18. Januar 2022 / 21:20 Uhr

Kurioses Ende im Elfmeterschießen: HSV nach bizarrem Sieg in Köln im Viertelfinale des DFB-Pokals

Kurioses Ende im Elfmeterschießen: HSV nach bizarrem Sieg in Köln im Viertelfinale des DFB-Pokals

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV steht nach einem Sieg im Elfmeterschießen im Viertelfinale des DFB-Pokals.
Der Hamburger SV steht nach einem Sieg im Elfmeterschießen im Viertelfinale des DFB-Pokals. © IMAGO/Uwe Kraft
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Zweitligist Hamburger SV steht nach einem Sieg beim Bundesliga-Neunten 1. FC Köln im Viertelfinale des DFB-Pokals. In einer Partie mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen - und überaus kurios.

Nach einem Elfmeterkrimi mit kuriosem Ende hat der Hamburger SV gegen den 1. FC Köln das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes ließ im Shootout zunächst den entscheidenden Schuss von Florian Kainz passieren. Dieser hatte sich jedoch zuvor selbst angeschossen. Schiedsrichter Daniel Schlager verweigerte dem Treffer aufgrund der Doppel-Berührung die Anerkennung – die Hamburger waren weiter.

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Der HSV ist damit erstmals 2019 wieder in der Runde der letzten Acht dabei. Für die Kölner setzt sich derweil die Durststrecke im nationalen Cup-Wettbewerb fort. Letztmals erreichten die Rheinländer vor zwölf Jahren des Viertelfinale. Durch das Weiterkommen der Hamburger sind noch mindestens zwei Klubs aus der 2. Liga weiter im Rennen um den DFB-Pokal vertreten. Zuvor hatte bereits der KSC durch einen Sieg beim Drittligisten 1860 München das Ticket für das Viertelfinale gesichert.

Die Partie der beiden Traditionsklubs hatte schon vor dem Elfmeterschießen extrem an Dramatik aufgenommen. Zunächst brachte Robert Glatzel die Hamburger in der zweiten Minute der Verlängerung in Führung, dann glich Anthony Modeste aus – per Foulelfmeter in der Nachspielzeit der Zusatzschicht (120.+2).

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Die Traditionsklubs lieferten sich am Dienstagabend von Beginn an eine offene Partie mit großen Chancen auf beiden Seiten. Nachdem zunächst der gastgebende Favorit, der in der Bundesliga überraschend ein Wörtchen um die Europapokal-Qualifikation mitredet, am Drücker war, kam auch der HSV mit zunehmender Spielzeit zu Möglichkeiten. Die größte Chance hatte Moritz Heyer in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Der Schuss des Defensivallrounders klatschte an den Kölner Pfosten, auch der Nachschuss von Sonny Kittel verfehlte das Ziel (45.+1).

Auch nach der Pause ließen beide Mannschaften manche Großchance aus. Heyer traf kurz vor dem Ende erneut nur das Aluminium, als er den Ball aus spitzem Winkel auf das FC-Tor bugsierte (83.). Nach torlosen 90 Minuten ging es in die Verlängerung, in der es der HSV dann eilig hatte. Ein starker Angriff, der mit einer platzierten Kittel-Flanke auf den Kopf von Glatzel endete, sorgte für die Gäste-Führung. Dann foulte Sebastian Schonlau Modeste und die Kölner glichen aus. Im Anschluss hatten die Hamburger im Shootout das Glück auf ihrer Seite und dürften das Stadtderby gegen den Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli am kommenden Freitag nun mit breiter Brust angehen.