25. März 2020 / 18:35 Uhr

Bericht: HSV vertagt Entscheidung über Zukunft von Boss Hoffmann nach Krisensitzung auf Samstag

Bericht: HSV vertagt Entscheidung über Zukunft von Boss Hoffmann nach Krisensitzung auf Samstag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Wege des Zweitligisten Hamburger SV und seines bisherigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann könnten sich schon am Samstag trennen.
Die Wege des Zweitligisten Hamburger SV und seines bisherigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann könnten sich schon am Samstag trennen. © imago images/Joachim Sielski/Montage
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Der Hamburger SV hat eine Entscheidung über die Zukunft seines Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann wohl auf Samstag vertagt. Das ist laut "Hamburger Abendblatt" das Ergebnis von Gesprächen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand, dem neben Hoffmann auch Finanz-Boss Frank Wettstein und Sportvorstand Jonas Boldt angehören.

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Beim Hamburger SV bahnt sich wieder einmal ein Paukenschlag an: Der Zweitligist will offenbar erst am Samstag in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung über die Zukunft seines Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann entscheiden. Das ist nach einem Bericht des Hamburger Abendblatt das vorläufige Ergebnis von Gesprächen des Aufsichtsrates am Mittwoch mit den drei Vorstandsmitgliedern. Neben Hoffmann, der die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortet, gehören dem Gremium auch Frank Wettstein (Finanzen) und Jonas Boldt an. Letzterer war im vergangenen Sommer als neuer Sportvorstand verpflichtet worden. In den Gesprächen am Mittwoch soll dem Bericht zufolge deutlich geworden sein, dass die Differenzen zwischen Hoffmann auf der einen und Wettstein und Boldt auf der anderen Seite nicht zu überbrücken seien.

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Der HSV war zuletzt in eine Führungskrise geschlittert. Mäzen Klaus-Michael Kühne, der rund 20 Prozent Anteile an der Fußball-AG hält, hatte sich deswegen geweigert, den aufgrund der Coronavirus-Pandemie wirtschaftlich zusätzlich geschwächten Verein weiter finanziell zu unterstützen. Kühne hatte gegenüber der Zeit geäußert, auf eine Umbesetzung im AG-Vorstand zu hoffen und dafür Vereinspräsident und Ex-Profi Marcell Jansen ins Spiel gebracht. Hoffmann gilt als Gegenspieler Kühnes. Auch zwischen Hoffmann und seinen Vorstandskollegen Wettstein und Boldt soll es Differenzen geben - mit letzterem unter anderem wegen des Umgangs mit der Affäre um Offensivakteur Bakery Jatta, an dessen richtiger Identität die Bild zwischenzeitlich Zweifel aufgeworfen hatte. Boldt und Trainer Dieter Hecking hatten Jatta jedoch massiv verteidigt.

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Sportlich sind die Hamburger in den vergangenen Wochen ebenfalls in eine Krise geraten. Im Februar war der HSV in den Partien bei Hannover 96 (1:1), im Stadtderby gegen den FC St. Pauli (0:2) und bei Erzgebirge Aue (0:3) jeweils sieglos geblieben und dadurch - trotz eines anschließenden knappen 2:1-Erfolges über Jahn Regensburg - in der Tabelle vom zweiten auf den dritten Platz zurückgefallen. Dieser würde am Saisonende die Teilnahme an Relegationsspielen gegen den 16. der Bundesliga bedeuten. Aktuell ist der Spielbetrieb in den beiden höchsten Spielklassen jedoch wegen des Ausbruchs des Coronavirus unterbrochen - nach einer Empfehlung der DFL vom Dienstag voraussichtlich mindestens bis 30. April.

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