20. Juli 2021 / 17:11 Uhr

Handball-Oberligisten starten in die Vorbereitung

Handball-Oberligisten starten in die Vorbereitung

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Die Handballer vom HSV Insel Usedom starteten mit einem Triathlon in die Vorbereitung. Hier wird Louis Städing von Neuzugang Christian Schwarz auf dem Rad verfolgt. 
Die Handballer vom HSV Insel Usedom starteten mit einem Triathlon in die Vorbereitung. Hier wird Louis Städing von Neuzugang Christian Schwarz auf dem Rad verfolgt.  © insel-fotograf.eu
Anzeige

Nach zwei abgebrochenen Saisons hoffen HSV Insel Usedom, SG Uni-Greifswald/Loitz und Bad Doberaner SV auf weniger Einschränkungen und volle Hallen. 

Anzeige

Nach zwei abgebrochenen Spielzeiten hoffen die Handballer in der Oberliga Ostsee-Spree auf eine Saison mit möglichst wenig Einschränkungen und vielen Zuschauern. Wie schon in der Vorsaison ist die vierthöchste Liga wieder in eine Nord- und eine Südstaffel eingeteilt. Der HSV Insel Usedom, die SG Uni Greifswald/Loitz und der Bad Doberaner SV treten alle in der Nordstaffel an, die neben dem vierten MV-Team Fortuna Neubrandenburg zum größten Teil aus Mannschaften aus Berlin und Umgebung besteht.

Anzeige

Der HSV und die SG streben die Meisterrunde an, für die man voraussichtlich mindestens Vierter werden muss. Bei den Doberanern liegt der Fokus voll und ganz auf dem Klassenverbleib. Die Liga hat die Spielpläne zwar schon an die Vereine gegeben, öffentlich sind bisher aber weder Spielplan noch das genaue System, das auf die Hauptrunde folgt.

HSV Insel Usedom

Mit einem, beim HSV Insel Usedom fast schon traditionellem, Triathlon starteten die Usedomer Handballer in die Saisonvorbereitung. 200 Meter schwimmen, 30 Kilometer auf dem Rad und ein acht-Kilometer-Lauf dienten als Einstieg in die schweißtreibendste Zeit des Jahres. Nach einer Stunde und 41 Minuten überquerte Kevin Mainitz dabei als erster die Ziellinie. „Da hat man gesehen, dass Kevin in der freien Zeit ordentlich trainiert hat“, freute sich Manager Christopher Neidel.

Trainer Uwe Kalski konnte zum Trainingsauftakt seinen gesamten Kader begrüßen. Am 18. September startet für den HSV die Saison mit einem Heimspiel gegen Fortuna Neubrandenburg. „Die Zeit bis dahin wollen wir für eine ordentliche Vorbereitung nutzen. Unser erstes Ziel ist natürlich das Erreichen der Meisterrunde. Wenn uns das gelingt setzen wir uns noch einmal zusammen und stecken die Ziele neu ab“, sagt Kalski.

Im Kader gab es im Vergleich zur letzten Saison leichte Änderungen: Dariusz Zajac (Ziel unbekannt), Paul Müller (TSV Blaustein) und Carl Mertins (HC Vorpommern Greifswald) werden nicht mehr dabei sein. Neu dazukommen sind mit Christian Schwarz (VfL Potsdam) und Karol Moscinski (VfL Fredenbeck) zwei erfahrene Akteure von Drittligisten. Ergänzt wird die Mannschaft in Zukunft durch viele junge und hoffnungsvolle Talente. „Jungs wie Franz Mende, Thoralf Conrad, Igor Urbaniak, Krzyztof Mucha Nils Seefeldt und Louis Städing können sich in der Vorbereitung beweisen und so in den Kader rutschen. Außerdem konnten wir Routinier Alex Leow noch einmal davon überzeugen, auszuhelfen“, so Kalski. Das Hauptaugenmerk möchte der Trainer zunächst auf eine starke Deckung und einen starken Rückraum legen.

In der weiteren Vorbereitung sind gemeinsame Trainingseinheiten und Testspiele gegen den HC Vorpommern-Greifswald, den Dessau-Roßlauer HV und den Güstrower HV geplant. Dazu kommen zwei Turnierteilnahmen beim Matthäi-Cup in Oranienburg und beim Jacob-Cement-Cup in Neubrandenburg.

