15. Oktober 2020 / 17:51 Uhr

Empor Rostock: Wetzel und Mehler – ein starkes Duo

Empor Rostock: Wetzel und Mehler – ein starkes Duo

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Geteilte Freude ist doppelte Freude: Die Empor-Torhüter Robert Wetzel (l.) und Leon Mehler jubeln nach dem 40:28-Sieg über Eintracht Hildesheim.
Geteilte Freude ist doppelte Freude: Die Empor-Torhüter Robert Wetzel (l.) und Leon Mehler jubeln nach dem 40:28-Sieg über Eintracht Hildesheim. © Sebastian Heger
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Robert Wetzel und Leon Mehler bilden seit 2018 das Torhütergespann des Handball-Drittligisten HC Empor Rostock. Die beiden harmonieren so gut, dass Trainer Till Wiechers ihnen viele Freiräume gibt.

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Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, als die Handballer des HC Empor Rostock die Edgar-Meschkat-Halle rockten. Das Team von Trainer Till Wiechers gewann 28:23 – und jubelte wie nach einem gewonnenen Endspiel. „Wir haben uns gefreut, als ob wir Meister sind“, erinnert sich Robert Wetzel noch gut an den 11. Oktober 2019. Der Schlussmann war an jenem Tage einer der Garanten des Erfolgs.

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Am Sonnabend ist Empor erneut bei den Schleswig-Holsteinern gefordert. „Das ist eine ziemlich harte Nuss, die wir zu knacken haben“, meint Wetzel, der sich im dritten Jahr in Folge den Torhüter-Part mit Leon Mehler teilt. Das Zusammenspiel der Keeper funktioniert. Pariert der eine, jubelt der andere. Wenn es bei dem einen nicht läuft, macht er den Platz für seinen Kollegen frei. Wiechers lässt seinen Keepern viele Freiheiten. „Ich greife selten ein, weil sie das gut machen.“

Die Schlussleute zahlen das Vertrauen mit Leistung zurück. Beim Saisonauftakt bei der HG Hamburg-Barmbek (33:19) überzeugte der 30 Jahre alte Wetzel. Eine Woche später präsentierte sich der neun Jahre jüngere Mehler beim 41:28 gegen die Füchse Berlin II in glänzender Verfassung. Als der Heißsporn eine Zeitstrafe erhielt, sprang Wetzel in die Bresche. „Da war ich zu impulsiv. Das darf nicht passieren, aber ich lebe von Emotionen“, meint Mehler, dem die Meckerei teuer zu stehen kam. Er muss 50 Euro in die Mannschaftskasse zahlen.

„Wir sind beide ehrgeizig, wollen immer Leistung abliefern“, sagt Robert Wetzel und betont: „Das Mannschaftliche steht über allem.“ Ein ungesunder Konkurrenzkampf, Missgunst oder Rivalität würden für negative Einflüsse sorgen, ist er überzeugt.

Nach den beiden Kantersiegen zum Auftakt steht für Empor in Altenholz der erste Härtetest an. „Das ist ein richtiger Gradmesser. Altenholz ist zu Hause immer stark, aber ich optimistisch, dass wir die Punkte mit nach Hause nehmen“, meint Leon Mehler.

Die Rostocker überzeugten in den ersten beiden Drittliga-Partien durch mannschaftliche Geschlossenheit, variablem Spiel und guten Torhüterleistungen.

In der Vorsaison gewannen die Rostocker beide Spiele gegen den TSV. In der Vorbereitung testete Empor zweimal gegen die Rand-Kieler – und behielt beide Male die Oberhand (35:26, 27:22). „Von den zwei Testspielen darf man sich nicht blenden lassen“, warnt Wetzel. „Siege in Altenholz sind keine Normalität.“ Aber sie sind besonders schön.