17. Juni 2021 / 20:40 Uhr

Martinovic-Gala gegen Kastening und Co.: Recken lassen MT Melsungen alt aussehen

Martinovic-Gala gegen Kastening und Co.: Recken lassen MT Melsungen alt aussehen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
War der überragende Mann bei den Recken: Ivan Martinovic.
War der überragende Mann bei den Recken: Ivan Martinovic. © IMAGO/Eibner
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Im Halbfinale des DHB-Pokals war die TSV Hannover-Burgdorf der MT Melsungen noch unterlegen - in der Liga gab's nun die Revanche. Das Wiedersehen mit den Ex-Recken Kai Häfner und Timo Kastening entschied die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega am Ende deutlich für sich. Glänzend aufgelegt war Ivan Martinovic.

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Es gibt Hallen, in denen es in diesen hochsommerlichen Tagen deutlich heißer ist als bei der MT Melsungen in Kassel. In der recht wohl temperierten Rothenbach-Halle war die Luft dennoch raus – allerdings nur bei den Gastgebern. Die TSV Hannover-Burgdorf ließ sich in der Handball-Bundesliga nicht hängen und siegte mit 28:20 (12:10). Damit ist der Klassenerhalt auch rechnerisch eingetütet.

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Die Recken machten es zu Beginn ordentlich, spielten offensiv beweglich und mit einem überragenden Ivan Martinovic. Besonders sehenswert war sein Schlagwurf zum 5:3 (9. Minute), zuvor hatte er schon zwei Siebenmeter verwandelt. Auch defensiv waren die Gäste beweglich, verteidigten auf den Halbpositionen wie so oft vorgezogen. Sie gerieten nach zwei Fehlwürfen von Kapitän Fabian Böhm aber erstmals in Rückstand beim 5:6 (15.) – und auch das Tempo ließ bei den Recken nach. Trainer Carlos Ortega nahm prompt die Auszeit. „Faster, faster, faster!“, forderte der Coach.

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Keeper Lesjak lässt Melsungen verzweifeln

Nach seinem sechsten Treffer verfehlte Martinovic erstmals beim Strafwurf das Tor. Die TSV blieb aber knapp vorn, weil der starke Recken-Schlussmann Urban Lesjak in dieser Phase etliche Paraden hatte. Und der kroatische Nationalspieler baute seine großartige Serie auf acht Treffer aus. Vor dem 12:9 kullerte sein gedrehter Wurf zwar an den Pfosten, Martinovic erhielt allerdings einen Siebenmeter, den Johan Hansen nutzte. Ortega klatschte und nickte dem Linkshänder anerkennend zu, als er zurück zur Bank lief.

Nach dem Wechsel stand zunehmend Lesjak im Blickpunkt und reichlich unter Beschuss. Der Slowene sorgte dafür, dass die MT die Partie nicht drehen konnte. Zwei Tore in Überzahl – selten genug in dieser Saison bei den Recken – bedeuteten das 16:13 (39.). Mit einer sehr spektakulären Aktion leitete Lesjak die erste Vier-Tore-Führung ein: Zwar traf er nur die Querlatte des verwaisten Tores, den Abpraller indes sammelte Vincent Büchner ein.

Melsungen bricht ein

Die Recken blieben mit zwei bis drei Toren vorn, weil Melsungen es mit Einzelaktionen nicht zu richten vermochte. Eine Zeitstrafe gegen Hannes Feise überstand die TSV schadlos, weil der gute Spielmacher Veit Mävers umgehend eine Zeitstrafe herausholte. Hansen und Büchner mit Gegenstößen ins leere Tor erhöhten auf 25:19 (55.), da war der zweite Punktspielsieg gegen die MT beinahe geschafft. Die Gastgeber brachen jetzt sogar ein. Bei den Recken gab es nur strahlende Gesichter.