15. Februar 2021 / 08:09 Uhr

Recken-Meinung: Nüchtern betrachtet ist nichts passiert

Recken-Meinung: Nüchtern betrachtet ist nichts passiert

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Evgeni Pevnov sitzt nach der Niederlage gegen Flensburg enttäuscht auf der Bank.
Evgeni Pevnov sitzt nach der Niederlage gegen Flensburg enttäuscht auf der Bank. © Florian Petrow
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Der Starttraum ist zerplatzt: Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf verlieren deutlich mit 26:33 gegen Spitzenreiter Flensburg. Ernüchterung in allen Belangen – was bleibt, ist die Hoffnung, meint SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange.

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Volle ZAG-Arena, fast 10.000 Fans peitschen mit Klatschpappen und Gesang ihre Recken nach vorn. Die TSV führt gegen den großen Favoriten aus Flensburg. Und als der Titelkandidat das Kommando übernimmt, schlagen die Recken zurück – mithilfe der Zuschauer. Hannover siegt und feiert, alle liegen sich in den Armen, auch auf den vollen Tribünen.

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Plop! Es war nur ein schöner, coronafreier Handballtraum. Die Realität sah am Sonntag anders aus. Bis auf das aufgestellte Papplikum nur gähnende Leere auf den Rängen. Stimmt ja, es ist immer noch Geisterspielzeit, das hatte man nach der langen WM-Pause vor Ligasehnsucht fast verdrängt. Und das mit dem rauschenden Recken-Sieg hat auch nicht ganz geklappt. Am Ende stand ein klares 26:33 gegen Flensburg. Ernüchterung in allen Belangen.

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Nüchtern betrachtet ist tatsächlich nichts passiert. Die Handball-Profis können froh sein, mitten in der Pandemie weiter ihren Beruf ausüben zu dürfen. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Und die Pleite gegen den Tabellenführer war auch zu erwarten.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Auf die Rückkehr der Fans, eines Tages. Und auf den nächsten Sieg gegen einen Großen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.