26. Oktober 2020 / 10:57 Uhr

Hannes Werner vermiest Alex Zinn die Geburtstagsparty im Derby

Hannes Werner vermiest Alex Zinn die Geburtstagsparty im Derby

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Links: Hannes Werner trifft hier ausnahmsweise freistehend. Meist schossen seine Würfe aber durch die Grimmener Deckung. Rechts: Alex Zinn traf dreimal für die „Erste“ und zuvor fünfmal für die Reserve.
Links: Hannes Werner trifft hier ausnahmsweise freistehend. Meist schossen seine Würfe aber durch die Grimmener Deckung. Rechts: Alex Zinn traf dreimal für die „Erste“ und zuvor fünfmal für die Reserve. © Horst Schreiber
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Im Handballspiel der MV-Liga zwischen HSV Grimmen und Stralsunder HV II unterlagen die Gastgeber mit 27:35 (11:15).

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Alex Zinn erlebte einen durchwachsenden 20. Geburtstag. Der Rechtsaußen des HSV Grimmen feierte zunächst mit der Handball-Reserve den ersten Saisonsieg in der Verbandsliga Ost (29:23 gegen HSV Waren), erlebte im Anschluss aber eine deftige Pleite im Derby gegen den Stralsunder HV II (27:35). „Die Niederlage überschattet den Geburtstag ein wenig. Aber wichtig ist auch der Erfolg mit der ,Zweiten'“, bemerkte Zinn. Hauptverantwortlicher für das bittere Geburtstagsende war Hannes Werner. Der Stralsunder war in Grimmen überhaupt nicht zu stoppen, wuchtete zwölf Buden zumeist aus dem Rückraum in den HSV-Kasten. „Es lief ganz gut, ja“, schmunzelte Werner.

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Die beiden Protagonisten eröffneten den Handball-Abend am Sonnabend. Werner traf zur 1:0-Führung, Zinn glich für den HSV aus. Danach zündete vor allem der SHV, der ohne den kurzfristigen ausgefallenen Trainer Gunnar Jasmann auskommen musste. „Man will natürlich auch ohne Trainer zeigen, was man sich die Wochen erarbeitet hat“, kommentierte Werner. Das klappte: 8:3 und 10:6 lauteten die zwischenzeitlichen Führungen bis zum Halbzeitergebnis von 15:11 für die Gäste.

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Die Gastgeber waren bedient. Trainer Alexander Einweg musste erst einmal kräftig durchpusten, bevor er seinen Jungs in die Kabine folgte. Die anschließende Ansprache zeigte anscheinend Wirkung. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff war der Spielstand erst egalisiert, dann traf Chris Köhler gar zu Führung (20:19). „Wir waren vorn aber es hat sich nicht so angefühlt“, sagte Zinn. Die Unsicherheit aus zuvor 40 unterlegenden Minuten, in denen der HSV keinen Zugriff in der Abwehr bekam, war den Hausherren anzumerken.

Vielleicht lag es auch an Hannes Werner, der mit seinem Tor zum 20:20 prompt die Wende einleitete. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch verlieren", zeigte sich Werner nach Abpfiff gelassen. In der Schlussviertelstunde traf der Rückraumspieler noch fünf Mal, ließ sich dabei auch nicht von einer Manndeckung beeindrucken. So schraubte die Drittliga-Reserve das Ergebnis noch von 25:24 (50.) auf 35:27 (60.). „Wir haben in der MV-Liga einige Derbys aber gegen Grimmen ist es nochmal etwas Besonderes. Da hat man nochmal mehr Bock“, gesteht Werner.

Auf der anderen Seite mischte sich in die Enttäuschung über die Niederlage auch Trotz. „Es sind klaren Sachen, die heute schlecht liefen. Aber wir kriegen das gebacken! Das arbeiten wir im Training wieder raus und machen es besser“, beschwor Zinn. Drei Wochen hat der HSV Zeit, um zu justieren. Erst am 14. November ist das nächste Spiel zuhause gegen Matzlow-Garwitz geplant. Der SHV II bittet eine Woche zuvor den HC Vorpommern-Greifswald zum nächsten Derby.

Nach dem Spiel verabschiedeten die Grimmener ihre langjährigen Teamkollegen Tino Corswandt (vorne links) und Tim Pischke (vorne rechts).
Nach dem Spiel verabschiedeten die Grimmener ihre langjährigen Teamkollegen Tino Corswandt (vorne links) und Tim Pischke (vorne rechts). © Horst Schreiber

HSV: Borchardt, Tober - Hildebrandt 4, Bernhardt 1, B. Köhler 3, Salbrecht 5/1, Pervölz 5/3, Beneke 1, Raesch, Bentzien 1, C. Köhler 4, Zinn 3.

SHV: Korth, Michaelsen - Mittmann 6, Badendieck 6/3, Bredenebeck 3, Zober 4, Uecker, Kuhn, Werner 12, Kuhn 2, Sinnig 2.

Siebenmeter: HSV 4/5, SHV 3/3.

Zeitstrafen: HSV 12, SHV 8.