13. Januar 2021 / 15:09 Uhr

"Darauf kann man sich freuen": Männich und Reinemann starten bei German Beach Trophy

"Darauf kann man sich freuen": Männich und Reinemann starten bei German Beach Trophy

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Spielen in
 Düsseldorf: Celina Männich (links) und Emma Reinemann von
 den Unicorns.
Spielen in Düsseldorf: Celina Männich (links) und Emma Reinemann von den Unicorns. © privat
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Am Samstag und Sonntag findet in Düsseldorf die German Beach Trophy statt. Zum ersten Mal nehmen auch Handballerinnen und Handballer teil. Aus Hannover gehen Celina Männich und Emma Reinemann an den Start - beide spielen für die Beach Unicorns Hannover. Die Männer hatten dagegen Pech. 

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Es hat arg geknirscht bei den Beachhandballern im vergangenen Jahr. Kaum ein Turnier konnte ausgetragen werden wegen Corona, Meisterschaften fielen aus, die Saison rieselte den Sportlern förmlich durch die Hände. Kein Wunder, dass zumindest die Nationalspieler jetzt gern zugreifen bei dieser neuen Chance. Am Samstag und Sonntag sind in Düsseldorf anlässlich der German Beach Trophy nicht nur die Volleyballer dabei, sondern erstmals auch die Handballer. Zwei Frauen aus Hannover sind nominiert, die beiden Männer aus dem deutschen Kader hatten dagegen Pech.

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Für Celina Männich von Beach-Vizemeister Beach Unicorns Hannover ist es eine sportlich trübe Zeit. Bis Ende Februar bleiben ihr die Hallen verschlossen. Die 22-Jährige ist angehende Bankkauffrau, in der Halle spielt sie für Oberligist MTV Rohrsen. „Immer nur allein für sich etwas zu tun oder um den Maschsee laufen, das ist schon etwas zäh“, sagt Männich, die mit ihrem Freund Lennart Koch von Drittligist Hannover-Burgwedel in der Altstadt wohnt. Das Beachen ist für die Abwehrspezialistin wie ein Licht am Ende des Tunnels: „Darauf kann man sich freuen und hinarbeiten, das ist ein Ziel.“

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Auch Riesentalent Reinemann ist dabei

Gemeinsam ist Männich mit Unicorns-Kollegin Emma Reinemann zuletzt kurz vor Weihnachten zu einem Lehrgang der DHB-Frauen nach Witten bei Dortmund gefahren. Die 16-Jährige vom TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst gilt als Riesentalent, nicht umsonst hat sie Bundestrainer Alexander Novakovic schon zu Lehrgängen der Frauen eingeladen. In Düsseldorf wird sie jedoch für das U17-Team auflaufen. „Das wird eine coole Sache, das erste Mal in einem Spiel der Nationalmannschaft“, sagt die Gymnasiastin.

Die Helmstedterin spielt für die B-Jugend von Baden­stedt, zudem ist sie in der A-Jugend-Bundesliga am Ball. In der Coronazeit ist Beachhandball ein wichtiger Spaßfaktor für sie gewesen. Normalerweise wäre sie schon im Sommer 2020 bei der EM gewesen, die Pandemie hat sie vereitelt. Vom 8. bis 11. Juli soll sie nun in Varna (Bulgarien) über die Bühne gehen. „Es wäre super, wenn ich dabei bin“, sagt Linksaußen Emma Reinemann.

Große Konkurrenz

In Düsseldorf werden in der Mitsubishi-Electric-Halle extra 350 Tonnen Sand aufgeschüttet. Die vier Nationalteams (Männer und Frauen plus Jugend) werden für die German Beach Trophy in zwei Formationen aufgeteilt, es treten jeweils Nord gegen Süd in Hin- und Rückspiel gegeneinander an und sammeln dabei Punkte für die mannschaftsübergreifende Nord-/Süd-Wertung.

„Da kann man sich endlich mal wieder zeigen“, so Männich, die ebenfalls auf ein EM-Ticket hoffen darf. Die Damen sind vom 13. bis 18. Juli in Varna am Start. „Die Konkurrenz ist aber sehr groß, die meisten kommen aus der 1. und 2. Liga“, weiß Männich.

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Pech für Hannovers Männer

Bei den Männern muss Auswahlspieler Maurice Dräger von Drittligist TuS Vinnhorst noch länger pausieren. Er hat sich beim Beach-Stützpunkttraining einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen. Frühestens im Februar kann er wieder ins Training einsteigen.

TuS-Torhüter Colin Räbiger ist nicht für Düsseldorf berufen worden, der 2,07-Meter-Hüne gehört dem DHB-Kader aber weiter an und kann daher auch während der Pandemie üben – in diesen Zeiten ein großes Privileg, wenngleich es für die Drittligisten in der Halle jetzt wieder mit dem Training losgeht. Im Sand tragen Dräger/Räbiger das Trikot einer norddeutschen Auswahl, der „Nordlichter“. Wegen Corona steht in diesem Jahr sowohl die WM (Ende Juni in Portugal) und die EM parallel zu den Frauen an. „Wir verlieren das nicht aus dem Blick, da wollen wir hin“, sagt Räbiger.

Livestream auf Twitch

Für die internen Wettkämpfe der Beachhandballer bei der German Beach Trophy gibt es einen Livestream (twitch.tv/trops4).