08. Juli 2021 / 16:31 Uhr

Handball im Hexenkessel: SC DHfK Leipzig hofft auf 5000 Fans in der nächsten Saison

Handball im Hexenkessel: SC DHfK Leipzig hofft auf 5000 Fans in der nächsten Saison

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Im Rahmen eines Modellprojekts darf das Bundesliga-Nachhospiel vor 1000 Zuschauern in der Arena Leipzig ausgetragen werden.
Zwar müssen noch Details abgeklärt werden, aber: Der SC DHfK Leipzig hofft, in der neuen Saison noch mehr Zuschauer begrüßen zu dürfen. © Christian Modla
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Während drei Leipziger Handballer mitten in den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Tokio vor leeren Rängen stecken, wird in Leipzig fleißig daran gearbeitet, die Tribünen der Arena in der nächsten Saison wieder komplett auszulasten. Der SC DHfK hofft auf bis zu 5000 Fans.

Leipzig. Mit Kristian Saeveras (Norwegen), Oskar Sunnefeldt (Schweden) und Philipp Weber (Deutschland) haben gleich drei Leipziger Handballer in diesem Jahr Flugtickets nach Japan gelöst. Doch bevor am 23. Juli die Olympischen Spiele in Tokio eröffnet werden, stehen für die Nationalspieler zahlreiche Trainingseinheiten und Testspiele auf dem Programm. Bereits diesen Freitag (20.15 Uhr/Sport1) wird sich Rückraumspieler Weber mit der deutschen Mannschaft gegen Brasilien messen und die Kräfteverhältnisse mit dem olympischen Vorrundengegner schon zwei Wochen vor dem großen Turnier abklären.

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5000 Fans in Leipzig das Ziel

Die Vorfreude auf die Testspiele ist groß, denn beim Drei-Länder-Turnier in Nürnberg sind endlich wieder Zuschauende dabei. Darauf hatte vor allem Alfred Gislason 16 Monate lang sehnsüchtig gewartet. „Das ist ein neues Erlebnis für mich als Nationaltrainer. Ich habe das bisher noch gar nicht erlebt“, so der Coach über die Premiere. „Ich freue mich sehr, diese Stimmung von den Rängen zu haben und nicht jeden Ballkontakt zu hören. Das ist endlich mal etwas anderes.“ 1000 Zuschauer sind in Nürnberg zugelassen – auf einen richtigen Hexenkessel wird sich Gislason aber weiter gedulden müssen. Ganz besonders, da die Olympischen Spiele in Tokio gänzlich ohne Fans in den Rängen stattfinden werden.

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Eine Option für den Bundestrainer wäre nach den Spielen ein Besuch der Arena Leipzig. Denn die Staatskanzleien der Landesregierungen haben sich in dieser Woche für eine Zulassung von 5000 Zuschauern bei den Bundesligapartien der anstehenden Spielzeit ausgesprochen. Eine Nachricht, die DHfK-Manager Karsten Günther nur zu gerne hörte. „Das sind erstmal richtig gute News“, so der 39-Jährige, der sich unter Einhaltung der drei G’s (nur geimpfte, genesene oder getestete Fans) für die volle Auslastung der Arena ausspricht. „Ich würde die 5000 Zuschauer sehr gerne voll machen. Die Details müssen nun mit der Stadt und dem Gesundheitsamt abgeklärt werden“, so Günther. Dabei müsse vor allem geklärt werden, ob Abstands- und Maskenpflicht weiterhin gelten sollen – dann wäre die hohe Auslastung nicht möglich.

In Nürnberg werden diese Verhaltensregeln am Wochenende weiter gelten. Jeweils 1000 Fans dürfen gegen Brasilien und Ägypten dabei sein. „Es wird uns vor dem Abflug nach Tokio sehr helfen zu merken, dass wir die Unterstützung und den Rückenwind von den Rängen haben. Das brauchen die Jungs“, sagte Axel Kromer. „Deshalb sind wir froh, jetzt in eine andere Zeit hineinzurutschen“, so der DHB-Sportvorstand weiter. Ein Statement, das wenige Stunden später durch das Zuschauerverbot in Japan eingeholt wurde – zumindest in der kommende Bundesligasaison aber untermauert werden soll.