04. Juli 2020 / 14:40 Uhr

Ex-Trainer Dieter Hecking erklärt die Trennung vom HSV: "Das angestrebte Ziel nicht erreicht"

Ex-Trainer Dieter Hecking erklärt die Trennung vom HSV: "Das angestrebte Ziel nicht erreicht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Trainer Dieter Hecking hat sich nach der Trennung vom Hamburger SV zu den Gründen für sein Aus bei dem Zweitligisten geäußert.
Ex-Trainer Dieter Hecking hat sich nach der Trennung vom Hamburger SV zu den Gründen für sein Aus bei dem Zweitligisten geäußert. © imago images/Eibner/Walther/Montage
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Dieter Hecking hat sich nach seinem Aus beim Hamburger SV zu der Trennung von dem Zweitligisten geäußert. Er hob einige Aspekte positiv hervor, hielt aber auch fest, dass "das angestrebte Ziel nicht erreicht" worden sei.

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Dieter Hecking hat sich nach seinem Aus als Trainer beim Hamburger SV zu den Gründen für die Trennung geäußert, die der Zweitligist in seiner offiziellen Stellungnahme als "gemeinsame Entscheidung" bezeichnet hatte. Der Ex-Coach hob in seinem Statement mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit, die der HSV zum zweiten Mal in Serie als Vierter der 2. Liga beendet hatte, viele positive Aspekte hervor. "Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt", sagte Hecking, um dann den Finger in die Wunde zu legen: "Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung."

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Denn der erfahrene Trainer war mit dem klaren Anspruch vom damaligen Europa-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach nach Hamburg gewechselt, den Traditionsklub aus dem Norden nach dann zwei Jahren zurück in die Bundesliga zu führen. Nur dann hätte sich auch sein Vertrag mit dem HSV, der zum 30. Juni ausgelaufen war, automatisch um ein Jahr verlängert. Dennoch hatte Hecking in den vergangenen Tagen mit den HSV-Bossen um Sportvorstand Jonas Boldt offenbar über eine weitere Zusammenarbeit verhandelt. Dass diese nicht zustande kommen würde, hatten verschiedene Medien, darunter die Hamburger Morgenpost, das Hamburger Abendblatt, der Kicker und die Bild, am Freitag und Samstag berichtet. Angeblich soll Hecking den Wunsch geäußert haben, erneut einen schlagkräftigen Kader zu bekommen – was ihm der finanziell angeschlagene Klub demnach nicht garantieren konnte.

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Das erneute Scheitern der Hamburger im Aufstiegskampf – in der Spielzeit 2018/2019 hatte der HSV unter Heckings Vorgänger Hannes Wolf den Kürzeren gezogen – war ein dramatisches. Nach mehreren unglücklichen Punktverlusten, darunter eine 2:3-Niederlage nach einer über weite Strecken starken Leistung beim späteren Aufsteiger VfB Stuttgart, schlossen die Hansestädter die Saison mit zwei harten Pleiten ab. Am vorletzten Spieltag kassierte der HSV eine 1:2-Niederlage beim späteren Relegations-Teilnehmer 1. FC Heidenheim. Am letzten Spieltag hätte Heckings Elf aufgrund der gleichzeitigen Heidenheimer Niederlage bei Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld ein Remis daheim gegen den SV Sandhausen gereicht, um als Tabellendritter noch in die Relegation einzuziehen. Doch der HSV ging gegen Außenseiter Sandhausen mit 1:5 unter.