25. Mai 2021 / 18:55 Uhr

Trainer der HSG Laatzen-Rethen: Axel Gronau glaubt nicht an Spielbetrieb ab September

Trainer der HSG Laatzen-Rethen: Axel Gronau glaubt nicht an Spielbetrieb ab September

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Interview: Axel Gronau, Trainer der Regionsoberliga-Handballerinnen der HSG Laatzen-Rethen.
Im Interview: Axel Gronau, Trainer der Regionsoberliga-Handballerinnen der HSG Laatzen-Rethen. © IMAGO/Noah Wedel/privat
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Axel Gronau ist Trainer der HSG Laatzen-Rethen. Im Interview erklärt er, warum er nicht an einen Ligabetrieb ab September glaubt und gibt seine Einschätzung zu den Abwanderungsgerüchten um Recken-Coach Carlos Ortega.

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Hallo, Herr Gronau, sind Sie nach den vergangenen zehn Tagen optimistischer, im September endlich Ihre Premiere als Trainer der Frauen der HSG Laatzen-Rethen in der Regionsoberliga feiern zu können?

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Ehrlich gesagt bin ich da eher skeptisch. Ich rechne frühestens zum Jahreswechsel wieder mit Wettkampf, und dann auch nicht im Ligabetrieb, sondern in Turnierform. Die Politik wird vorher noch zu viel Angst davor haben und andere Dinge als wichtiger erachten. 40 Erwachsene werden die bestimmenden Personen so schnell nicht in eine Halle stecken. Das wird erst passieren, wenn die Herdenimmunität erreicht ist.

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Sie kamen im vergangenen Sommer nach Laatzen, ihre Mannschaft stieg nach der Saison 2018/2019 in die Regionsoberliga auf. Das Team brennt doch sicherlich darauf, mal eine komplette Saison in der höheren Spielklasse absolvieren zu können, oder?

Sie brennen darauf, überhaupt wieder was mit dem Ball in der Hand machen zu können und den Muff der letzten Monate aus den Knochen zu bekommen.

Wie groß ist Ihre Hoffnung, vor dem Sommer noch den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen zu können?

Wenn sich der aktuelle Trend hält, besteht ab dem 31. Mai wohl die Möglichkeit, nach vorherigem Test wieder zu trainieren. Einige Spielerinnen werden dann aber bestimmt noch passen, weil es ihnen weiterhin zu gefährlich ist. Das muss man dann akzeptieren, denn die Gesundheit steht über allem.

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Sucht die HSG noch Spielerinnen, die ab dem erlaubten Trainingsbeginn einsteigen wollen?

Ja, das tun wir. Wir haben generell noch Platz im Kader. Interessierte Spielerinnen finden auf unserer Website hsg-laatzen-rethen.de alle Ansprechpartner und Kontakte.

Wie halten Sie von den Gedankenspielen des Handball-Verbandes Niedersachsen, im Sommer verstärkt unter freiem Himmel spielen zu wollen?

Wenn das just for fun bei Rasenturnieren angedacht ist, finde ich das gut. Aber auch dafür braucht man Vorlaufzeit. Seit vielen Monaten haben die Spielerinnen keine handballspezifischen Bewegungen mehr gemacht. Das kann auf Rasen mit Restfeuchte zu bösen Verletzungen führen, das muss man mit allen Mitteln verhindern. Das wäre dann wohl nur für die heißen Sommermonate eine Option.

Was sagen Sie als Vorsitzender des Fanclubs „ReckenGarde“ eigentlich zu den Abwanderungsgerüchten um den Chefcoach der Recken, Carlos Ortega?

Ich hoffe, dass er noch ein Jahr hier bleibt und der FC Barcelona dann 2022 die Ablöse zahlt. Bis dahin haben die Recken genug Zeit, sich um einen Nachfolger zu kümmern. Und Ortega wird bis dahin alles geben, davon bin ich überzeugt.