10. Juli 2019 / 21:18 Uhr

Hammer! Sechs-Punkte-Abzug für FC Dornbreite - Was ist mit Lübecker SC 99?

Hammer! Sechs-Punkte-Abzug für FC Dornbreite - Was ist mit Lübecker SC 99?

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Der Schock sitzt!!! 6 Punkte Abzug muss der FC Dornbreite in Kauf nehmen.
Der Schock sitzt!!! 6 Punkte Abzug muss der FC Dornbreite in Kauf nehmen. © Agentur 54°
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Fehlende Schiedsrichter und zu viele Spielgemeinschaften machen das Problem perfekt!

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Die Mannschaft wurde heute Abend vor dem Training informiert. Der selbsternannte Landesliga-Titelkandidat FC Dornbreite startet mit einem Sechs-Punkte-Abzug in die neue Saison 2019/20. Der Grund: Die Lübecker haben zu wenig Schiedsrichter. „Wie die Stimmung bei den Jungs ist, brauche ich wohl nicht sagen. Das ist ein Schlag in die Fresse“, sagt der neue Sportliche Leiter Jan „Kiste“ Voigt.

Schiedsrichteranwärter sind nicht mehr erschienen

Laut dem 47-Jährigen müssten die Dornbreiter neun Schiedsrichter haben. „Es fehlen uns aber zwei Schiedsrichter. Das Problem sind die Spielgemeinschaften bei den Frauen mit RW Moisling und der U19-Elf mit Preußen Reinfeld, bei denen wir der federführende Verein sind“, erklärt Voigt dem LN-Sportbuzzer. Im Januar hatte der Klub eigentlich fünf Schiedsrichteranwärter zum Lehrgang in Lübeck angemeldet. „Das Problem ist, dass eine Person nicht erschienen ist und zwei Personen nach der Mittagspause nicht zurückgekommen sind. Sie haben offenbar festgestellt, dass das Schiedsrichterwesen nichts für sie ist“, berichtet der Sportliche Leiter. Die anderen beiden Anwärter seien erst 14 Jahre alt und würden daher nicht offiziell zählen, weil sie unter dem Mindestalter von 16 Jahren liegen.

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Vorentscheidung in der Meisterschaft?

Schon in der vergangenen Spielzeit waren die Lübecker mit der Hypothek von minus drei Punkten gestartet. Nun greift automatisch Eskalationsstufe zwei. „Das ist ein Riesenrückschlag für die erste Mannschaft und die Spieler“, meint Voigt, der ähnliches schon bei seiner letzten Station bei Ligakonkurrent GW Siebenbäumen erlebt hat. „Sechs Punkte Abzug könnte eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft sein. Das ist erschütternd. Siebenbäumen hat damals drei Punkte abgezogen bekommen. Was uns nachträglich die Meisterschaft gekostet hat“, erinnert er sich.

Neben dem Punktabzug kommt noch eine Geldstrafe hinzu

Und wer übernimmt die Konsequenzen am Steinrader Damm für den erneuten Abzug? „Mir fehlen die Worte. Wir müssen uns intern zusammensetzen und das mal besprechen“, fügt Voigt an und wirkt dabei etwas ratlos. „So wie es scheint, ist das Schiedsrichterwesen ein undankbarer Job. Ich kann jeden Schiedsrichter verstehen. Gerade wenn man von den vielen Gewalttaten auf den Fußballplätzen hört.“ Neben dem Punktabzug droht dem Klub eine Geldstrafe von 375 Euro pro fehlenden Schiedsrichter.

Lübecker SC ist auch in den Blickpunkt geraten

Wie zu hören ist, soll Dornbreite angeblich nicht der einzige Lübecker Landesliga-Klub sein, dem ein sechs Punkteabzug droht. Wobei sich der Sachverhalt beim letztjährigen Aufsteiger Lübecker SC 99 offenbar anders darstellen soll. Dem Vernehmen nach ist die Meldung nicht rechtzeitig zum 30. Juni beim Schiedsrichterausschuss des Kreisfußballverbands Lübeck eingegangen. Der Verein muss sechs Schiedsrichter stellen, die auch vorhanden sind. Doch waren die Unterlagen angeblich auch bis zum Nachmeldetermin am 5. Juli nicht postalisch beim Kreisfußballverband eingegangen.

Marc Liese bestätigt Probleme bei der Meldung

Der Sportbuzzer fragte bei Marc Liese nach. „Da ist nichts dran. Wir erfüllen das Schiedsrichter-Soll. Dass es Probleme gab, gebe ich zu. Die Unterlagen waren abhandengekommen, sind dann aber wieder aufgetaucht“, sagte der neue Fußball-Abteilungsleiter (seit März diesen Jahres). In der kommenden Woche will sich Liese mit Jan Heickmann, Vereinsvorsitzender des FC Dornbreite, und anderen Klubs treffen. „Wir hätten gern eine dritte Herrenmannschaft gemeldet. Einige Vereine gehen an der aktuellen Regelung kaputt“, betonte er.

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