Mehr Handball-News aus Mecklenburg-Vorpommern

Sg Uni-Greifswald/Loitz

Für den Viertligisten SG Uni Greifswald/Loitz steht der Start in die Vorbereitung noch aus. Das Team von Trainer Raki Marangko trifft sich am kommenden Wochenende zu einem dreitätigen Trainingslager in Loitz. Bis zum Saisonauftakt in der heimischen Peenetalhalle am 11. September gegen den VfV Spandau ist der Terminkalender vollgepackt. Zunächst geht es am 12. August gegen die Stiere Schwerin (3.Liga), zwei Tage später kommen die beiden Viertligisten MTV Altlandsberg und der Grünheider SV, sowie der HSV Grimmen zum GHD-Gesundheits-Cup. „Alle fiebern dem Saisonauftakt mit möglichst wenig Einschränkungen und hoffentlich wieder mit Zuschauern entgegen. Ziel ist es, sich in der Nordstaffel für die Meisterrunde zu qualizieren“, sagt Vorstandsmitglied Bernt Petschaelis.

Dabei helfen sollen die vier Neuzugänge. Linksaußen Michal Czerwinski (25) kommt von MKS Kalisz aus der polnischen Super League, mit Gergö Todh (23) von Gyöngyös Kezilabdo Club kommt ein Defensivspezialist aus der höchsten ungarischen Liga. Der 23-jährige Linkshänder Lucas Kladek-Markau wechselt vom HSV Grimmen an die Peene. Der Rechtsaußen mit Drittligaerfahrung fällt aufgrund gesundheitlicher Probleme aber zunächst aus. Mit Tom Stubbe (20) kehrt ein Eigengewächs nach zwei Jahren beim Güstrower HV zurück an den Kreis der SG.

Damit sollen die Abgänge von Hannes Lembke, Johannes Prothmann (beide Karriereende), Laszlo Mitrik (Rückkehr nach Ungarn) und Julian Schramm (HSV Grimmen) aufgefangen werden.

Bad Doberaner SV

Beim Bad Doberaner SV geht es am Montag in die zweite Phase der Vorbereitung. Bis zum Pflichtspielstart am 4. September in der eigenen Halle gegen Fortuna Neubrandenburg ist aber noch einiges zu tun. Mit Michael Höwt, Martin Koszinski, Eric Wilhelm, Tom Steinberg und Robert French müssen fünf Abgänge kompensiert werden. Mit Sebastian Prothmann, Tom Kröplin und Moritz Hauschildt stehen bereits drei Neuzugänge fest – zwei weitere sollen noch folgen. „Es ist verdammt schwer für uns Spieler zu finden. Es ist irre, was einige Vereine an Verpflichtungen haben. Da können wir als kleiner Verein finanziell nicht mithalten“, beschreibt DSV-Abteilungsleiter Torsten Römer die Situation. Statt auf finanzielle setzt Römer mit seinem Verein auf andere Anreize: „Die Spieler kommen zu uns, weil sie Spaß am Handball haben und für den besonderen Zusammenhalt in der Mannschaft.“ Die Einstellung macht sich schon in der Vorbereitung bemerkbar, denn die Spieler schieben neben den drei Trainingseinheiten pro Woche in ihrer Freizeit Sonderschichten. „Die Jungs sind heiß darauf wieder zu spielen – das merkt man richtig“, so Römer.

Das Saisonziel für die Mannschaft von Trainer-Duo Matthias Schmidt und Yan Vizhbovskyy ist der Klassenverbleib. „Sollten wir es dann doch noch in die Meisterrunde schaffen, wäre das super und wir könnten frei aufspielen. Aber die Hauptsache ist, dass wir in der Liga bleiben“, sagt Römer. Dabei helfen sollen auch die Fans, die in die Halle zurückkehren dürfen. Laut Römer trudeln die ersten Kartenanfragen bereits beim DSV ein, es gibt aber noch Unklarheiten. So hoffen die Verantwortlichen bis zum Pflichtspielstart auf weitere Lockerungen und damit auf mehr als die bisher zugelassenen 200 Zuschauer. „Die Fans sind für uns als Verein sehr wichtig. Zum einen wollen wir ihnen und der Jugend wieder Handball zeigen. Zum anderen leben wir von den Ticketeinnahmen“, sagt Römer. Erstmals sollen die Zuschauer am 13. August (18 Uhr) in die Mehrzweckhalle in Bad Doberan zurückkehren. Dann gastiert der Zweitligist Dessau-Roßlauer HV an der Ostsee.

Nordstaffel Oberliga Ostsee-Spree: Bad Doberaner SV, HSV Insel Usedom, SG Uni-Greifswald/Loitz, Fortuna Neubrandenburg, Berliner TV, VfV Spandau, VfL Tegel, SG Narva Berlin, HV Grün Weiß Werder.