03. Juli 2020 / 13:42 Uhr

Berichte: HSV und Trainer Dieter Hecking nach verpasstem Aufstieg vor der Trennung

Berichte: HSV und Trainer Dieter Hecking nach verpasstem Aufstieg vor der Trennung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Dieter Hecking soll kurz vor dem Aus beim Hamburger SV stehen.
Trainer Dieter Hecking soll kurz vor dem Aus beim Hamburger SV stehen. © Getty Images
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Beim Hamburger SV zeichnet sich nach Berichten der "Hamburger Morgenpost" und des "Hamburger Abendblattes" eine Trennung von Trainer Dieter Hecking ab. Der HSV hatte in seinem zweiten Zweitliga-Jahr zuletzt auch unter Hecking den Aufstieg verpasst.

Nach der erneut verpassten Rückkehr in die Bundesliga verdichten sich die Anzeichen, dass Trainer Dieter Hecking beim Hamburger SV vor dem Aus stehen könnte. Nach Informationen der Hamburger Morgenpost deutet sich nach einem ersten Gipfeltreffen zwischen dem 55 Jahre alten Coach, dessen Vertrag sich nur bei einem Aufstieg automatisch über den 30. Juni hinaus verlängert hätte, und Sportvorstand Jonas Boldt am Mittwoch „eine Trennung im Guten“ an. Hecking soll das Treffen „ernüchtert“ verlassen haben, hieß es. Nach einem zweiten Gespräch am Wochenende könne es „ganz schnell gehen“, berichtete das Hamburger Abendblatt.

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Fakt ist: Seit Mittwoch steht Hecking ohne Vertrag da. Boldt hat den erfahrenen Coach stets als „ersten Ansprechpartner“ bezeichnet, was auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit hindeutete. Das enttäuschende Scheitern im Aufstiegsrennen als Tabellenvierter und das schmachvolle Saisonfinale gegen den SV Sandhausen (1:5), durch das der 1. FC Heidenheim und nicht der HSV in die Relegation gegen Werder Bremen gelangte, könnten für ein Umdenken gesorgt haben. Hecking räumte ein, dass neben den Spielern auch er Fehler gemacht habe.

Finanzielle Einbußen beim HSV nach Sponsoren-Ausstiegen

Auch der Trainer-Routinier, der nach Ende seines Engagements bei Borussia Mönchengladbach vor der abgelaufenen Saison nach Hamburg gewechselt war, hat nach dem gescheiterten Unternehmen Wiederaufstieg Bedingungen für den Verbleib gestellt. „Jetzt muss man gucken, ob wir dieses große Ganze wieder so aufstellen können, dass alle das Gefühl haben: Es kann im nächsten Jahr klappen“, sagte Hecking am Sonntag. Das ist wohl der Knackpunkt.

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Offenbar ist der HSV aus finanziellen Gründen nicht bereit, Heckings Forderungen nach einem weiterhin schlagkräftigen Team komplett zu erfüllen. Denn der wirtschaftlich angeschlagene Klub muss wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer-Einnahmen seinen Team-Etat von 30 auf 23 Millionen Euro senken. Dass zudem die Verträge mit den beiden Top-Sponsoren ausgelaufen sind, wodurch knapp sechs weitere Millionen Euro fehlen, belastet den Verein zusätzlich.

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