10. September 2019 / 18:04 Uhr

Handball-Kracher in der Rostocker Stadthalle

Handball-Kracher in der Rostocker Stadthalle

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Handballfest in der Stadthalle: Empor-Spieler Tim Völzke (r.) setzt sich gegen die Stiere-Abwehr durch. Am Ende bejubeln die Rostocker einen 26:17-Erfolg.
Handballfest in der Stadthalle: Empor-Spieler Tim Völzke (r.) setzt sich gegen die Stiere-Abwehr durch. Am Ende bejubeln die Rostocker einen 26:17-Erfolg. © FotoS: Sebastian heger, DIETMAR LILIENTHAL und Ecki Raff
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Mit dem HC Empor Rostock und den Mecklenburger Stieren treffen zwei Drittliga-Spitzenteams aufeinander. Über 3000 Fans werden am Sonnabend in der Stadthalle erwartet.

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Die Handballer des HC Empor Rostock können es kaum erwarten. Nach dem perfekten Saisonstart und dem Sprung an die Tabellenspitze steht für das Team von Trainer Till Wiechers der erste Kracher an. Am Sonnabend kommen die Mecklenburger Stiere in die Stadthalle (Anwurf 18.30 Uhr).

„Wir freuen uns megadoll auf das Spiel“, sagte der 36 Jahre alte Empor-Coach. Er rechnet mit einem „packenden Fight bis in die Schlussminuten“. Klubchef Tobias Woitendorf erwartet „ein rassiges und spielerisch attraktives Duell“. Auch Stiere-Geschäftsführer Axel Schulz (55) geht von einem „spannenden Derby“ aus.

Bei aller Rivalität: Beide Klubs arbeiten heutzutage viel enger zusammen als früher. Wiechers und sein Schweriner Kollege Mannhard Bech (51) führten Anfang August ein Trainingscamp für neun- bis ­14-jährige Kinder durch. Eine Neuauflage folgt Anfang Oktober in Schwerin. „Es gibt zu wenig Nachwuchs“, begründete Wiechers, der ebenso wie Bech Mädchen und Jungen für den Sport begeistern möchte. „Es geht nicht um Rostock oder Schwerin, sondern um das Land.“

Die Gastgeber, die vor knapp sechs Monaten gegen die Stiere einen 26:17-Kantersieg verbuchten, rechnen am Sonnabend mit über 3000 Zuschauern. 200 Anhänger werden die Stiere lautstark unterstützen. „Das wird ein Handballfest. Das ist schön für die Fans und gut für die Region“, betonte Schulz.

Die Stiere machten das Spektakel erst möglich. Laut Spielplan hätten sie in der Hinrunde Heimrecht. Für den Rückrunden-Termin wäre die Stadthalle nicht verfügbar. Die Schweriner stimmten einem Tausch zu.

Mit dem Nord-Meister Empor und dem Vorjahresvierten Schwerin treffen die derzeit erfolgreichsten Teams aus Mecklenburg-Vorpommern aufeinander. „Der Titel geht nur über uns“, verkündete Wiechers vor Saisonbeginn selbstbewusst. Die Schweriner sind nicht minder ambitioniert. „Wir wollen Meister werden, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren“, sagte Ex-Nationalspieler Schulz, der neben Empor auch Zweitliga-Absteiger Dessau und Liganeuling Vinnhorst als Favoriten nennt. „Mit etwas Abstand folgen Potsdam, Hildesheim und Altenholz.“

Mit Alexander Williams, Kevin Herbst, Kim Collin Reiter, Adam Papadopoulos, Václav Klimt und Hannes Schulz holten die Schweriner sechs neue Leute. Ihnen stehen mit dem Top-Torschützen Mathias Mark Pedersen, Morten Joakim Pedersen, Armi Pärt und Johannes Prothmann vier Abgänge gegenüber.

Nach der 22:31-Auftaktpleite bei den Berliner Jungfüchsen setzten die Landeshauptstädter am Sonntag mit einem ungefährdeten 37:30-Erfolg über den SV Anhalt Bernburg ein erstes Ausrufezeichen. Die Gastgeber führten bereits mit zwölf Toren Differenz (29:17 und 33:21). „Damit haben die Schweriner ihre Ambitionen untermauert“, anerkannte Klubchef Woitendorf.

Till Wiechers hofft darauf, dass er am Sonnabend erstmals alle vier Neuzugänge (Per Oke Kohnagel, Ole Diringer, Jonas Ottsen und Jaris Tobeler) aufbieten kann. Der zuletzt mit einem Magen-Darm-Infekt pausierende Jakub Zboril ist wieder fit. Bei Robert Wetzel besteht zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung, dass er gegen seinen Ex-Verein wieder im Tor stehen kann. Der Kapitän kann sein Comeback nach überstandener Leistenoperation kaum erwarten.

Flusskreuzfahrtreise zu gewinnen

Handball-Derby mit einem bunten Rahmenprogramm: Mit Live-Musik wird den Fans bereits vor dem Anpfiff angeheizt. Im Foyer präsentieren sich die Ostseesparkasse und A-Rosa, die das Spiel des HC Empor gegen die Mecklenburger Stiere präsentieren. Unter allen Zuschauern wird eine Flusskreuzfahrt-Reise für zwei Personen verlost. Empor ist mit einem Fanartikelstand vertreten. Der Drittligist will bis Jahresende die 500-Mitglieder-Marke knacken.

Eintrittskarten für das Handball-Derby sind in allen OZ-Service-Centern erhältlich.

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