beim Werben um Jung-Nationalspieler Karim Adeyemi treten die Bundesliga-Rivalen FC Bayern München und Borussia Dortmund mal wieder als direkte Konkurrenten auf. Sein langjähriger Förderer Manfred Schwabl rechnet damit, dass der aktuell für Red Bull Salzburg in der österreichischen Bundesliga stürmende Adeyemi "teuer" wird, wenn er vermutlich im Sommer 2022 zu haben sein wird. Ex-Profi Dietmar Hamann und Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder sprachen bei Sky90 über die möglichen Optionen des erst 19-Jährigen.

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"Der Fußball in Dortmund liegt ihm mehr. Er kann sich beim FC Bayern hinter Robert Lewandowski auf die Bank setzen. Aber wenn der weiter Tore schießt, wird Adeyemi zwei, drei Jahre nicht spielen", sagte Hamann bei Sky90. Der BVB habe Talente wie Ousmane Dembélé, Jadon Sancho oder Erling Haaland "zu Weltklassespielern entwickelt". Hamann weiter: "Das können nur wenige Vereine von sich behaupten, Spieler so zu entwickeln. Wenn Haaland Dortmund verlassen sollte, wäre der BVB für Adeyemi nicht die schlechteste Adresse. Ich weiß nicht, ob man ihm in München die Zeit geben würde, die er benötigt."

Der gebürtige Münchner Adeyemi spielte bereits als Kind beim FC Bayern. Vor drei Jahren war er als 16-Jähriger für mehr als drei Millionen Euro von den Hachingern nach Salzburg gewechselt, wo er noch bis 2024 unter Vertrag steht. Die Ablösesumme soll bei über 30 Millionen Euro liegen. Schalke-Sportdirektor Schröder sieht den Jung-Nationalspieler auch eher beim BVB als in München. "Um sich weiterzuentwickeln, muss man spielen. Eine höhere Wahrscheinlichkeit gibt´s in Dortmund. Adeyemi ist ein richtig frecher Bursche. Das würde beim BVB passen", sagte Schröder bei Sky90.

Nach Informationen des TV-Senders Sky intensivieren die Bayern ihre Bemühungen um eine Verpflichtung von Adeyemi, der unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick im September in der Nationalmannschaft debütiert hatte. Inzwischen kommt er auf drei Länderspieleinsätze und ein Tor. Wie Sky berichtete, gab es am Samstag in München eine Verhandlungsrunde des deutschen Rekordmeisters mit Adeyemi-Berater Thomas Solomon und Adeyemis Vater Abbey Adeyemi. Ein Bild zeigt sie vor der Bayern-Geschäftsstelle.

Neben den Bayern gelten in der Bundesliga aber auch RB Leipzig und Dortmund sowie der englische Top-Klub FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp als Interessenten. Nach Sky-Informationen will Adeyemi gerne in die Bundesliga wechseln. Sein Abschied aus Salzburg soll demnach so gut wie beschlossen sein. Ex-Profi Stefan Effenberg meinte im "Doppelpass" von Sport1: "Wenn es um die familiäre Nähe geht, ist es logischer Weise der FC Bayern. Darum geht es aber nicht, weil wir über den Sport reden. Für seine Entwicklung ist es erst einmal gut, dass er in Salzburg ist. Und wenn er den Schritt zurück in die Bundesliga geht, wovon ich ausgehe, dann eher wirklich Dortmund. Die haben in den letzten Jahren schon gezeigt, dass sie auf die Jugend setzen und auch einsetzen. Dortmund wäre daher besser."