11. November 2019 / 08:46 Uhr

Handball-Männer vom SSV Falkensee bringen Vorsprung über die Zeit

Handball-Männer vom SSV Falkensee bringen Vorsprung über die Zeit

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Rückraumakteur Julius Schütz (beim Wurf) war auch im Heimspiel gegen den 1. SV Eberswalde der Dreh- und Angelpunkt im Falkenseer Spiel.
Rückraumakteur Julius Schütz (beim Wurf) war auch im Heimspiel gegen den 1. SV Eberswalde der Dreh- und Angelpunkt im Falkenseer Spiel. © Tanja M. Marotzke
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Handball-Verbandsliga Nord: Knapper 21:20-Heimerfolg über den 1. SV Eberswalde - Falkenseer festigen Mittelfeldplat.

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Die Handball-Männer vom SSV Falkensee haben in dieser Saison mit großen Personalproblemen zu kämpfen, weil vor der Saison zahlreiche Spieler sowie eine Reihe von Nachwuchsakteuren, die auf dem Sprung in den Männerbereich waren, den Verein verlassen haben. Die verbliebenen Spieler machen aber bislang mit tatkräftiger Unterstützung der zweiten Mannschaft das Beste daraus. Am Sonnabend feierten die Falkenseer beim 21:20 (13:7) über den vorherigen Tabellendritten vom 1. SV Eberswalde einen wichtigen, weil nicht unbedingt erwarteten Erfolg. Mit dem dritten Heimsieg in dieser Saison festigten die SSV-Männer mit 6:8 Punkten ihren Tabellenplatz im Mittelfeld der Verbandsliga Nord.

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Torwart-Vorteile auf Falkenseer Seite

Rückraumspieler Julius Schütz, mit sieben Toren einmal mehr bester Werfer der Falkenseer Mannschaft, fiel hinterher ein Stein vom Herzen. „Endlich einmal hatten wir auch das Glück, ein so knappes Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Für uns als Spieler war das sehr wichtig“, sagte der 22-jährige Aktivposten der SSV-Sieben. Dabei mussten die Gastgeber mit Maurice Gernig (verletzt) wieder auf einen wichtigen, weil torgefährlichen Mann verzichten.

Beide Mannschaften begannen recht nervös. Auf Falkenseer Seite stand aber von Beginn an die Deckung sehr gut. Dahinter zeigte der erfahrene Keeper Tom Göbelsmann einige starke Paraden und verschaffte sich gleich Respekt beim Gegner aus Eberswalde. Allerdings ließ zunächst vorn die Wurfquote auch bei den Falkenseern zu wünschen übrig. So fiel das erste Tor des Spiels erst in der 6. Minute für die Gäste. Beim 4:4 (13.) war klar, dass es eine recht torarme Begegnung werden würde.

Bis zum 8:7 für die Falkenseer (22.) ging es ausgeglichen zu. Dann sollte Eberswalde in der ersten Hälfte kein Treffer mehr gelingen. In der Defensive ließen die Gastgeber kaum etwas zu. Keeper Göbelsmann konnte sich weiter steigern, wehrte einen Siebenmeter ab und zwang die Gegenspieler immer wieder zu Fehlwürfen. So zogen die Falkenseer bis zur Pause bis auf 13:7 weg, auch weil neben Julius Schütz auch Tim Kommnick und Dennis Scharkowski ein gutes Händchen bewiesen.

Gastgeber behalten die Nerven

In der Halbzeit stand aus Gastgebersicht die Frage, ob dieser Vorsprung reichen. Wie es fast zu erwarten war, stieg auf Falkenseer Seite im Angriff die Fehlerquote an. Der Vorsprung schmolz langsam, aber stetig zusammen. Die Gastgeber verstanden es aber immer wieder, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und hinten im Tor vereitelte Göbelsmann weiterhin Großchancen der Eberswalder. So kamen die Gäste erst sechs Minuten vor Schluss zum 19:19-Ausgleich.

Dann gelang dem Falkenseer Justin Koos sein erstes Tor von Rechtsaußen und auf der anderen Seite sah der Eberswalder Moritz Assmann die Rote Karte, weil er sich nach einer Zeitstrafe nicht beherrschen konnte. Nach dem 21:19 von Scharkowski (57.) ließen die Gastgeber nur noch ein Siebenmetertor zu und konnten somit einen weiteren Heimsieg bejubeln. „Die Deckung und unser Torwart waren heute sehr gut. Und vorne haben wir die Angriffe meist mit Geduld ausgespielt und uns nicht so viele Fehlversuche geleistet“, meinte SSV-Trainer Konstantin Schütz.

SSV Falkensee: Tom Göbelsmann – Christian Weichert, Justin Koos (1), Tim Radloff, Florian Schwarzbold (1), Peer Buhle, René Ginezki (2), Dennis Scharkowski (6), Tim Kommnick (3), Julius Grätsch, Julius Schütz (7/1), Sebastian Molitor (1).