29. April 2022 / 17:24 Uhr

„Einfach überragend“: MTV Rosdorf lässt in Peine aufhorchen

„Einfach überragend“: MTV Rosdorf lässt in Peine aufhorchen

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Sascha Heiligenstadt, Trainer des MTV Rosdorf, und Spielerinnen feiern ihr Team.
Sascha Heiligenstadt, Trainer des MTV Rosdorf, und Spielerinnen feiern ihr Team. © Helge Schneemann/Archiv
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Das intensive Nachholprogramm in der Handball-Oberliga der Frauen geht weiter. Am Donnerstag wartete der ersatzgeschwächte MTV Rosdorf mit einem überraschenden Sieg beim MTV VJ Peine auf. Hingegen kassierte der Vorletzte HSG Plesse-Hardenberg binnen knapp einer Woche seine vierte Niederlage in Folge.

MTV VJ Peine – MTV Rosdorf 18:20 (6:7). Auch mit nur wenigen Auswechselspielern konnte der MTV das Spiel für sich entscheiden. „Das war einfach überragend“, berichtete Larissa Apel. „Jede Spielerin hat 60 Minuten gekämpft und alles gegeben. Nach dieser Leistung können wir stolz auf uns sein.“ Vor allem die Abwehr stand perfekt. Emily Kepler ergänzte: „Das war einfach nur geil. Unsere Torfrau Louisa Schlote hat uns den Rücken frei gehalten, und alle haben gekämpft bis zum Umfallen.“ 18:18 stand es vier Minuten vor Schluss. Zweimal traf dann Neele Diek – und der Sieg war perfekt. Am Sonnabend (19 Uhr) geht es für den MTV beim Tabellenelften Germania List weiter. „Hier müssen wir alles geben. Da List auch schnellen Handball spielt, sollten wir aufmerksam und fokussiert sein“, sagt Trainer Sascha Heiligenstadt. MTV-Tore: Diek (8/4), Neidthardt, Wedemeier (je 4), Kehler(2), Apel, Moschner (je 1).

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HSG Schaumburg Nord – HSG Plesse-Hardenberg 23:20 (7:11). Beim Burgenteam will der Knoten einfach nicht platzen. Im vierten Spiel binnen sieben Tage setzte es die vierte Niederlage. Zwar führte das Burgenteam zur Pause noch klar mit 11:7, dann ging es aber bergab, nachdem Schaumburg auf eine 4:2-Abwehr umgestellt hatte. „Das hat uns überfordert und zu falschen Entscheidungen und Ballverlusten geführt“, ärgerte sich die beste Werferin Lara Al Najem. „Dann haben wir klare Torchancen liegengelassen und am Ende den Kopf verloren.“ Nach dem Freitagabendspiel beim Schlusslicht MTV Geismar (war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) muss die HSG bereits am Sonntag zu ungewohnter Zeit (14.45 Uhr, Sporthalle Bovenden) zum Rückspiel gegen Eintracht Hildesheim ran. HSG-Tore: AL Najem (4/1), Bachmann, Pfotzer, Popp, Schütze (je 3), Hartig, Hemke, Henne, Müller (je 1).

HSG Göttingen gewinnt Landesliga-Schlager

SC Dransfeld – HSG Göttingen 18:33 (12:20). Lennart Pietsch, der Trainer des SC Dransfeld, erkannte die klare Niederlage im Gipfeltreffen neidlos an: „Wir haben verdient verloren. Im Angriff und der Abwehr waren wir immer einen Schritt zu langsam.“ Freude hingen bei der HSG: „Wir haben das Derby deutlich für uns entscheiden können, weil wir über 60 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung abrufen konnten“, freute sich Teamsprecherin Franziska Crapanzano. „Vor allem eine starke Abwehr inklusive toller Torhüterparaden und daraus resultierend unser schnelles Tempo nach vorne waren der Schlüssel zum Sieg.“ Am Sonnabend (17 Uhr) empfängt der Spitzenreiter HSG den Tabellenzweiten MTV Rohrsen. Am selben Tag um 18 Uhr spielt der SC Dransfeld gegen die SG Börde Handball.

Von Ferdinand Jacksch