28. September 2020 / 23:30 Uhr

Nach Rekord: Terodde kündigt Party an – Gjasula dankt der Mannschaft nach Patzern

Nach Rekord: Terodde kündigt Party an – Gjasula dankt der Mannschaft nach Patzern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rekord-Mann Simon Terodde hatte allen Grund zu feiern, Fehlerteufel Klaus Gjasula musste sich bei seiner Mannschaft für die Rettung zum Sieg bedanken.
Rekord-Mann Simon Terodde hatte allen Grund zu feiern, Fehlerteufel Klaus Gjasula musste sich bei seiner Mannschaft für die Rettung zum Sieg bedanken. © imago images/MIS/Sven Simon/Montage
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HSV-Stürmer Simon Terodde ist mit 122 neuer Rekord-Torschütze der eingleisigen 2. Liga. Seine Prioritäten liegen zwar nicht auf dem Rekord, feiern will er ihn aber trotzdem. Sein Kollege Klaus Gjasula, der mit zwei Fehlern den HSV-Sieg gegen den SC Paderborn stark gefährdet hatte, bedankte sich bei seiner Mannschaft.

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Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Der HSV-Sieg beim SC Paderborn (4:3) am Montagabend schrieb gleich mehrere Geschichten auf einmal. Die wichtigste dürfte aber die von Simon Terodde sein, der mit seinem Doppelpack (24., 56.) nicht nur den Sieg für den Hamburger SV sicherte, sondern auch seine Treffer 121 und 122 in der 2. Liga erzielte. Damit ist er alleiniger Rekord-Torschütze in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga.

Nach der Partie angesprochen auf den neuen Rekord sagte der 32 Jahre alte Angreifer: "Ich habe im Spiel nicht eine Sekunde dran gedacht. Es ist eine Floskel, aber das Team steht im Vordergrund." Dennoch will sich der ehemalige Kölner eine Feier anlässlich seines Rekordes nicht nehmen lassen. "Ich will eine gute Saison mit dem HSV spielen und feiern können wir am Ende im Partykeller zu Hause mit ein paar Kumpels und ein paar Bier", kündigte er an und lud gleich noch TV-Experte Thorsten Mattuschka ein, mit dem er zu seinen Zeiten beim 1. FC Union Berlin noch zusammen gespielt hatte.

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Einen etwas anderen Abend erlebte Klaus Gjasula. Sein Glück war extrem abhängig von Teroddes Treffern. Beim Stand vom 2:0 aus Sicht der Hamburger patzte der Ex-Paderborner zweimal so heftig im Spielaufbau, dass er das Anbschluss- und Ausgleichstor der Elf von Steffen Baumgart verschuldete und den Weg zum Pausenstand von sogar 2:3 aus Sicht des HSV ebnete. "Ich freue mich, dass das mich das Team so zurückgeholt hat. Das hat mich sehr erleichtert. Dafür muss ich mich bei allen bedanken", resümierte er nach dem Spiel.

Bei dem erfolgreichen Comeback der Hanseaten hat laut Gjasula auch Trainer Daniel Thioune eine wichtige Rolle gespielt. "Der Trainer hat nur gesagt, dass wenn wir eine Mannschaft sein wollen, dann für mich heute, um das Spiel wieder zu drehen. Das hat mir imponiert", berichtete der Mittelfeldabräumer aus der Kabine. Der Coach schob die Fehler aber nicht allein auf seinen Neuzugang: "Wir haben in der Pause taktisch ein bisschen was verändert. Das war der erste Gedanke, weil durch unseren schlechten Spielaufbau die Gegentore gefallen sind."