25. Juni 2020 / 08:08 Uhr

"Haben jetzt den Zieltermin": Recken begrüßen Saisonstart-Festlegung auf 1. Oktober

"Haben jetzt den Zieltermin": Recken begrüßen Saisonstart-Festlegung auf 1. Oktober

Stefan Dinse und Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Recken-Geschäftsführer Eike Korsen (eingeklinkt) weiß, dass die Recken noch einiges zu tun haben, ehe im Oktober womöglich wieder gespielt wird.
Recken-Geschäftsführer Eike Korsen (eingeklinkt) weiß, dass die Recken noch einiges zu tun haben, ehe im Oktober womöglich wieder gespielt wird. © imago images/Noah Wedel/Debbie Jayne Kinsey
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Am Mittwoch hat die Handball-Bundesliga entschieden, dass die neue Saison am 1. Oktober beginnen soll. Die Recken begrüßen die Entscheidung, wissen aber auch, dass davor noch jede Menge Arbeit auf sie warten. Der Trainingsauftakt bei der TSV Hannover-Burgdorf ist für den 13. Juli avisiert.

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Eike Korsen reagiert realistisch auf die Entscheidung der Handball-Bundesliga (HBL), die Saison 2020/2021 am 1. Oktober zu starten. „Wir haben jetzt den Zieltermin“, sagte der Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf. „Wir haben aber noch extrem viel Arbeit vor uns.“

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Ticketing-Einnahmen: 25 bis 30 Prozent des Etats

Für Korsen und seine Kollegen von den insgesamt 20 Erstligisten, die am Mittwoch in einer Telefonkonferenz diese Abstimmung vornahmen, sowie den Dachverband geht es nun an die Organisation – das heißt Saisonvorbereitung, Spielpläne und Hygienekonzepte. Denn wenn ab Oktober gespielt wird, sollen Zuschauer in den Hallen mitfiebern dürfen. „Natürlich ist es unser Wunsch und Ziel, direkt vor unseren heimischen Fans die Spiele zu bestreiten“, sagte Korsen.

Die Recken und ihre Mitstreiter brauchen die Ticketing-Einnahmen, um ihren Spielbetrieb weiterhin finanzieren zu können. 25 bis 30 Prozent des Etats machen die Erlöse aus den Kartenverkäufen aus, der Anteil des Fernsehgeldes in den Klubetats liegt im einstelligen Prozentbereich.



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Vor dem Neustart Anfang Oktober gibt es aber noch viele Fragezeichen, das größte Risiko kann die HBL selbst gar nicht ausschließen – eine „zweite Welle“ der Covid-19-Pandemie und ein eventuell folgender Shutdown. Die Spielpläne für die 20er-Liga sollen bis Ende Juli erstellt werden, erst dann werden die Rahmentermine für die Partien der Recken feststehen. Erst danach kann die Feinabstimmung mit den Betreibern der ZAG-Arena und der Swiss-Life-Hall über die Spieltermine folgen.

In der Publikumsfrage sind die Recken und alle Bundesligisten zudem von den Vorgaben der jeweiligen Behörden abhängig. Zwar verspricht HBL-Präsident Uwe Schwenker: „Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um passende Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Zuschauern zu ermöglichen.“

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Kreative Recken-Fans in der Festung! ©

Es bleibt aber auch für die HBL das Problem des Verbotes von Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober. Die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Klausel, dass regional über Ausnahmen entschieden werden dürfe, erschwert sogar den Spielbetrieb in einer deutschlandweiten Liga.

Genehmigungen in einem Ort, aber Verbote an einem anderen Platz verhindern einen planbaren Spielbetrieb und können sogar zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Das Korsett für die Saison 2020/2021 ist mit 38 Runden bis zum 30. Juni 2021 inklusive einer WM im Januar ohnehin eng geschnürt.

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Tor: Domenico Ebner (26) und Urban Lesjak (29). Dieses Duo hatte wesentlichen Anteil am Aufschwung, braucht aber noch mehr Konstanz. Beide bieten eine gute und langfristige Perspektive, zumal auch das Menschliche stimmt. ©

An einem Hygienekonzept, das wieder Besucher in den Hallen ermöglichen soll, arbeitet die HBL. „Die Corona-Pandemie ist nach wie vor eine sehr reale Bedrohung“, sagte Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann. Dabei geht es um die Einhaltung der Abstandsregeln und auch um personalisierte Tickets.

Trainingsauftakt für den 13. Juli geplant

Planbar für die Klubs ist nun die Vorbereitung, die Recken wollen am 13. Juli wieder ins Training einsteigen. „Mithilfe von zweieinhalb Monaten Vorbereitung können wir möglichen Verletzungen entsprechend vorbeugen“, sagte der Sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen.

Trainer Carlos Ortega ergänzte: „Die Spieler haben seit März nicht mit dem Ball trainiert, das ist nicht gut für einen Handballer. Er will daher zu Beginn viel für die Schulterpartien machen, nach drei Wochen am Stück soll es dann eine Woche Pause geben. „Anschließend starten wir hoffentlich ganz normal mit dem Training“, sagte er.

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